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Ausstellung zum Kunstpreis der Böttcherstraße

Die nominierten Künstlerinnen und Künstler für den Kunstpreis der Böttcherstraße 2018

In Bremen präsentiert die Kunsthalle die zehn Nominierten für den Kunstpreis der Böttcherstraße 2018. Eine fünfköpfige Jury muss nun den Preisträger auswählen, dessen Werk vom Stifterkreis des Bremer Kunstvereins angekauft wird und der zudem 30.000 Euro Preisgeld erhält. Heba Y. Amin, 1980 in Kairo geboren, ist Mathematikerin, Forscherin und absolvierte ihre künstlerische Ausbildung am Minneapolis College of Art and Design. Amin, die in Berlin lebt und von Bettina Steinbrügge des Hamburger Kunstvereins vorgeschlagen wurde, integriert in ihre Arbeiten Fragen zur Annäherung von Politik, Technologie und Urbanismus. Bernhart Schwenk, Referent für Gegenwartskunst an der Pinakothek der Moderne, favorisierte den Georgier Vajiko Chachkhiani. Der 1985 in Tiflis geborene Künstler, der in Berlin lebt, studierte zunächst Mathematik und Informatik in seiner Heimatstadt, bevor er sich der audiovisuellen Kunst an der Akademie in Amsterdam und zuwandte und 2013 seine Ausbildung in der Klasse von Gregor Schneider an der Universität der Künste in Berlin beendete. Neben Film nutzt Chachkhiani auch die Performance sowie Installation. Er war zudem 2017 Gast auf der Biennale in Venedig.

Aus Österreich kommt die Nominierung der Neuseeländerin Alicia Frankovich, für die sich Thomas Trummer von der Kunsthalle Bregenz einsetzte. 1980 geboren, studierte Frankovich Bildhauerei an der Auckland University of Technology. Sie konzentriert sich auf Performance, Video, Kurzfilme und Skulptur. Hierbei setzt sie Körper miteinander in Beziehung und testet oftmals soziale Konventionen und Verhaltensweisen aus. 1974 kam Uwe Henneken in Paderborn zur Welt und studierte an der Akademie in Karlsruhe sowie an der Hochschule der Bildenden Künste in Berlin. Seine farbfrohen Bilder zwischen Abstraktion und figurativer Malerei bewegten Christoph Grunenberg von der Kunsthalle Bremen, ihn für den Preis zu ernennen. Der gebürtige Frankfurter Lawrence Lek, Jahrgang 1982, überzeugte mit seinen Multimedia-Arbeiten Ellen Blumenstein von der Hamburger Hafen City. Sich selbst bezeichnet Lek als Simulationskünstler der 3D-Technik nutzt. Er studierte Architektur am Trinity College in Cambridge sowie an der New Yorker Cooper Union. Michael Müller, Jahrgang 1970, studierte kurz an der Düsseldorfer Kunstakademie, bevor Indien und seine Reisen seine Kunst prägten, die etwa Karten imaginärer Orte umfasst oder aber die erfundene Sprache K4. Neben Skulptur und Zeichnung nutzt der von Johan Holten, Kunsthalle Baden-Baden, ausgewählte Künstler auch Malerei und Installation.

Jeweils Jahrgang 1984 sind Katharina Schilling aus Köln und Arne Schmitt aus Mayen. Schilling studierte in London und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Ihre vorwiegend abstrakten Malereien überzeugten den Stifterkreis des Kunstpreises der Böttcherstraße zur Aufstellung. Arne Schmitt beschäftigt sich in seinen Fotografien mit Architektur und Städtebau. Ihn unterstützt hier Eva Schmidt vom Siegener Museum für Gegenwartskunst. Der in Berlin ansässige Kanadier Jeremy Shaw, 1977 geboren, Absolvent der Emily Carr University of Art and Design in Vancouver, wurde durch Hans-Ulrich Obrist von der Serpentine Gallery in London empfohlen. Er nutzt Filme, Installationen und die Fotografie. Die 1977 in Frankfurt geborene Anne Speier lebt in Wien und fand ihre Fürsprecherin in Susanne Pfeffer, Direktorin des MMK in Frankfurt. Speier studierte an der Städelschule und an der Wiener Universität für Angewandte Kunst. Sie arbeitet mit Collagen, die sie mit aquarelliertem und ausgeschnittenem Bildpersonal ausstattet. Diese müssen nicht immer menschlich sein und können auch als Skulptur auftreten.

Seit über 60 Jahren wird der Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen alle zwei Jahre verliehen. Er zählt zu den anerkanntesten und best dotierten Auszeichnungen im Gebiet der zeitgenössischen Kunst in Deutschland. Die Ehrung geht an junge Künstler, die im deutschen Sprachraum leben, für einen hervorragenden Beitrag zur Gegenwartskunst. Seit 1985 trägt der Stifterkreis des Kunstvereins in Bremen die Auszeichnung. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Wolfgang Tillmans, Tino Sehgal, Ulla von Brandenburg oder Daniel Knorr.

Die Ausstellung „Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen 2018“ läuft bis zum 30. September. Geöffnet ist täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, am Dienstag zusätzlich bis 21 Uhr. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 5 Euro, kostenlos für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Begleitend erscheint ein Katalog.

Kunsthalle Bremen
Am Wall 207
D-28195 Bremen

Telefon: +49 (0)421 – 32 90 83 80
Telefax: +49 (0)421 – 32 90 84 70

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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28.07.2018, Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen 2018

Bei:


Kunsthalle Bremen

Bericht:


Kunstpreis der Böttcherstraße für Arne Schmitt

Variabilder:

Die nominierten Künstlerinnen und Künstler für den Kunstpreis der Böttcherstraße
 2018
Die nominierten Künstlerinnen und Künstler für den Kunstpreis der Böttcherstraße 2018

Künstler:

Vajiko Chachkhiani

Künstler:

Anne Speier

Künstler:

Jeremy Shaw

Künstler:

Arne Schmitt

Künstler:

Katharina Schilling








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