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Sebastian Speckmann im Museum Franz Gertsch

Sebastian Speckmann, Songs from the second floor, 2017

Das Museum Franz Gertsch im schweizerischen Burgdorf widmet sich wie sein Namensgeber gerne der Druckgrafik. Nun präsentiert es in seinem Kabinett druckgrafische Arbeiten von Sebastian Speckmann und richtet damit dem 1982 in Wolfen bei Bitterfeld geborenen Künstler die erste Ausstellung in der Schweiz aus. Dafür hat Kuratorin von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit Speckmann aktuelle groß- und kleinformatige Linolschnitte sowie eine Wandinstallation ausgewählt. Ein Teil der Arbeiten ist eigens für die Schau in Burgdorf entstanden.

Sebastian Speckmann hat von 2003 bis 2011 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Neo Rauch und Heribert C. Ottersbach sowie dazwischen ein Jahr an der Royal Academy of Arts in London studiert. Für sein Schaffen erhielt er 2007 den ersten Preis beim Wettbewerb „Linolschnitt heute“ der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen. Speckmann arbeitet vorwiegenden mit den Medien Linolschnitt, Holzschnitt, Zeichnung und Computerausdruck, die er schon einmal collagiert oder zu großen Wandinstallationen ausbaut und darauf kleinere Arbeiten inszeniert. Schwarz und Weiß sind dabei seine bevorzugten Farben, seine Drucke tendenziell dunkel gehalten.

Mit vielfältigen Schnitt- und Stichmethoden, linear und punktuell, arbeitet Sebastian Speckmann die vorwiegend gegenständlichen Darstellungen in die Platte hinein. Die Landschaften und Szenen, die so entstehen, erscheinen vertraut und real. Bei genauerer Betrachtung lassen sie sich jedoch nicht exakt in Raum und Zeit verankern, nehmen oft surreale und geheimnisvolle Züge an, wie der kopflose Mann, der in „Songs from the second floor“ von 2017 eine spiegelnde Scheibe durch eine triste Wohnbebauung mit übergroßem Obelisken trägt oder das etwas aus der Zeit gefallene Filmsetting, das Speckmann 2014 mit „Hirte“ betitelt hat. Die Motive entstehen aus seinem persönlichen Erinnerungs- und Bilderschatz, doch auch der Betrachter kann darin Erfahrungen aus seiner eigenen Welt entdecken.

Die Ausstellung „Sebastian Speckmann. Some things can be left unsaid“ ist bis zum 26. August zu sehen. Das Museum Franz Gertsch hat mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags sowie sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 12 Franken, ermäßigt 8 Franken. Am Samstag ist der Eintritt für alle Besucher ermäßigt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Freiburger Modo Verlag.

Museum Franz Gertsch
Platanenstrasse 3
CH-3401 Burgdorf

Telefon: +41 (0)34 – 421 40 20
Telefax: +41 (0)34 – 421 40 21

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


09.06.2018, Sebastian Speckmann. Some things can be left unsaid

Bei:


Museum Franz Gertsch

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Künstler:

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