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Verfolgte Künstler: Eric und Jula Isenburger in Bayreuth

Eric Isenburger, Jula, um 1930

Das Kunstmuseum Bayreuth macht derzeit auf ein Künstlerpaar aufmerksam, dass aufgrund seiner jüdischen Abstammung Deutschland während der Nazi-Zeit verlassen musste: Eric und Jula Isenburger. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Museum Giersch der Goethe-Universität in Frankfurt und dem Zentrum für Verfolgte Künste am Kunstmuseum Solingen entstand, zeichnet den Lebensweg des Malers und der Ausdruckstänzerin nach. Dazu sind rund 110 Gemälde, 35 Grafiken sowie Fotos und Filmmaterial zu sehen. Eric Isenburger, geboren 1902 in Frankfurt am Main, studierte seit 1920 an der dortigen Kunsthochschule und war zugleich Schüler in der Grafikklasse von Franz Karl Delavilla an der Kunstgewerbeschule. Nach seinem Abschluss 1925 folgte ein Aufenthalt im spanischen Barcelona sowie 1928 der Umzug nach Wien, wo Isenburger als freischaffender Künstler und Bühnengestalter wirkte. Eine Erbschaft ermöglichte ihm 1931 die Einrichtung eines eigenen Ateliers in Berlin. Sein vorwiegend gegenständliches Werk mit Interieurs, Portraits und Landschaften entwickelte sich hier unter den Tendenzen von Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Kubismus weiter. Der renommierte Galerist Wolfgang Gurlitt nahm ihn unter seine Fittiche und ermöglichte ihm 1933 seine erste umfangreiche Einzelausstellung.

Seine Frau, die 1908 im polnischen Augustow geborene Jula Elenbogen, hatte Isenburger 1927 in Warschau geheiratet. Jula, die eine dreijährige Tanzausbildung in Frankfurt hinter sich hatte und ihr Studium in Wien fortsetzte, erhielt 1931 ein Engagement am Tanztheater von Mary Wigman in Dresden. Nach der Machterschleichung durch die Nationalsozialisten verließ das Ehepaar, das bereits ersten Repressalien ausgesetzt war, auf Anraten Gurlitts Deutschland und kehrte nie wieder dorthin zurück. Die beiden ließen sich zunächst in Paris und 1937 in Nizza nieder. Nach Internierung gelang ihnen 1941 die Flucht aus dem Gebiet des Vichy-Regimes in die USA. Jula beendete ihre auch in Frankreich noch andauernde Karriere und nahm einen Brotberuf auf, um ihrem Mann die Existenz als freischaffender Künstler zu ermöglichen. Eric konnte in Amerika noch manche Erfolge vor allem als Portraitmaler feiern und war bis 1980 Dozent an der National Academy of Design in New York. Er starb 1994, Jula sechs Jahre später.

Die Ausstellung „Von Frankfurt nach New York – Eric und Jula Isenburger“ ist bis zum 14. Oktober zu sehen. Das Kunstmuseum Bayreuth hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, während der Bayreuther Festspiele täglich geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 Euro, ermäßigt 1 Euro.

Kunstmuseum Bayreuth
Maximilianstraße 33
D-95444 Bayreuth

Telefon: +49 (0)921 – 76 45 310
Telefax: +49 (0)921 – 76 45 320


31.07.2018

Quelle: Kunstmartk.com/Ulrich Raphael Firsching

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Variabilder:

Eric Isenburger, Jula, um 1930
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Eric Isenburger, Plakatentwurf Jula Geris, um 1935
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Eric Isenburger, Selbstporträt, 1923
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Künstler:

Eric Isenburger








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