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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Van Ham konnte in seinen Auktionen „Europäisches Kunstgewerbe“ und „Alte Kunst“ mit Privatsammlungen punkten. Das Publikum begeisterte sich vor allem für den Nachlass von Friedrich Wilhelm Waffenschmidt

Mit Saturn in die Sterne



Philipp Küsel, Elfenbeinhumpen mit Puttenreigen, Augsburg 1689/92

Philipp Küsel, Elfenbeinhumpen mit Puttenreigen, Augsburg 1689/92

Bei der Versteigerung „Europäisches Kunstgewerbe“ von Van Ham in Köln stand diesmal die Sammlung Friedrich Wilhelm Waffenschmidt im Mittelpunkt, und die Objekte des im vergangenen Jahr verstorbenen Gründers der Elektronikmarktkette „Saturn“ hielten, was sie versprachen. Auserlesen waren etwa die 27 Deckelhumpen und Pokale aus den wichtigen deutschen Silberschmiedezentren wie Augsburg, Nürnberg oder Danzig, die ein kleines Museum der Renaissance und des Frühbarock bildeten. Sie trafen den Nerv der Sammler. Nur drei Stücke gingen zurück, der Rest brachte es auf ein stolzes Bruttoergebnis von rund 840.000 Euro, und dass ein Silberobjekt die Marke von 100.000 Euro überschreitet, ist in Deutschland schon recht selten. Das ausgiebige Bietgefecht galt Philipp Küsel und seinem Elfenbeinhumpen. Der Augsburger Meister, dessen Arbeiten heute in der Eremitage in St. Petersburg, im Kremlmuseum in Moskau, im Kunsthistorischen Museum in Wien oder im Grünen Gewölbe in Dresden stehen, hatte um 1689/92 den vergoldeten Korpus für den elfenbeinernen Puttenreigen geschaffen, der die fünf Sinne symbolisiert. Ein deutscher Sammler konnte die Konkurrenz erst bei 105.000 Euro abschütteln; vorgesehen waren 15.000 bis 20.000 Euro.


Angesichts der Temperantia, der Kardinaltugend der Mäßigung, die einen Breslauer Kokosnusspokal bekrönt, zeigten sich die Kunden keineswegs maßvoll. Schon dieses erste Objekt aus der Sammlung Waffenschmidt, das Hans Hoffmann d.J. um 1580 zugeschrieben wird, schnellte von 25.000 Euro auf 40.000 Euro. Ihm taten es im Anschluss ein musealer deutscher oder österreichischer Deckpokal mit dem Wappen des Hochmeisters Maximilian III. von 1595 bei 43.000 Euro, ein weiteres Exemplar mit Ornamentbändern, Beschlagwerk, Cherubsköpfen, Früchten, Blumen und einem geharnischten Schildhalter oben auf von Juryen van Ham aus Emden von 1603 bei 48.000 Euro (Taxe je 25.000 bis 30.000 EUR) oder Matthäus Pregels Elfenbeinhumpen mit einer dicht gedrängten Schlachtenszene aus der Antike von 1626/30 bei 44.000 Euro gleich (Taxe 35.000 bis 40.000 EUR).

Bei einem vergoldeten Deckelhumpen, den der Nürnberger Heinrich Mack um 1612/26 mit einer Tugendfolge zwischen Blättern- und Früchtefeldern gestaltete, einigten sich die Bieter auf 38.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR), bei einem Humpen mit Münzen, die Benedikt Clausen um 1676/1700 zwischen Blättern, Blüten und bärtigen Männerköpfen anbrachte, auf 45.000 Euro und bei seinem Danziger Kollegen Andreas Mackensen I., der zur selben Zeit für einen Deckelhumpen mit antikisierender Jagdszene und bekrönender Minerva verantwortlich war, auf 43.000 Euro (Taxe je 10.000 bis 15.000 EUR). Paul Hübner griff für die Monatsdarstellungen in Form weiblicher Akte auf eine Kupferstichfolge Adriaen Collaerts zurück und zierte damit 1614 einen Augsburger Deckelhumpen, der nun von 18.000 Euro auf 33.000 Euro kletterte. Günstiger blieben etwa ein Nürnberger Akeleipokal samt Blütenbekrönung von Franz Doth um 1600 mit 14.000 Euro (Taxe 12.000 bis 14.000 EUR) oder ein kleiner Humpen mit tropfenförmigen Buckeln, Knorpelwerk und Meerweibchen als Daumenrast von Jeremias Frencking um 1634/36 mit 7.000 Euro (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR).

