Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 29.06.2018 Auktion A185: Schweizer Kunst

© Koller Auktionen AG

Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Anzeige

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

250. Todestag von Johann Joachim Winckelmann

Anton von Maron, Bildnis Johann Joachim Winckelmann, 1768

Am 8. Juni 1768 starb Johann Joachim Winckelmann bei Triest durch einen gewalttätigen Angriff und damit eine der prägendsten Gestalten in der Kunstwelt. Gilt er doch als Mitbegründer der Archäologie und der Kunstgeschichte und bereitete dem Klassizismus den Weg. Der Gelehrte stammte aus Sachsen-Anhalt, wo er am 9. Dezember 1717 in Stendal in ärmlichen Verhältnissen geboren wurde. Es waren sein Lerneifer und seine Freude an den alten Sprachen, die ihm den Besuch des Gymnasiums ermöglichten. Nach einem abgebrochenen Theologie- und Medizinstudiums arbeitete Winckelmann als Lehrkraft. Parallel widmete er sich im Selbststudium der Philosophie und Philologie. Die entscheidende Wende kam 1748 mit seiner Anstellung in der bedeutenden Bibliothek von Heinrich Graf von Bünau auf Schloss Nöthnitz bei Dresden. Winckelmann besuchte die dortige Gemäldegalerie und vertiefte sich in die Antikensammlung. Der junge Gelehrte konnte Alberico Archinto, den päpstlichen Nuntius in Sachsen, von sich überzeugen, der ihm eine Stelle als Bibliothekar in Rom anbot. Damit verbunden war die Konvertierung zum Katholizismus.

1755 kam Johann Joachim Winckelmann nach Rom und bereiste in den Folgejahren Italien, darunter auch Neapel und Pompeji. Aufgrund seiner Leistungen in der Bearbeitung der Gemmensammlung des Barons Philipp von Stosch in Florenz wurde Winckelmann 1759 in die „Accademia Etrusca“ aufgenommen. Entscheidende Errungenschaften des Forschers, den unter anderem Johann Wolfgang von Goethe bewunderte und ihn als „neuen Kolumbus“ bezeichnete, war die Idee der Beschreibung des sich verändernden Stil der Epochen und ihre Abfolge, die er als Wachstum, Blüte, Veränderung und Verfall der Kunst definierte. Seine international einflussreichen Schriften „Gedanken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst“ von 1750 und sein 1764 publiziertes Hauptwerk „Geschichte der Kunst des Altertums“ verfasste Winckelmann gezielt auf Deutsch und nicht im Gelehrtenlatein, um eine möglichst große Leserschaft ansprechen zu können. Die höchste Aufgabe der Kunst sei es, die Schönheit darzustellen. Er stellte den opulenten und verspielten Strömungen des Barock und Rokoko die Formel der „edlen Einfalt und stillen Größe“ entgegen, die er in der Kunst der Antike realisiert sah. Seine Ideen brachten den Klassizismus hervor und wurden insbesondere durch Goethe und die Weimarer Klassik weiter getragen.

Johann Joachim Winckelmann erreichte den Höhepunkt seiner Karriere und Anerkennung 1763, als er durch Papst Clemens XIII. zum ersten deutschen Präsidenten der Altertümer in und um Rom ernannt wurde. Damit wurde er der ranghöchste Archäologe in der Ewigen Stadt. Fünf Jahre später erstach der vorbestrafte Koch Francesco Arcangeli aus Habgier den Gelehrten. Nach der Tat wurde Arcangeli rasch gefasst und zum Tod verurteilt. Bis heute halten die Spekulationen für Motive des Mordes an. So nennt die Winckelmann-Gesellschaft auch die Vermutungen, die Jesuiten wollten den Freigeist beseitigen oder Winckelmann habe sich in seiner homosexuellen Veranlagung mit Arcangeli eingelassen. Bestattet wurde er im Gemeinschaftsgrab in Triest, geriet zunächst in Vergessenheit und wurde erst 50 Jahre später mit einem monumentalen Marmorsarkophag geehrt.

Zum Todestag wollte die Winckelmann-Gesellschaft die Renovierung ihres Museums in Stendal beendet haben. Für Ende Mai war die Wiedereröffnung geplant. Doch daraus ist nichts geworden. Grund sind baubedingte Verzögerungen der Renovierungsmaßnahmen, die keine neue Terminangabe erlauben. Angepeilt ist jetzt September. Dafür hat jetzt Triest ein Winckelmann-Museum. So hat der Stadtrat beschlossen, dem Archäologischen Museum auf San Giusto den Namen „Museo d’Antichità J.J. Winckelmann“ zu geben. Der feierliche Akt der Umbenennung findet heute zum Todestag statt.


08.06.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Bericht:


Wechselspiele zwischen Moderne und Antike

Variabilder:

Anton von Maron, Bildnis Johann Joachim Winckelmann, 1768
Anton von Maron, Bildnis Johann Joachim Winckelmann, 1768

Variabilder:

Der 1823 von Antonio
 Bosa geschaffene Kenotaph für Johann Joachim Winckelmann in Triest
Der 1823 von Antonio Bosa geschaffene Kenotaph für Johann Joachim Winckelmann in Triest








News vom 19.06.2018

Neubesetzungen im Museum Folkwang

Neubesetzungen im Museum Folkwang

Sam Gilliam: Farbenrausch im Kunstmuseum Basel

Sam Gilliam: Farbenrausch im Kunstmuseum Basel

Friedrich Werthmann gestorben

Friedrich Werthmann gestorben

News vom 18.06.2018

Aenne Biermann in Köln

Aenne Biermann in Köln

Bâloise-Kunstpreis vergeben

Bâloise-Kunstpreis vergeben

Kunsthochschule in Glasgow ging wieder in Flammen auf

Kunsthochschule in Glasgow ging wieder in Flammen auf

News vom 15.06.2018

Zac Langdon-Pole gewinnt BMW Art Journey

Zac Langdon-Pole gewinnt BMW Art Journey

Sebastian Speckmann im Museum Franz Gertsch

Sebastian Speckmann im Museum Franz Gertsch

Etel Adnan in Bern

Etel Adnan in Bern

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Kunsthaus Lempertz - Piero Manzoni, Achrome, um 1958

Manzoni mit großem Erfolg
Kunsthaus Lempertz

Beckmanns „Ägypterin“: Der höchste Auktionspreis, der je in Deutschland für ein Gemälde erzielt wurde
Grisebach GmbH

Photoauktion bei Grisebach: Quantensprung auf dem Deutschen Photomarkt – 488.000 EUR für Photogramm von László Moholy-Nagy
Grisebach GmbH

Galerie Frank Fluegel - Aldridge - New Utopias #1

Ausstellung 28.09.2018: „Miles Aldridge – Dazzling beauty“
Galerie Frank Fluegel





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce