Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 21.09.2018 Herbstauktionen 2018

© Venator & Hanstein

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Grafik und Schmuck der 1968er in Berlin

Hermann Jünger, Halsschmuck, 1968

1968 fanden mehrere politische Ereignisse und ein gesellschaftlicher Wandel statt, die sich auch in der Kunst spürbar machten. Mit der Doppelausstellung „2 x 68“ thematisiert das Bröhan-Museum in Berlin zum einen das Grafikdesign des Pariser Kollektivs Grapus, zum anderen den Schmuckgipfel im tschechoslowakischen Jablonec während des Prager Frühlings. Hier trafen Schmuckkünstler aus Ost und West aufeinander und schufen Arbeiten, die zum ersten Mal wieder zu sehen sind. Begleitend haben die Kuratoren eine kleine Dokumentation zum politischen Geschehen des Jahres 1968 zusammengestellt. Zur Grapus-Schau in Berlin gestalteten ehemalige Mitglieder des Kollektivs exklusiv das Ausstellungsplakat.

Einen greifbaren Ausdruck der Studenten- und Arbeiterrevolten des Pariser Mai ’68 die politischen Arbeiten von Grapus. Studenten besetzten die École des Arts Décoratifs in der Hauptstadt. Das dortige Atelier Populaire, die Druckwerkstatt, wurde 1970 zum Gründungsort der Gruppe Grapus mit Pierre Bernard, François Miehe und Gérard Paris-Clavel. In den sechs Folgejahren kamen noch Jean-Paul Bachollet und der Beuys-Schüler Alex Jordan hinzu. Zentral für die Werke von Grapus war die Solidarität mit den streikenden Arbeitern, Kapitalismuskritik oder der Glaube, mit guter Gestaltung zum sozialen Wandel beitragen zu können. Entsprechend lehnte das Kollektiv, das sich 1990 auflöste, die kommerzielle Werbung ab und arbeitete zum Beispiel für die Kommunistische Partei, die Gewerkschaft CGT, für soziale Organisationen und nach 1981 auch für Ministerien. Grapus bricht mit Sehgewohnheiten und nutzt Handschriften, unscharfe Fotos, Flecken und verschiedene Collageelemente in den Druckerzeugnissen. Das Plakat „Fête de la jeunesse“, Fest der Jugend, von 1976 präsentiert vor leuchtend gelben Hintergrund ein blaues Portrait von Karl Marx mit Taucherbrille. Sechs Jahre später verbindet Grapus ein gelbes Smiley mit Hitlers charakteristischer Frisur und Bart zu einer Karikatur, die noch die Ohren von Mickey Mouse erhält. Die Augen bilden die Trikolore sowie das Symbol der Sowjetunion mit Sichel und Hammer. Dieses Plakat warb 1982 für die eigene Ausstellung im jetzigen Musée des Arts Décoratif.

Während der kurzen liberalen Phase des Prager Frühlings fand im nordböhmischen Jablonec nad Nisou das 1. Internationale Silberschmuck-Symposium statt. Schmuckkünstler aus Ost und West kamen hier trotz Eisernem Vorhang Dank der Einladung des Tschechoslowakischen Künstlerverbands zusammen. In der Schau sind 70 damals entstandene und zukunftsweisende Arbeiten der als Begründer des Autorenschmucks geltenden Künstler versammelt, darunter von Jerzey Zaremski, Elisabeth Defner-Kodré und Helfried Kodré, Darina Horváthová, Eleonora Rejtharová, Manaba Magomedova oder Anton Cepka. Hermann Jüngers Halsschmuck erinnert mit den Gelenken und kleinen Stangen an eine dekorative Maschine, Bruno Martinazzis Brosche wirkt wie ein vereinfacht stilisiertes halboffenes Auge, und die Rumänin Florica Farcasu schuf eine filigrane Halskette aus silbernen Fäden und Glassteinen, die wie eine tragbare silberne kinetische Arbeit erscheint.

Die Doppelausstellung „2 x 68. Das französische Grafikerkollektiv Grapus. Jablonec 68 – Der Ost-West-Schmuckgipfel“ läuft bis zum 3. Oktober. Das Bröhan-Museum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro; jeden ersten Mittwoch im Monat ist er frei. Der begleitende Katalog zu Grapus kostet im Museum 14 Euro; die Publikation zu Jablonec ist für 29 Euro zu haben.

Bröhan-Museum
Schlossstraße 1a
D-14059 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 326 906 00
Telefax: +49 (0)30 – 326 906 26

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


05.07.2018, Das französische Grafikerkollektiv Grapus

Veranstaltung vom:


05.07.2018, Jablonec 68 – Der Ost-West-Schmuckgipfel

Bei:


Bröhan-Museum

Variabilder:

Hermann Jünger, Halsschmuck, 1968
Hermann Jünger, Halsschmuck, 1968

Variabilder:

Florica Farcasu, Halsschmuck, 1968
Florica Farcasu, Halsschmuck, 1968

Variabilder:

Jerzey
 Zaremski, Ring, 1968
Jerzey Zaremski, Ring, 1968

Variabilder:

Grapus, Grapus au musée de l’affiche – Paris, 1982
Grapus, Grapus au musée de l’affiche – Paris, 1982

Variabilder:

Grapus, Fête de la jeunesse, 1976
Grapus, Fête de la jeunesse, 1976

Variabilder:

Grapus, Un coeur sous une soutane. Théâtre de la Salamandre, 1977
Grapus, Un coeur sous une soutane. Théâtre de la Salamandre, 1977








News vom 18.09.2018

Bettina Busse geht ans Kunstforum Wien

Bettina Busse geht ans Kunstforum Wien

Yamamoto Masao in Berlin

Yamamoto Masao in Berlin

Barbari-Porträt kehrt nach Dessau zurück

Barbari-Porträt kehrt nach Dessau zurück

St. Gallen zeigt den Blick der Kunst auf aktuelle Probleme

St. Gallen zeigt den Blick der Kunst auf aktuelle Probleme

News vom 17.09.2018

Essener Kohle-Ausstellung erhält Red Dot Award

Essener Kohle-Ausstellung erhält Red Dot Award

Das Konstanzer Konzil schließt seine Pforten

Das Konstanzer Konzil schließt seine Pforten

Lingener Kunstpreis für Georgia Gardner Gray

Lingener Kunstpreis für Georgia Gardner Gray

News vom 14.09.2018

Anthea Hamilton in Wien

Anthea Hamilton in Wien

Goyas Meisterblätter in der Kieler Kunsthalle

Goyas Meisterblätter in der Kieler Kunsthalle

Victoria & Albert Museum eröffnet Dependance in Dundee

Victoria & Albert Museum eröffnet Dependance in Dundee

In München fragt man nach dem Geistigen in der Kunst

In München fragt man nach dem Geistigen in der Kunst

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Frank Fluegel - Aldridge

3. ArtWeekend in Nürnberg 05.-07.10.2018
Galerie Frank Fluegel

Kunsthaus Lempertz - Italienischer Meister des 16. Jahrhunderts, Lukretia

Sänger vor einer italienischen Schänke
Kunsthaus Lempertz

Kunsthaus Lempertz - Putto mit Kardinalshut, nach Ignaz Günther, Allgäu 1970

Wundersame Vielfalt
Kunsthaus Lempertz





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce