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David Goldblatt gestorben

David Goldblatt ist tot. Er starb am Montag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Johannesburg. In seinen Bildern thematisierte der berühmte südafrikanische Dokumentarfotograf die gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten der Apartheid. Sein Blick lag weniger auf großen politischen Ereignissen als auf einfachen Momenten des Lebens, die die Verhältnisse des rassistischen Apartheid-Regimes verdeutlichten. Goldblatt erklärte dazu: „Ich bin nicht wirklich daran interessiert, und war es auch damals nicht, den Moment zu fotografieren, in dem etwas passiert. Ich bin an den Bedingungen interessiert, die zu Ereignissen führen.“ Nachdem die Apartheid 1994 abgeschafft wurde, widmete sich der Fotograf weiterhin den sozialen und politischen Strukturen sowie den gesellschaftlichen Spannungen seiner Heimat und analysierte ihren Wandel. Dabei entstand ein beeindruckendes fotografisches Zeugnis der südafrikanischen Kultur und gleichzeitig ein Korpus an Arbeiten, die ihn zu einem der bedeutendsten dokumentarisch arbeitenden Fotografen der Gegenwart werden ließen.

David Goldblatt wurde 1930 in Randfontein westlich von Johannesburg als Enkel jüdischer Immigranten aus Litauen geboren. Im Alter von 18 Jahren begann er zu fotografieren. 1948 versuchte er vergeblich, als Fotojournalist zu arbeiten, ein damals in Südafrika fast unbekannter Broterwerb. Es folgte die Beschäftigung im elterlichen Herrenmodegeschäft und ein Wirtschaftsstudium an der University of Witwatersrand in Johannesburg. Danach kehrte Goldblatt zur Fotografie zurück und verkaufte nach dem Tod seines Vaters 1962 das Modegeschäft. Er begann mit Auftragsarbeiten für Zeitschriften und die Werbung. Hiervon differenzierte er seine künstlerische Tätigkeit. In mehreren Serien fing er die unterschiedlichen Lebenswelten der weißen und schwarzen Südafrikaner ein. Gemeinsam mit der Schriftstellerin Nadine Gordimer schilderte er in „On The Mines“ das Arbeitsleben schwarzer Minenarbeiter und in „Boksburg“ das Leben der privilegierten weißen Bewohner.

1998 erschien die Publikation „South Africa: The Structure of Things then“ mit einer seiner wichtigsten Fotoserien. 15 Jahre lang arbeitete Goldblatt daran, südafrikanische Erinnerungsorte zu zeigen, die die sozialen Verwerfungen des Landes widerspiegeln. Nun endete auch die Phase der Schwarz-Weiß-Fotografie in Goldblatts Werk. Teil seiner farbfotografischen Arbeiten war etwa die Auseinandersetzung mit einer aufgegebenen Asbest-Mine in Australien oder die „Platteland Intersections“. Dafür bereiste der Künstler die südafrikanische Provinz und schilderte die Veränderungen von Lebensweisen und Landschaft nach der Abschaffung der Apartheid, die eine Neuorientierung der Menschen erforderte.

Goldblatts Werk kennzeichnet die Zusammenführung von politischer und realer Geografie, die er in Umformungen der Stadt und des Landes verdeutlicht. So führte er in den 1990er Jahren die Serie „Johannesburg Intersections“ aus den 1960er Jahren fort und legte einen Schwerpunkt auf die Veränderungen der Metropole. Ab 2006 nutzte Goldblatt auch wieder die Schwarz-Weiß-Fotografie. Seine Bilder wurden weltweit in Zeitungen und Museen ausgestellt, etwa im Centre Georges Pompidou in Paris, dem Museum of Modern Art in New York oder auf der Documenta in Kassel. Er gewann mehrere Preise, darunter den Henri Cartier-Bresson Preis und war nach Malick Sidibé der zweite Afrikaner, der den renommierten Hasselblad-Preis erhielt. 2011 sollte er den südafrikanischen Order of Ikhamanga erhalten, den Goldblatt jedoch aus politischen Gründen ablehnte.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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