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Carl Philipp Fohr in Darmstadt

Carl Philipp Fohr, Die Wasserfälle am Steinwäldchen unweit Baden, 1814/15

Zum 200. Todestag Carl Philipp Fohrs widmet ihm die Graphische Sammlung des Hessischen Landesmuseums seit dem Wochenende eine Hommage. Der mit 22 Jahren im Tiber beim Baden ertrunkene Fohr, Jahrgang 1795, gelte als Inbegriff des „frühvollendeten“ Romantikers, so die Kuratoren Mechthild Haas und Jennifer Chrost. Das kurze Leben des gebürtigen Heidelbergers scheine ein Sinnbild für den begeisterten Aufbruch und die geistige Spannbreite der Generation der deutschen Romantik zu sein. Das Museum besitzt 354 Zeichnungen des Künstlers, etwa die Hälfte seines Gesamtwerkes, und präsentiert nun eine Auswahl von insgesamt 30 Aquarellen und Zeichnungen.

Laut Haas und Chrost bewegte Carl Philipp Fohrs plötzlicher Tod am 29. Juni 1818 seine Kollegen, da er als begabtester Künstler unter ihnen in Rom galt. Sein Werdegang ist mit Darmstadt verknüpft, da der dortige Hofrat Georg Wilhelm Issel das Talent des späteren Landschaftsmalers erkannte. Issel nahm Fohr mit nach Darmstadt und sicherte dem jungen Mann die Unterstützung der Erb- und Großprinzessin Wilhelmine von Hessen. Sie finanzierte sein einjähriges Studium in München bis Mai 1816 und den späteren Rom-Aufenthalt, wo er sich ein Atelier mit Joseph Anton Koch teilte und von ihm inspirieren ließ.

Die Reise nach Oberitalien und zur Ewigen Stadt unternahm Carl Philipp Fohr zu Fuß in Begleitung seines Hundes Grimsel. Ihn verewigte Fohr in der feinen aquarellierten Federzeichnung „Der Künstler mit zwei Freunden und seinem Hund Grimsel“ von 1816. Das Tier steht hinter den drei schlanken, hochgewachsenen Männern mit schwarzen Kurzmänteln, die Arm in Arm im Gleichschritt voran schreiten. 1815 interessierte Fohr sich für einen Gondoliere in blau-gestreifter Weste und Hose samt Hut, den er zart in einem Boot aquarellierte.

Romantik atmet geradezu das idyllische Aquarell „Die Wasserfälle am Steinwäldchen unweit Baden“ von 1814/15. Die saftig grüne Landschaft mit sanft plätscherndem Bach beleben ein blonder Knabe, der sein Haupt nachdenklich beugt, und sein an der Leine geführtes trinkendes wolliges Schaf. Beide wirken klein vor der reichen und sie zugleich umfangenden Natur, die wie einem Märchen entnommen scheint. Kunstvoll ist Forhs Farbhandhabe, die das Glitzern der Wasserfälle in silbern-weißen Linien effektvoll charakterisiert und das verschattete Grün der rechten Bildhälfte mit der nuancenreichen sonnigen linken Seite kontrastiert.

Die Ausstellung „Hommage an Carl Philipp Fohr“ läuft bis zum 26. August. Das Hessische Landesmuseum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr und am Wochenende von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre ist er frei. Zur Ausstellung liegen zwei ältere Publikationen vor: „Carl Philipp Fohr. Romantik – Landschaft und Historie“ für 24,50 Euro und „Carl Philipp Fohr. 1795-1818. Monographie und Werkverzeichnis“ für 98 Euro.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
D-64283 Darmstadt

Telefon: +49 (0)6151 – 165 70 00
Telefax: +49 (0)6151 – 165 71 99

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


29.06.2018, Hommage an Carl Philipp Fohr

Bei:


Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Variabilder:

Carl Philipp Fohr, Die Wasserfälle
 am Steinwäldchen unweit Baden, 1814/15
Carl Philipp Fohr, Die Wasserfälle am Steinwäldchen unweit Baden, 1814/15

Variabilder:

Samuel Amsler, Gedächtnisbildnis Carl Philipp Fohr,
 1818
Samuel Amsler, Gedächtnisbildnis Carl Philipp Fohr, 1818

Variabilder:

Carl Philipp Fohr, Ein Gondoliere, 1815
Carl Philipp Fohr, Ein Gondoliere, 1815

Variabilder:

Carl Philipp Fohr, Hornberg am Neckar, 1815/18
Carl Philipp Fohr, Hornberg am Neckar, 1815/18

Variabilder:

Carl Philipp Fohr, Der Künstler mit zwei Freunden und seinem Hund
 Grimsel, 1816
Carl Philipp Fohr, Der Künstler mit zwei Freunden und seinem Hund Grimsel, 1816

Künstler:

Carl Philipp Fohr








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