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Sam Gilliam: Farbenrausch im Kunstmuseum Basel

in der Ausstellung „The Music of Color. Sam Gilliam, 1967-1973“

Das Kunstmuseum Basel zeigt unter dem Titel „The Music of Color“ eine Auswahl mit 45 Werken von Sam Gilliam und präsentiert damit die erste institutionelle Einzelausstellung des Künstlers in Europa. Ein Großteil der Objekte in der Ausstellung sind seine sogenannten „Drapes“, die der Afroamerikaner von 1967 bis 1973 schuf. Dabei goss Gilliam stark verdünnte oder aber schwere und dickflüssige Acrylfarbe direkt auf die unpräparierte Leinwand, faltete und zerknitterte diese, während die Farbe noch nass war. Die bunten Stoffe drapierte er in unterschiedlichen, mal floralen, mal anthropomorphen, mal figürlichen, mal völlig willkürlichen Formen. Durch das Hängen, Legen und Stellen verlieh er diesen einen skulpturalen Charakter, der sich mit jedem neuen Arrangement verändert und mit den Räumen der Ausstellung interagiert. Auch deshalb unterstützte der Künstler die Kuratoren Jonathan Binstock und Josef Helfenstein bei der Inszenierung der Basler Schau. In „Autumn Surf“ wird der Galeriesaal so auf einmal zum wogenden Meer.

Eine zweite Gruppe seiner Werkauswahl bilden die „Slices“. Dabei spannte Gilliam die mit Farbe begossene Leinwand nach dem Falten und Knicken auf einen abgeschrägten Keilrahmen auf. Dadurch verlieh er den zufälligen Mustern eine objekthafte und räumliche Qualität. Seine Kunst ist nicht per se politisch, trotzdem greift er in den Titeln seiner Werke wiederholt die Rassenproblematik in seiner Heimat Amerika auf. Mehrere Leinwände spielen auf das Attentat auf Martin Luther King vom 4. April 1968 an, und in „Composed (formerly) Dark as I am“ setzt er sich mit seiner eigenen Rolle als schwarzer Maler neben den Abstrakten Expressionisten und Vertretern der Pop Art auseinander.

Sam Gilliam wurde 1933 im US-Bundesstaat Mississippi geboren und studierte Kunst bis 1961 an der University of Louisville in Kentucky. Mitte der 1960er Jahre war er einer der ersten Künstler, die mit dem Verzicht eines Rahmens für die Leinwand die Kunst revolutionierten und wichtige neue Impulse in die abstrakte Malerei einbrachten. Für diese Pionierleistung würdigte ihn das Museum of Modern Art in New York bereits 1971 mit einer Einzelausstellung. Als erster schwarzer Künstler durfte er die USA 1972 auf der Biennale in Venedig vertreten. Sam Gilliam unterrichtete an der Corcoran School of Art, am Maryland Institute College of Art und an der Carnegie Mellon University und erhielt acht Ehrendoktortitel. Außerdem wurde er 1999 zum Mitglied der National Academy of Design gewählt.

Die Ausstellung „The Music of Color. Sam Gilliam, 1967-1973“ läuft bis zum 30. September. Das Kunstmuseum Basel hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 26 Franken, ermäßigt 8, 13 oder 18 Franken. Der Ausstellungskatalog ist im Verlag der Buchhandlung Walther König für 38 Franken erschienen.

Kunstmuseum Basel | Neubau
St. Alban-Graben 20
CH-4010 Basel

Telefon: +41 (0)61 – 206 62 62
Telefax: +41 (0)61 – 206 62 52


19.06.2018

Quelle: Kunstmark.com/Maria Schabel

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09.06.2018, The Music of Color. Sam Gilliam, 1967–1973

Bei:


Kunstmuseum Basel

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Sam Gilliam, Whirlirama, 1970
Sam Gilliam, Whirlirama, 1970

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Sam Gilliam, Light Depth, 1969
Sam Gilliam, Light Depth, 1969

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Sam Gilliam
Sam Gilliam

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in der Ausstellung „The Music of Color. Sam Gilliam, 1967-1973“
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in der Ausstellung „The Music of Color. Sam Gilliam, 1967-1973“
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in der Ausstellung „The Music of Color. Sam Gilliam, 1967-1973“
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in der Ausstellung „The Music of Color. Sam Gilliam, 1967-1973“
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