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Dachbodenfund bringt Millionenwert

Vase im famille rose-Dekor der Qianlong-Periode bringt 14,2 Millionen Euro

Gestern hat die Niederlassung von Sotheby’s in Paris mit einem Dachbodenfund einen zweistelligen Millionenbetrag erwirtschaftet. Eine chinesische Porzellanvase des 18. Jahrhunderts im famille rose-Dekor brachte es auf 14,2 Millionen Euro. Auf der prachtvollen Vase, die in der Regierungszeit des Herrschers Qianlong (1736-1795) in den kaiserlichen Werkstätten von Jingdezhen hergestellt wurde, ist eine fernöstliche Berglandschaft mit Wasserfall, Kiefern, Hirschen und Kranichen zu sehen. Nach einem zwanzigminütigen Bieterwettkampf wurde sie unter Beifall des Publikums einem anonymen chinesischen Sammler zugeschlagen. Mit Aufgeld musste er knapp 16,2 Millionen Euro zahlen. Das entspricht sowohl dem höchsten Preis, den Sotheby’s bisher in Frankreich erzielt hat, als auch dem teuerstes asiatischen Objekt bei Auktionen in der Republik. Angesetzt war die Vase mit 500.000 bis 700.000 Euro.

Dabei hatten die Einlieferer laut Sotheby’s keine Ahnung von der Qualität und dem Wert des Objekts. Erst kürzlich entdeckten sie die Vase mit anderen Asiatika auf dem Dachboden ihres Hauses und brachten sie in einem Schuhkarton in die Dependance des Auktionshauses in Paris. Dort erkannte der Experte Olivier Valmier die Einzigartigkeit und die hohe Güte des Stücks. Wie das wertvolle Yangcai-Porzellan zur der französischen Familie kam, ist nicht sicher. Die Provenienz lässt sich bis 1947 nachverfolgen, als die Großeltern der Verkäufer die Vase von einem Onkel erbten. Wahrscheinlich hatte sie ein Vorfahre der Familie im späten 19. Jahrhundert in Paris gekauft. Denn die einzige vergleichbare Vase, die heute zum Bestand des Musée Guimet in Paris gehört, hatte der Sammler Ernest Grandidier um 1890 bei dem Asiatika-Händler Philippe Sichel erworben.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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12.06.2018, A Magnificent Imperial ‘Yangcai Crane and Deer Ruyi Vase’

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