Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 22.09.2018 Kunstauktion 22. September 2018

© Auktionshaus Stahl

Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Anzeige

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Richard Riemerschmid im Germanischen Nationalmuseum

Richard Riemerschmid, Nürnberger Zimmer, 1900

Am 20. Juni 1868 wurde in München der Architekt und Kunstgewerbler Richard Riemerschmid geboren. „Dieses Datum scheint spurlos an der Fachwelt vorübergegangen zu sein“, stellte Ulrich Großmann, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg, fest. Denn kein anderes Museum würdigt den 150. Geburtstag des Künstlers, anders als es bei Peter Behrens, der im selben Jahr zur Welt kam. Da Möbel und kunstgewerbliche Objekte zum Fundus des Germanischen Nationalmuseums gehören, veranstaltet es nun eine konzentrierte Werkschau unter dem Titel „Richard Riemerschmid. Möbelgeschichten“.

Riemerschmid war bestrebt, formschöne Möbel für die breite Masse zu kreieren. Dabei standen günstige Preise, automatisierte Produktion sowie handwerklich anmutende, klare, elegante Jugendstilformen im Fokus. Drei Möbelensembles ragen aus den 100 Exponaten heraus. Den Auftakt bestreitet das sogenannte „Nürnberger Zimmer“. Die Entwürfe der Gruppe aus Büfett, Kommode, Tisch und Stühlen gingen um 1900 als Sieger aus einem Wettbewerb hervor, in dem eine schlichte Einrichtung für ein 16 Quadratmeter großes Wohnzimmer gefordert war, das nicht mehr als 350 Mark kosten durfte. Die einfache Eleganz überzeugte zwar die Jury, nicht jedoch potentielle Kunden, denen die Möbel zu nackt erschienen. Deutlich mehr im Jugendstil verortet und deshalb femininer angehaucht ist das 1904 entworfene Damenzimmer, das auf der „Dritten Deutschen Kunstgewerbe-Ausstellung“ in Dresden 1906 präsentiert und dort von einem Arzt erworben wurde. Grün gebeizte Oberflächen, stilisierte Blätter und Ranken sowie asymmetrisch geformte Füllungen zeichnen die einzelnen Bestandteile aus.

Ein Schwerpunkt der Schau nimmt Bezug auf Riemerschmids Tätigkeit für den Tischler und Unternehmer Kurt Schmidt, der in Hellerau bei Dresden die „Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst“ etablierte. Nach dem Vorbild der englischen Gartenstadt ließ er nach Riemerschmids Plänen eine Siedlung anlegen und übertrug dem ausgewiesenen Anhänger der Gartenstadtbewegung die Verantwortung für ein eigens entwickeltes Maschinenmöbelprogramm. Neben Siedlungs- und Ausstattungsplänen zeigt die Ausstellung als dritte Möbelgruppe ein 1906 entstandenes Junggesellenzimmer aus diesem Programm. Mit Nachdruck thematisiert Kuratorin Petra Krutisch Riemerschmids Aktivitäten in Nürnberg, so seine Lehrtätigkeit im Rahmen von Meisterkursen am Bayerischen Gewerbemuseum, in der Stadt realisierte Raumausstattungen oder den Anstoß erregenden Plakatentwurf für die Nürnberger Landesausstellung im Jahr 1896: Richard Riemerschmid musste die Handwerkszweige symbolisierenden nackten Knaben schließlich mit einem Lendenschurz versehen.

Die Ausstellung „Richard Riemerschmid. Möbelgeschichten“ läuft bis zum 6. Januar 2019. Geöffnet ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 21 Uhr. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museum 10 Euro kostet.

Germanisches Nationalmuseum
Kartäusergasse 1
D-90402 Nürnberg

Telefon: +49 (0)911 – 13 31 0
Telefax: +49 (0)911 – 13 31 20


21.06.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


21.06.2018, Richard Riemerschmid. Möbelgeschichten

Bei:


Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

Variabilder:

Richard Riemerschmid, Nürnberger Zimmer, 1900
Richard Riemerschmid, Nürnberger Zimmer, 1900

Variabilder:

Richard Riemerschmid, Damenzimmer, 1904
Richard Riemerschmid, Damenzimmer, 1904

Variabilder:

Richard Riemerschmid, Junggesellenzimmer aus dem Maschinenmöbel-Programm,
 1906
Richard Riemerschmid, Junggesellenzimmer aus dem Maschinenmöbel-Programm, 1906

Variabilder:

Richard Riemerschmid, Grundrisse und Möblierungsvorschläge für die
 Gartenstadt Hellerau, 1908
Richard Riemerschmid, Grundrisse und Möblierungsvorschläge für die Gartenstadt Hellerau, 1908

Variabilder:

Richard Riemerschmid, um 1910
Richard Riemerschmid, um 1910

Variabilder:

Richard Riemerschmid, Prospekt zur „Bayerischen
 Landesausstellung“ in Nürnberg, 1896
Richard Riemerschmid, Prospekt zur „Bayerischen Landesausstellung“ in Nürnberg, 1896

Künstler:


Richard Riemerschmid








News vom 13.07.2018

Ulm widmet sich dem Jahr 1968 an der HfG

Ulm widmet sich dem Jahr 1968 an der HfG

Nürnberg kooperiert mit Goshka Macuga

Nürnberg kooperiert mit Goshka Macuga

Wolfgang Kemp wird mit dem Sigmund-Freud-Preis geehrt

Wolfgang Kemp wird mit dem Sigmund-Freud-Preis geehrt

Köln erfreut sich an schillerndem Glanz des Barock

Köln erfreut sich an schillerndem Glanz des Barock

News vom 12.07.2018

Walter Becker in Singen

Walter Becker in Singen

Neuer Vorstand im Verein Schlösser und Gärten in Deutschland

Glasgow School of Art soll wiederaufgebaut werden

Glasgow School of Art soll wiederaufgebaut werden

Grafik und Schmuck der 1968er in Berlin

Grafik und Schmuck der 1968er in Berlin

News vom 11.07.2018

Neue Mitglieder der Akademie der Künste in Berlin

Neue Mitglieder der Akademie der Künste in Berlin

Verschollenes Oelze-Gemälde fürs Städel

Verschollenes Oelze-Gemälde fürs Städel

Praemium Imperiale vergeben

Praemium Imperiale vergeben

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Koller Auktionen AG - Kees van Dongen, L’Egyptienne, 1910-11

Grosses Interesse für moderne und zeitgenössische Werke von Van Dongen, Kirchner & Cragg
Koller Auktionen AG

Galerie Frank Fluegel - Julian Opie - Running Woman

JULIAN OPIE - Running Woman Wieder verfügbar.
Galerie Frank Fluegel





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce