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Journal

Die 7. Triennale der Photographie in Hamburg stellt sich mutig den virulenten Fragen unserer Gegenwart. In den nächsten vier Monaten wird die gesamte Bandbreite des Mediums Fotografie an der Elbe zu sehen sein. Wer den Festivalpart der Großveranstaltung besuchen möchte, muss sich allerdings beeilen: Dieser dauert nur bis zum 17. Juni

Welt im Wandel



Hanns-Jörg Anders, Unruhen in Nordirland (Londonderry), 1969

Hanns-Jörg Anders, Unruhen in Nordirland (Londonderry), 1969

Mit Zahlen wird schon einmal nicht gegeizt. Die am 7. Juni begonnene Triennale der Photographie in Hamburg wartet in den nächsten vier Monaten mit über 320 Künstlern, 90 Ausstellungsorten und mehr als 250 Veranstaltungen auf. Die mittlerweile siebte Ausgabe des Festival- und Ausstellungsmarathons steht unter dem Motto „Breaking Point“. Der 1979 im polnischen Lodz geborene Krzysztof Candrowicz ist bereits zum zweiten Mal Künstlerischer Leiter der Triennale. Er will mit seiner Auswahl an künstlerischen Positionen die „sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen, biologischen, technologischen und demografischen Veränderungen unserer Zeit“ beleuchten, „die letztlich unser aller Leben betreffen“. Gewiss ein hoher Anspruch, der da an alle Akteure und Kuratoren gelegt wird.


Candrowicz ruft zudem die gängigen Befehlstasten der Computertastatur ins Gedächtnis, um die Unterkapitel der Triennale zu bezeichnen: [ENTER], [SPACE], [HOME], [SHIFT], [CONTROL], [RETURN], [DELETE] und [ESCAPE] lauten daher die Titel der einzelnen Ausstellungen in den großen Hamburger Kunstinstitutionen, die praktisch alle mit von der Partie sind. Die weitaus meisten Präsentationen sind den ganzen Sommer über zu sehen. Die programmatische Einführungsveranstaltung [ENTER], von Candrowicz selbst gemeinsam mit Emma Bowkett kuratiert, ist dezidiert politisch ausgerichtet. 15 Fotografen beschäftigen sich hier mit den virulenten Fragen unserer Zeit: vom Klimawandel über die Fluchtbewegungen bis hin zur Bedrohung durch Cyberterrorismus. Sie wird jedoch nur während der ersten zehn Tage der Triennale zu sehen sein, die als Festival veranstaltet werden, wie bereits bei den früheren Ausgaben praktiziert.

Das Festivalzentrum befindet sich auf dem Vorplatz der Deichtorhallen. Hier werden sich in den ersten zehn Tagen, bei hoffentlich gutem Wetter, Fotoenthusiasten aus der ganzen Welt einfinden, um in über 30 begehbaren Containern auf die Stände von Kunsthochschulen, anderen Foto-Festivals, Verlagen und Stiftungen zu stoßen. Ein dichtes Programm mit Film- und Fotoscreenings, Künstlergesprächen, Podiumsdiskussionen und vielen anderen Veranstaltungsformaten lädt zudem zur intensiven inhaltlichen Auseinandersetzung ein.

Zu den Höhepunkten der Triennale zählt auch die von Sabine Schnakenberg kuratierte Schau „[SPACE] Street. Life. Photography“ im Haus der Photographie der Deichtorhallen mit rund 320 Werken aus sieben Jahrzehnten. Mit dabei sind Altmeister der Street Photography wie Robert Frank, William Klein oder Lee Friedlander, aber auch junge Positionen, etwa der für seine sozialkritische Dokumentarfotografie aus den Pariser Banlieues bekannte algerische Fotograf Mohamed Bourouissa. Die Hamburger Kunsthalle wiederum untersucht in der Ausstellung „[CONTROL] No Control“, wie omnipräsente Überwachungskameras, Gesichtserkennungssoftware und Künstliche Intelligenz den öffentlichen Raum vermessen. Rund 80 Werke von 15 Künstlern, darunter das Duo Adam Broomberg und Oliver Chanarin, Harun Farocki oder Trevor Paglen, zeigen subversive Strategien auf, mit deren Hilfe man den Überwachungswahn privater Konzerne und staatlicher Organe ins Leere laufen lassen kann.

