Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 25.06.2018 Top-Ergebnisse Auktion 68

© Galerie Auktionshaus Hassfurther

Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Anzeige

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Raubkunst und Täuschung in Frankfurt

Gruppe der Silberobjekte, die 2017 im Rahmen der Provenienzforschung der ehemaligen Sammlung Pinkus/Ehrlich zugeordnet werden konnten

Das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt thematisiert in seiner aktuellen Kabinettausstallung das Problem der NS-Raubkunst am Beispiel von Silberarbeiten des 17. und 18. Jahrhunderts aus der Sammlung Pinkus/Ehrlich. Seit drei Jahren untersucht das Museum seine Bestände auf unrechtmäßige angeeignete Objekte aus jüdischem Besitz unter den Nationalsozialisten. 2017 ergab sich im Falle der Sammlung von Joseph Pinkus (1829-1909) aus Neustadt in Oberschlesien und seiner Tochter Hedwig Ehrlich (1864-1948) eine unerwartete Entdeckung.

Hedwig Ehrlich, die mit dem Mediziner und Forscher Paul Ehrlich verheiratet war und ab 1899 in Frankfurt lebte, musste aufgrund der Verfolgung der Juden 1939 in die Schweiz emigrieren. Die Silberarbeiten deponierte sie bei der Dresdner Bank. Ein Jahr später wurden diese Werke im Zuge der Zwangsabgabe von Edelmetallen für Juden beschlagnahmt, an die Städtische Darlehensanstalt überführt und „verwertet“: Einige Objekte kamen in das jetzige Museum für Angewandte Kunst, damals das Museum für Kunsthandwerk. 1949 restituierte das Haus 55 Silberarbeiten an die rechtmäßigen Besitzer mit Ausnahme von zwölf Posten, die im Inventarbuch als im Krieg verbrannt notiert waren.

Die Provenienzforschung aber offenbarte, dass die vermeintlich zerstörten Arbeiten intakt in der Museumssammlung erhalten sind. Nach dem Krieg wurde gezielt die Herkunft einiger Exponate manipuliert, damit sie eine unbedenkliche Geschichte aufweisen. Entsprechend verdeutlicht die Schau hier auch den Verbleib der Silberobjekte bis in die Gegenwart und präsentiert zudem noch die zehn 1982 von den Nachfahren der Familie Ehrlich rechtmäßig erworbenen Silberarbeiten. Was mit den wieder der Sammlung Pinkus/Ehrlich zugewiesenen Pokale, Schalen, Bestecke, Uhren und Schusseln geschieht, ist noch unklar. Denn 1966 wurde für die zwölf verloren geglaubten Objekte auf Ebene der Bundesregierung eine Entschädigung gezahlt. Das Museum für Angewandte Kunst hat jedenfalls mit den Erben und den entsprechenden Bundesbehörden Kontakt aufgenommen.

Die Ausstellung „Geraubt. Gesammelt. Getäuscht. Die Sammlung Pinkus/Ehrlich und das Museum Angewandte Kunst“ läuft vom 7. Juni bis zum 14. Oktober. Das Museum für Angewandte Kunst hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Museum für Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
D-60594 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 – 212 340 37
Telefax: +49 (0)69 – 212 307 03

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


07.06.2018, Geraubt, gesammelt, getäuscht. Die Sammlung Pinkus/Ehrlich und das Museum Angewandte Kunst

Bei:


Museum Angewandte Kunst

Variabilder:

Gruppe der Silberobjekte,
 die 2017 im Rahmen der Provenienzforschung der ehemaligen Sammlung Pinkus/Ehrlich zugeordnet werden konnten
Gruppe der Silberobjekte, die 2017 im Rahmen der Provenienzforschung der ehemaligen Sammlung Pinkus/Ehrlich zugeordnet werden konnten

Variabilder:

Silbergegenstände aus der ehemaligen Sammlung Pinkus/Ehrlich mit
 unbedenklicher Provenienz
Silbergegenstände aus der ehemaligen Sammlung Pinkus/Ehrlich mit unbedenklicher Provenienz








News vom 10.08.2018

Museumspreis für Nienburg

Museumspreis für Nienburg

Bernard Voïta im Kunstmuseum Solothurn

Bernard Voïta im Kunstmuseum Solothurn

Oldenburger Medienkunststipendien vergeben

Ausstellung zum Kunstpreis der Böttcherstraße

Ausstellung zum Kunstpreis der Böttcherstraße

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Sturies Kunst und Auktionen - Richard Pettibone, Blue Marilyn, 1973

Kunst kann man finden. So oder so.
Sturies Kunst und Auktionen

Bernhard Knaus Fine Art - Frankfurt - Miriam Jonas Lebst Du richtig? 2018

Neue Edition von Miriam Jonas
Bernhard Knaus Fine Art - Frankfurt

Galerie Horst Dietrich - Berlin - im Wind

Galerie Horst Dietrich auf der POSITIONS Berlin Art Fair 2018
Galerie Horst Dietrich - Berlin





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce