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Hommage an den „Kohlekünstler“ Jannis Kounellis in Duisburg

Jannis Kounellis, Ohne Titel, 2000

Gerade der griechischstämmige Arte Povera-Pionier Jannis Kounellis hat sich immer wieder mit Kohle und Stahl in seinem Schaffen auseinandergesetzt. An der Ruhr wurden seine Werke erstmals bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen im Jahr 1993 präsentiert. Dies war quasi seine Eintrittskarte zur Ruhrregion. Denn während er von 1993 bis 2001 an der Düsseldorfer Kunstakademie lehrte, verwendete er tatsächlich Kohle und Stahl aus dem Kohlenpott für seine Arbeiten. Daher ist es selbstredend, dass auch Kounellis angemessen im derzeit von 17 Ruhrgebietsmuseen veranstalteten Ausstellungszyklus „Kunst & Kohle“ vertreten ist. So plante das Museum Küppersmühle eine Schau mit dem Künstler, der während der Vorbereitungen 2017 unerwartet mit 80 Jahren in Rom verstarb. Auch aufgrund der schwierigen, ungeregelten Nachlasssituation veränderten die Kuratoren Ferdinand Ullrich und Walter Smerling die Konzeption der Duisburger Ausstellung zu einer Hommage mit Werken aus vornehmlich privaten Kollektionen und stellten Kounellis dialogisch Arbeiten von sechs weiteren Künstlern zur Seite.

Von den rund 40 Exponaten, Werkgruppen und Installationen stammt rund die Hälfte von Jannis Kounellis. Aus wertlosen Alltagsgegenständen und Substanzen schuf er poetische Installationen. Sie erzählen vom Kreislauf, in dem sich Natur in ein neues Material transformiert und der zugleich Voraussetzung für Fortschritt, Industrie und Aufschwung ist. Anorganisches Material wie Kohle und Stahl trifft dabei auf organische Stoffe wie Jute, Filzdecken, Hanfseile. Die Gesellschaft der industriellen Revolution und die Ursprünge heutiger Kultur wollte Kounellis damit beleuchten. Ein besonders raumgreifendes Exponat von den sechs weiteren Künstlern ist Anselm Kiefers „Klingsors Garten“. Aus einem Kreis von Kohlebrocken entsprießen Sonnenblumen als Symbol für stetiges Vergehen und Werden.

Neben Installationen von Bernar Venet, Ayse Erkmen und Sun Xun zeichnet sich vor allem die „Tränenpresse“ des jüngeren Deutschen Michael Sailstorfer durch Einfallsreichtum aus. Die von ihm entworfene Maschine presst Kohlestücke nicht wie gewohnt zu Briketts, sondern produziert sie in der Form von Kohletränen, die in einem Ofen in der Gestalt eines Röhrenfernsehgerätes symbolisch verheizt werden. Zum Abschluss thematisiert der Konzeptkünstler Timm Ulrichs die der Kohle innewohnende (selbst)zerstörerische Kraft. Eine aus Briketts geschaffene Ofenarchitektur verbrennt sich selbst. Die Ausstellung präsentiert sowohl das Video dieser Inszenierung, als auch eine originales, brennbares Ofenmodell aus Briketts. Zur Finissage wird der Ofen dann lodern. Auch das Zeitalter der Steinkohle ist dann vorbei.

Die Ausstellung „Kunst & Kohle. Hommage an Jannis Kounellis“ ist bis zum 28. Oktober zu besichtigen. Das Museum Küppersmühle hat mittwochs von 14 bis 18 Uhr, donnerstags bis sonntags sowie feiertags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4,50 Euro bzw. 2 Euro. Der Katalog kostet an der Museumskasse 29 Euro.

Museum Küppersmühle
Philosophenweg 55
D-47051 Duisburg

Telefon: +49 (0)203 – 30 19 48 11
Telefax: +49 (0)203 – 30 19 48 21

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


08.06.2017, Kunst & Kohle - Hommage an Jannis Kounellis

Bei:


Museum Küppersmühle

Bericht:


An der Peripherie

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Bernar Venet, Indeterminate Surface, 1998
Bernar Venet, Indeterminate Surface, 1998

Variabilder:

Timm Ulrichs, Kohleofen (brennbar), 1975/2018
Timm Ulrichs, Kohleofen (brennbar), 1975/2018

Variabilder:

Michael Sailstorfer, Tränenpresse, 2018
Michael Sailstorfer, Tränenpresse, 2018

Variabilder:

Jannis Kounellis, Ohne Titel (Großes Lazarett), 2000
Jannis Kounellis, Ohne Titel (Großes Lazarett), 2000

Variabilder:

Jannis Kounellis, Ohne Titel, 2005
Jannis Kounellis, Ohne Titel, 2005

Variabilder:

Anselm Kiefer, Klingsors Garten, 2018
Anselm Kiefer, Klingsors Garten, 2018








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