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Iserlohn erinnert an Annelise Kretschmer

Mit ihrer aktuellen Ausstellung holt die Städtische Galerie Iserlohn Annelise Kretschmer aus dem Dunkel der Geschichte und präsentiert rund 70 Vintages der 1903 in Dortmund geborenen Fotografin. Dabei kann sie sich auf den Nachlass der Künstlerin stützen und gibt einen Überblick über ihr gesamtes Schaffen von den Aufnahmen aus der Vorkriegszeit bis zu ihrer Arbeit aus den 1950er, 1960er und 1970er Jahren. Der überwiegende Teil der Exponate wurde außerhalb dieses Ausstellungsprojekts, das zuvor schon in Köln und Bremen zu Gast war, bisher öffentlich noch nicht gezeigt. Zu sehen sind vor allem Portraitbilder, die bevorzugte Gattung Kretschmers.

Für Kurator Thomas Linden zählt Annelise Kretschmer zu den bedeutenden Fotografinnen der späten Weimarer Jahre. Doch im Gegensatz zu vielen ihrer bekannteren männlichen Kollegen ist sie heute kaum jemandem ein Begriff. Dabei gehörte sie zu den ersten Frauen, die in Deutschland ein eigenes Fotoatelier eröffneten. 1929 war es soweit. Nach ihrer Ausbildung bei Leon von Kaenel in Essen und Franz Fiedler in Dresden ernährte sie mit ihrem Studio in Dortmund ihren Mann, den Bildhauer Sigmund Kretschmer, den sie 1928 geheiratet hatte, und ihre vier Kinder.

Stilistisch orientierte sich Kretschmer an der „Neuen Sachlichkeit“, jedoch mit einem eigenwilligen ästhetischen Konzept. So haftet ihren Portraits nicht allein ein zeittypischer kühler, sachlicher und analytischer Blick an, vielmehr gelingt es ihr, ein gestalterisches, psychologisierendes Element in ihre Bildnisse zu integrieren. 1982 erklärte Kretschmer in einem Interview dazu: „Die eigentliche Schwierigkeit bei der Portraitphotographie ist es, den Menschen zu einer Selbstdarstellung zu bewegen, in der seine wesentlichen Charakterzüge zum Ausdruck kommen. Wenn der Photograph es schafft, einen Kontakt zu seinem Gegenüber herzustellen, dann kann eine Charakterisierung gelingen.“

Vor ihrer Kamera standen Künstler, etwa Albert Renger-Patzsch, Gerhard von Graevenitz, Eliza Illiard und Ewald Mataré, aber auch Industrielle, Arbeiter, Bauern und immer wieder Kinder, deren Portraits zu den eindrucksvollsten Zeugnissen dieses Sujets zählen. Denn Annelise Kretschmer verstand es, die Kinder als Persönlichkeiten mit eigenständigen seelischen Stimmungen wahrzunehmen. Auch der berühmte deutsch-französische Galerist Daniel-Henry Kahnweiler schätzte ihre Arbeiten.

Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Fotografien aus Paris. 1928 unternahm Annelise Kretschmer eine Reise durch Frankreich. In Paris entstand dabei eine Bildserie. Anders als ihre Kolleginnen Germaine Krull oder Florence Henri interessierte sich Kretschmer dabei für die Oberflächenstrukturen des Alltags. Gezielt suchte sie nach Texturen in der urbanen Welt. Die Fassaden der Häuser, die Muster der Treppen oder die Regentropfen auf einer Fensterscheibe entdeckte sie als visuelle Muster des Großstadtkosmos.

Die Ausstellung „Annelise Kretschmer. Entdeckungen. Photographien 1922-1975“ läuft bis zum 27. Oktober. Die Städtische Galerie Iserlohn hat mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Katalog aus dem Emons Verlag kostet 19,95 Euro.

Städtische Galerie Iserlohn
Theodor-Heuss-Ring 24
D-58636 Iserlohn

Telefon: +49 (0)2371 – 21 71 940
Telefax: +49 (0)2371 – 21 74 418

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


08.09.2018, Annelise Kretschmer. Entdeckungen. Photographien 1922-1975

Bei:


Städtische Galerie Iserlohn

Künstler:

Annelise Kretschmer








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