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Praemium Imperiale vergeben

Pierre Alechinsky, Christian de Portzamparc und Fujiko Nakaya erhalten den Praemium Imperiale 2018

Die Japan Art Association hat heute die Preisträger des Praemium Imperiale bekanntgegeben. Der Nobelpreis der Künste geht in diesem Jahr an die japanische Bildhauerin Fujiko Nakaya, den belgischen Maler Pierre Alechinsky und den französischen Architekten Christian de Portzamparc. In der Kategorie „Musik“ wird der italienische Dirigent Riccardo Muti, in der Sparte „Theater/Film“ die französische Schauspielerin Catherine Deneuve geehrt. Bei der Preisverleihung am 23. Oktober in Tokio erhalten sie jeweils 15 Millionen Yen, rund 116.500 Euro. Der Nachwuchspreis für junge Künstler und ein Preisgeld von 5 Millionen Yen, rund 39.000 Euro, gehen an die Shakespeare Schools Foundation aus Großbritannien. Das teilte heute in Berlin Klaus-Dieter Lehmann mit, Präsident des Goethe-Instituts und internationaler Berater der Japan Art Association, die heuer das 30jährige Bestehen ihrer renommierten Auszeichnung feiert.

Lehmann würdigte die Preisträger: „Die ausgewählten Künstler zeichnen sich in ihren jeweiligen Ausdrucksformen durch große Eigenständigkeit, Klarheit und Prägnanz aus. Ihre Werke beeindrucken und überzeugen durch ihre Sensibilität ebenso wie durch expressive Kraft. Darin sind sie im Einklang mit der Grundidee des Praemium Imperiale, dass Kunst und künstlerisches Schaffen den kulturellen Dialog über Grenzen und Differenzen hinweg beleben und damit Toleranz, Frieden und Entwicklung der Menschheit unterstützen. Sie alle stehen genau wie der Praemium Imperiale für Begegnung, Austausch und Inspiration zwischen Menschen, Kulturen und Nationen.“

Der 91 Jahre alte Belgier Pierre Alechinsky verbindet in seinen Gemälden, Drucken oder Keramiken als Vertreter des Informel kalligrafische Elemente und literarische Anspielungen mit Tusche und Acryl in leuchtenden Farben und Formen. Trotz seines Alters sei das Schaffen des Wahl-Parisers nach wie vor ungebrochen kraftvoll, schöpferisch und vielseitig und verleihe tiefgründigen Gefühlswelten Ausdruck, so in der Begründung zur Preisvergabe.

Die 1933 geborene Fujiko Nakaya experimentiert mit Wasser, Luft und Wolken und kreiert daraus Nebelskulpturen im realen Raum. Durch den Nebel macht sie das Umfeld des jeweiligen Standortes diffus und lässt auch spontane Formveränderungen ihrer Nebelskulpturen zu, etwa durch Wind. Sichtbares wird unsichtbar, Unsichtbares sichtbar. Auch die in Nebelschwaden gehüllten Betrachter ihrer Installationen will Fujiko Nakaya zu einer Veränderung des Bewusstseins führen.

Der Baustil des Franzosen Christian de Portzamparc, geboren 1944 in Casablanca, wird als kühn, künstlerisch und kreativ bezeichnet. So hat er markante Gebäude wie die Philharmonie in Luxemburg, das Musée Hergé in Belgien, die Französische Botschaft in Berlin und den Prism Tower in New York gestaltet. In Hamburg entstehen unter seiner Regie derzeit Gebäudeensembles in der Hafen City sowie die Überarbeitung des Kreuzfahrtterminals. De Portzamparc wurde bereits im Alter von 50 Jahren mit dem renommierten Pritzker Prize ausgezeichnet.

Riccardo Muti ist einer der bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart. Der Italiener hat mit den führenden Orchestern der Welt konzertiert, darunter den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic und den Wiener Philharmonikern. Zudem war er Chefdirigent des Londoner New Philharmonia Orchestra, des Philadelphia Orchestra und der Mailänder Scala. Seit 2010 steht er dem Chicago Symphony Orchestra vor. Die für ihre anspruchsvollen Rollen berühmte Catherine Deneuve steht seit über 60 Jahren vor der Kamera. In über 100 Filmen hat die Französin gespielt und zumeist schwierigen oder gescheiterten Charakteren eine geheimnisvolle, reservierte Aura verliehen.

„Leben verändern mit der einzigartigen Kraft Shakespeares“ ist das Motto der Shakespeare Schools Foundation. Die wohltätige Organisation nutzt Sprache und Geschichten William Shakespeares, um junge Menschen in Großbritannien zu stärken und in ihrer Entwicklung zu fördern. In Theaterworkshops verhilft sie ihnen zu dem Selbstvertrauen, das sie auf der „Bühne“ ihres künftigen Lebens brauchen. Mit dem Shakespeare Schools Festival betreibt sie das größte Jugendtheaterfestival der Welt. Daran nehmen jährlich 30.000 Schüler unterschiedlicher Herkunft, Bildung und Fähigkeiten teil und erarbeiten eigene Theaterstücke.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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 Alechinsky, Christian de Portzamparc und Fujiko Nakaya erhalten den Praemium Imperiale 2018
Pierre Alechinsky, Christian de Portzamparc und Fujiko Nakaya erhalten den Praemium Imperiale 2018

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