Feurige Angelegenheiten

Doch nicht nur für Silberwaren konnte sich Friedrich Wilhelm Waffenschmidt begeistern, sondern auch für historische Waffen. Zwar blieben die beiden an erster Stelle gesetzten, edel verzierten Steinschlossjagdbüchsen des Wolfenbütteler Büchsenmachers Johann Sebastian Hauschka von 1733 an 50.000 Euro hängen (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR), dafür kamen bei einer Renaissance-Armbrust aus Deutschland mit reichen Bein- und Holzeinlagen von 1586 hohe 24.000 Euro zusammen (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Zum Ausgleich trugen auch die 16.000 Euro für eine Teschinke aus Schlesien um 1650 (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR), die 14.000 Euro für eine ebenfalls aufwendig verzierte Steinschlossflinte des Kronacher Meisters Johann Friedrich Wagner um 1715/35 (Taxe 5.000 bis 8.000 EUR) oder die 15.000 Euro für eine Steinschlosspistole bei, die Hermann Bongard aus Düsseldorf auf das Jahr 1718 datiert und aus Nussholz und Eisen mit goldenem Dekor hergestellt hat (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR).

Eine weitere Leidenschaft Waffenschmidts galt alten Uhren. Hier überzeugten einen Sammler aus Nordrhein-Westfalen die frühbarocke runde Kutscheruhr des Eichstädters Wilhelm Köberle aus vergoldeter Bronze zu 15.000 Euro (Taxe 5.000 bis 8.000 EUR), einen Sammler aus Frankreich die über zwei Meter hohe Louis XV-Standuhr aus ebonisiertem Holz und vergoldeten Bronzeapplikationen um 1740 aus der Werkstatt des berühmten Pariser Uhrmachers Julien Le Roy zu 19.000 Euro (Taxe 6.000 bis 10.000 EUR). Doch der Saturn-Gründer bestritt das Uhrenangebot bei Van Ham nicht alleine. Eine niedersächsische Privatsammlung mischte auch noch kräftig mit und gab etwa eine Stockuhr der späten Renaissance mit architektonisch gestaltetem Gehäuse, die auf der rückseitigen Platine des Uhrwerks mit „Johannes Büstman“ bezeichnet ist, für die die Experten bei Van Ham daher den Augsburger Uhrmacher Johannes Buschmann I in Anspruch nehmen, bei taxgerechten 14.000 Euro ab. Die höfische Rokoko-Pendule des Münchners Josef Cajetan Rasp um 1730/40 mit Boulle-Marketerie sowie weiblichen Allegorien der Wissenschaft und Kunst platzierte sich ebenfalls innerhalb des Schätzrahmens bei 12.000 Euro, während eine frühklassizistische Bracket Clock mit Schildpattfurnier, Spielwerk und Figurenautomat der englischen Manufaktur von John Coleman um 1780 von 10.000 Euro auf 26.000 Euro schoss.

Verhaltener Auktionsauftakt

Den Anfang der Kunstgewerbeauktion bei Van Ham bestritt am 16. Mai das Porzellan, und hier war wiederum Waffenschmidt-Provenienz gefragt: Ein Meißner Reiseservice für zwei Personen mit feinen Watteau-Szenen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ging für 15.000 Euro weg (Taxe 6.000 bis 10.000 EUR). Doch dann tat sich über Strecken hinweg wenig, so dass beim klassischen Porzellan nur 43 der insgesamt 141 Stücke einen Abnehmer fanden, darunter die 55 neuwertigen Teile des Service „Flora Danica“ von Royal Copenhagen für 13.000 Euro (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR) oder eine historistische Vase mit Blumendekor im Weichmalerei von KPM aus dem Jahr 1904 für 7.000 Euro (Taxe 3.800 bis 4.000 EUR). Die Zuschlagsquote von 30,5 Prozent lag hier deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt der Auktion von 54,6 Prozent.

Erst bei den Jugendstilwaren erhöhte sich die Kauflust wieder und schlug bei den zwölf Tellern, der Platte und der Terrine des Fischservice, entworfen von Hermann Gradl d.Ä. um 1900 für die Porzellanmanufaktur Nymphenburg, bei 12.000 Euro zum Doppelten der Schätzung oder bei Max Essers Uhumaske aus braunem Böttgersteinzeug für Meißen von 1926 bei 4.300 Euro zu (Taxe 2.400 bis 2.800 EUR). Bei den Art Nouveau-Möbeln reüssierte Louis Majorelle mit seiner Etagere aus verschiedenen Hölzern und Blumenintarsien bei 8.000 Euro (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR). Diesen Wert gab es auch für Bruno Pauls Deckenlampe aus der Villa Plange in Soest. Die Messingarbeit des Art Déco um 1922 mit ihren Leuchterarmen in Form von Delphinen war mit einer Entwurfszeichnung für 8.000 bis 10.000 Euro angetreten. Die 234 Teile des Speisebestecks „Acorn“, das Johan Rohde um 1915/17 gestaltete und nach 1945 bei Georg Jensen in Kopenhagen produziert wurde, erreichten die anvisierten 15.000 Euro.

Auch der Nachlass des 2017 verstorbenen Bonner Kunstversteigerers Felix Schäfer bereicherte die Auktion bei Van Ham. Von ihm stammten etwa ein Antwerpener Prunkkabinett um 1700 aus rotem Schildpatt und vergoldeter Bronzezier für 11.000 Euro (Taxe 4.000 bis 4.500 EUR), ein österreichisches Altarmodell des Rokoko mit dem heiligen Nikolaus für 4.000 Euro (Taxe 2.000 bis 2.200 EUR) oder ein dem Würzburger Hofbildhauer Johann Peter Wagner zugeschriebener Putto als Schildhalter für 3.800 Euro (Taxe 1.500 bis 1.800 EUR). Eine Tapisserie mit einem galanten Paar in einer Laube aus der „Folge mit Indianischen Blumen“, die wohl die Berliner Manufaktur von Charles Vigne um 1750 gefertigt hat, sorgte bei 9.500 Euro für Aufmerksamkeit (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Nach Schleswig-Holstein richtete sich der Blick bei den Möbeln und galt einer markant bombierten Aufsatzschreibkommode aus Nussbaum und Nussmaser um 1760 mit 12.000 Euro (Taxe 5.000 bis 8.000 EUR) oder einem helleren Nussbaumschrank um 1750/60 mit auffällig gesprengtem Giebel und teils vergoldeten Rokokoschnitzereien aus der Sammlung Waffenschmidt bei 7.500 Euro (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR).

In den Miniaturbereich ging es mit einem 69,5 Zentimeter hohen, südwestdeutschen Schreibschrank und seiner ausgesuchten Marketerie aus der Mitte des 18. Jahrhunderts bei 6.500 Euro (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR). Für den Klassizismus stand ein Zylinderbureau mit Kanneluren, Stoffgirlande Blumengebinde und Ruinenlandschaft des westfälischen Allrounders Philipp Ferdinand Ludwig Bartscher bei 4.000 Euro (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR). Und schließlich durfte sich noch Jules Franceschis lebensgroße bronzene Gartenskulptur der Aphrodite vom Ende des 19. Jahrhunderts entspannt und zufrieden bei 24.000 Euro zurücklehnen (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR).

Geteilter Zuspruch für die Alte Kunst

Tags darauf standen bei Van Ham die Gemälde der Alten und Neueren Meister auf dem Programm. Der Zuspruch darauf war gemischt. Zwar lag die losbezogene Verkaufsquote mit 61,8 Prozent höher als beim Kunstgewerbe, doch ließen die Käufer auch einige hochpreisige Stücke links liegen, darunter etwa Salomon van Ruysdaels vornehm silbrig-graue „Große Flusslandschaft“ mit Rinderfähre bei 120.000 bis 160.000 Euro. Trotz der Halbierung ihres Schätzpreises auf 50.000 bis 80.000 Euro wollte seine monochrom braune „Landschaft mit Kühen“ von 1642 gleichfalls nicht weg. Sie hatte zur Sammlung eines süddeutschen Industriellen gehört, die im Herbst 2017 bei Van Ham guten, aber nicht durchgängigen Absatz fand, ebenso wie eine klassische Weltlandschaft mit der „Reinigung des Naaman“ von Josse de Momper d.J., die bei gleicher Erwartung auch ins Depot zurück musste. Auf Interesse stieß diesmal aber die Heilige Familie mit zwei Engeln, die dem Jesusknaben Trauben reichen. Die kleine Holztafel aus Prag um 1600 kam auf 8.500 Euro (Taxe 5.000 bis 8.000 EUR).

Auf der Habenseite stand eine Wiederentdeckung, die sich seit den 1930er Jahren im selben rheinischen Familienbesitz befand: Das Gemälde „Elk zijn meug“ der wenig geläufigen Flämin Michaelina Woutiers, die derzeit vom Antwerpener Rubenshaus als „Baroque’s Leading Lady“ gefeiert wird. Das intime Zweipersonenstück „Jeder nach seinem Geschmack“ mit zwei Jungen, die sich um ein Ei kabbeln, hatten die Experten bei Van Ham vorsichtig auf 60.000 bis 80.000 Euro taxiert. Doch dabei blieb es nicht. Die Phoebus Foundation mit Sitz in Antwerpen konnte sich erst bei 380.000 Euro gegen die Konkurrenz durchsetzen und hat die Leinwand für die Antwerpener Schau zur Verfügung gestellt. Mit diesem Wert zieht Van Ham je nach Umrechnungskurs in etwa gleichauf zum Auktionsrekord im schmalen Œuvre der Barockmalerin, der im vergangenen Jahr bei Christie’s in New York mit 420.000 US-Dollar aufgestellt wurde. Eine nordrhein-westfälische Privatsammlung erwarb für die unteren anvisierten 100.000 Euro Jacob van Walscapelles „Stillleben mit Krustentieren und Rettich“, US-amerikanischer Handel für 80.000 Euro das Altarbild „Madonna in den Wolken“ mit vier heiligen Mönchen, das Giovanni Battista Tiepolo und seiner Werkstatt, wohl vor allem seinem Sohn Giovanni Domenico Tiepolo, zugeschrieben wird (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR).