Welche Bilder bekommen wir zu sehen? Welche werden schon weit vor der Veröffentlichung aussortiert? Und warum eigentlich? Dem gerade angesichts von „Fake News“ und „Alternative Facts“ virulenten Thema von Auswahl und Zensur im Bildjournalismus widmet sich die spannende Ausstellung [DELETE] im Museum für Kunst und Gewerbe. Die Kuratoren Esther Ruelfs und Sven Schumacher nehmen vier ausgesuchte Magazinstrecken aus den Zeitschriften „Stern“, „Playboy“, „Kristall“ und „Der Bote für die evangelische Frau“ zwischen 1968 und 1983 unter die Lupe. Archivmaterialien und Interviewfilme mit den damals Beteiligten vermitteln intime Einblicke in redaktionelle Prozesse.

Die Erosion des privaten Bildes in Zeiten millionenfach digital verbreiteter Profilbilder untersucht wiederum die Ausstellung [SHIFT] mit Arbeiten von Calla Henkel und Max Pitegoff im Kunstverein. Erstmals findet in diesem Jahr auch eine sogenannte [OFF] Triennale mit insgesamt 17 Satellitenausstellungen in Galerien, Künstlerhäusern und alten Industriehallen statt. Der Hamburger Sommer steht also ganz im Zeichen der Fotografie.

Die 7. Triennale der Photographie Hamburg findet an rund 50 verschiedenen Ausstellungsorten in der ganzen Stadt, darunter in allen großen Museen und Kunstinstitutionen, statt. Das engere Festival läuft bis zum 17. Juni. Die meisten Ausstellungen sind bis zum Ende des Sommers zu sehen. Bei Hartmann Books ist eine 352seitige Publikation mit rund 300 Abbildungen für 39 Euro erschienen; während des Festivals kostet sie nur 35 Euro.

Kontakt:

Deichtorhallen Hamburg

Deichtorstraße 1-2

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 32 10 30

Telefax:+49 (040) 32 10 32 30

E-Mail: info@deichtorhallen.de

www.phototriennale.de



08.06.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Hanns-Jörg Anders, Unruhen in Nordirland
 (Londonderry), 1969
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in der Ausstellung „[SHIFT] Calla Henkel & Max Pitegoff“
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in der Ausstellung „[SHIFT] Calla Henkel & Max Pitegoff“
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Günter Hildenhagen, Die Freunde Mehri und
 Karlheinz beim Essen. Wittekindshof Bad Oeynhausen, 1976
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Trevor Paglen, Untitled (Reaper Drone), 2010
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Richard Mosse, Incoming, 2014-2017
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Thomas Hoepker, Hauptstraße in Montgomery.
 Alabama, 1963
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Siegfried Hansen, Hamburg, 2006
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Maciej Dakowicz, Ohne Titel, 25. November 2007
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in der Ausstellung „[SHIFT] Calla Henkel & Max Pitegoff“

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Hanns-Jörg Anders, aus einer Reportage über Unruhen in Nordirland, 1969

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in der Ausstellung „[SHIFT] Calla Henkel & Max Pitegoff“

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Thomas Hoepker, Hauptstraße in Montgomery. Alabama, 1963

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Trevor Paglen, Untitled (Reaper Drone), 2010

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Siegfried Hansen, Hamburg, 2006

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Adam Broomberg und Oliver Chanarin, Spirit is a Bone, 2013

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Richard Mosse, Incoming, 2014-2017

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Maciej Dakowicz, Ohne Titel, 25. November 2007

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Günter Hildenhagen, Die Freunde Mehri und Karlheinz beim Essen. Wittekindshof Bad Oeynhausen, 1976

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