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Was trennt Herbert Beck und Emil Nolde?

Herbert Beck, Roter Himmel, um 2006

In Kooperation mit der Nolde Stiftung Seebüll und dem Kunsthandel Beck & Eggeling aus Düsseldorf nimmt das Olaf Gulbransson Museum in Tegernsee derzeit die Expressionisten Herbert Beck und Emil Nolde in den Blick. Thema der Ausstellung sind die Unterschiede im Schaffen der beiden Künstler. Zu sehen sind 30 Arbeiten Emil Noldes und etwa 50 Werke von Herbert Beck. Ferner will die Schau Herbert Beck seinen Platz in der deutschen Kunstgeschichte zuweisen. Beck feiere ein Fest der Farben. Anders als bei Nolde, der vom Naturempfinden her kam, seien die Arbeiten Becks das Resultat wirklicher Studien, reflektierter Emotionen und gezielter Konstruktion, so die Mitteilung des Museums.

Der Vergleich der zwei Expressionisten lässt laut Museum Emil Noldes Kunst „fast ein bisschen brav“ erscheinen. So ließ sich Beck in den 1960er bis 1980er Jahren stärker von der Abstraktion und dem emotionalen Ausdruck leiten. Steht der 1920 in Leipzig geborene Beck auch in der Nachfolge Noldes, sei der Sachse ergreifend, wo sein älterer nordischer Kollege erhebend sei. Becks Ziel sei es, den magischen Moment der Kunst, das Unerklärbare in der Malerei oder der Musik einzufangen, das den Betrachter oder Zuhörer berührt und ihm eine Gänsehaut bescheren kann. Im Gegensatz dazu stehen Noldes leuchtende Blumenaquarelle, die dramatisch inszenierten Marschlandschaften im glühenden Abendrot, das bewegte Meer mit Wolkenbergen, die idyllischen Warft-Landschaften und Portraits. Der 1867 geborene Nolde gilt als Maler, der die Kraft der Farbe entfesselte, so Christian Ring, Direktor der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde. Diese „Farbexplosionen“ und die leuchtenden Aquarelle zogen Herbert Beck an.

Der trennende Grundton der Arbeiten der beiden Maler liegt in den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges. Nolde lebte fernab auf der eigenen Warft und galt als „entartet“; Beck hingegen war an der Ostfront und durchlebte die Zeit in der sowjetischen Zone, der er 1948 entfliehen konnte. Neben dunklen Stillleben und Landschaften war seine Kunst auch politisch, etwa sein „Selbstbildnis mit Atompilz“. Becks Serie der Karneval- und Harlekin-Bilder durchzieht eine beunruhigende Atmosphäre des Unheimlichen und Lauernden. Farblich findet sich dies auch im Aquarell „Roter Himmel“ von 2006, dessen aggressives Feuerrot einen beißenden Kontrast zum Blau und Grün der Landschaft bildet. Herbert Beck bewunderte Emil Nolde und traf auf sein Vorbild bei einer Ausstellung in Hamburg. Beck berichtete später, dass Nolde ihm seine Aquarelle zeigte und es sein Ziel war, die glühende Farbigkeit des Kollegen zu erreichen. „Und es gelang mir im Laufe der Zeit, meine Bildideen expressiv, farbstark zu malen, ohne bunt zu werden“, schloss Beck. Sein Sohn und Galerist Michael Beck fügt hinzu: „In unzähligen Studien entwickelte mein Vater eine eigene Technik mit ähnlichem Ergebnis, während er sich sonst zeitlebens von Nolde distanzierte.“

Die Ausstellung „Herbert Beck trifft Emil Nolde. Inspiration und Umsetzung“ läuft bis zum 30. September. Das Museum ist täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 6 Euro, für Jugendliche bis 18 Jahren ist er frei. Der begleitende Katalog kostet im Museum 29,90 Euro.

Olaf Gulbransson Museum
Im Kurgarten 5
D-83684 Tegernsee

Telefon: +49 (0)8022 – 33 38
Telefax: +49 (0)8022 – 85 99 157


31.07.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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