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„Six Prayers“ von Anni Albers jetzt in Düsseldorf

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf kann seit gestern das Holocaust-Mahnmal „Six Prayers“ von Anni Albers als Höhepunkt der aktuellen Schau zu der deutsch-amerikanischen Künstlerin präsentierten. 1965 webte die 1994 verstorbene Ehefrau von Josef Albers sechs Stoffbahnen, die aus konservatorischen Gründen nur selten zu sehen sind. Auftraggeber für die abstrakten Bildgewebe aus Baumwolle, Leinen, Bast und Metallgarn war das Jewish Museum in New York. Die gebürtige Berlinerin fertigte für amerikanische Synagogen mehrere Vorhänge für Thora-Schreine an. Diese bilden gemeinsam mit den „Pictorial Weavings“, zu denen auch die „Six Prayers“ zählen, ein wichtiges Kapitel im Werk Anni Albers’.

Die etwa zwei Meter hohen und drei Meter breiten „Six Prayers“ waren in den letzten 20 Jahren bisher nur zweimal in Europa zu sehen. Die sechs schmalen Stoffbahnen sollen an jüdische Gebetsschals erinnern. Die beherrschenden Farben der Fäden sind Grau, Braun und Beige, wobei das silberne Metallgarn Akzente setzt. Den Grund formen eingefügte weiße und schwarze Fäden, deren Spuren einen nicht lesbaren Text evozieren. Anni Albers wollte mit den „Six Prayers eine meditative Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust schaffen“, so die Mitteilung des Museums.

Die Ausstellung „Anni Albers“ ist noch bis zum 9. September zu sehen. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende und feiertags ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen 2,50 Euro. Der Katalog kostet im Museum 36 Euro.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen – K20
Grabbeplatz 5
D-40213 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 83 81 204
Telefax: +49 (0)211 – 83 81 209

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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