Stürmische Ausfahrten

Der Auftakt ins 19. Jahrhundert fiel bescheiden aus: Die drei Scherenschnitte Philipp Otto Runges mit floralen Motiven gingen unverkauft zurück (Taxe je 15.000 bis 20.000 EUR). Im Gegenzug konnte das auf wenige Früchte konzentrierte „Stillleben mit Pfirsich und Pflaumen auf einer Marmorplatte“ von Johann Wilhelm Preyer bei 29.000 Euro punkten (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Der Höhepunkt des Auktionstages war dann mit dem javanischen Prinzen Raden Sarief Bustaman Saleh Ben Jaggia besiegelt. Mit 100.000 Euro trat Van Hams Hauskünstler für seine gegen den Wellengang ankämpfenden „Schiffe auf stürmischer See“ von 1840 an. Doch das furiose Marinebild stieg auf 600.000 Euro und wandert nun in die indonesische Heimat des Malers. Auch bei Andreas Achenbach interessierten sich die Kunden vor allem für die „Sturmflut an der Mole“ und spendierten 18.000 Euro (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR).

Ruhiger ging es bei Gustave Courbet nur auf den Bildern zu. Schon sein sanft plätschernder Wasserfall im Walde verbesserte sich auf 50.000 Euro (Taxe 13.000 bis 15.000 EUR), sein stiller „Waldbach“ in der Abenddämmerung aus der Sammlung Waffenschmidt hat letztendlich bei 105.000 Euro eine Reise nach China angetreten (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Friedrich Wilhelm Waffenschmidt stand ebenfalls auf der Besitzerliste von Carl Spitzwegs beliebtem Motiv „Die Scharwache“ bei nächtlichem Rundgang, das mit 85.000 Euro leicht über seine Schätzung von 60.000 bis 80.000 Euro kam. Das Genre „Im Pferdestall“ von Wouterus Verschuur mit zwei Kindern beim Füttern der Tiere sprang auf 26.000 Euro (Taxe 20.000 bis 22.000 EUR), Barend Cornelis Koekkoeks sonnige Winterlandschaft mit Pferdekarren und Personen auf dem Eis von gleicher Basis auf 28.000 Euro.

Die Italiensehnsucht fand ihren Widerhall in Hermann David Salomon Corrodis abendlichem Tiberufer in Rom vor der Engelsburg mit der Kuppel von St. Peter im Hintergrund für 40.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR) oder in Johann Georg Gmelins sonniger Fischerszene am Golf von Sorrent von 1839 für 18.000 Euro (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Jeweils 30.000 Euro spielten Friedrich Nerlys venezianische Romanze vor der spätgotischen Fassade des kleinen Palazzo Contarini Fasan als „Haus der Desdemona“ (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR) und Giuseppe Barisons alltägliches Leben auf einem der vielen Fischmärkte der Lagunenstadt ein (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Theodor Grolls fast drei Meter breite Vedute der Serenissima mit etwas steifem Figurenpersonal vor dem Dogenpalast musste bei 80.000 bis 100.000 Euro unverrichteter Dinge wieder von dannen ziehen.

Die Kundschaft begeisterte sich vielmehr für Franz von Stucks Tondo mit dem aufgeweckten „Porträt der Tochter Mary mit blauen Schleifen im Haar“ bei 35.000 Euro (Taxe 16.000 bis 18.000 EUR) oder für die Arbeiten Fritz von Willes aus der Sammlung Klaus Alfs. Seine 1914 gemalte „Weihnachtszeit“ mit einer tief verschneiten Kapelle in Kerpen nahm sie bei 38.000 Euro mit (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR) und verhalf seinem etwa gleichaltrigen Hauptwerk der roten „Mohnblüte“ mit 45.000 Euro zum neuen Auktionsrekord für den Eifel-Maler (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Van Ham Kunstauktionen

Hitzelerstraße 2

DE-50968 Köln

Telefon:+49 (0221) 925 86 20

Telefax:+49 (0221) 925 86 24

E-Mail: info@van-ham.com



16.07.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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