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Dresden lässt Slavs and Tatars zu Wort kommen

„Made in Dschermany“ lautet der Titel der ersten großen Werkschau des Künstlerkollektivs Slavs and Tatars in der Kunsthalle im Lipsiusbau, die von Kathleen Reinhardt für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden kuratiert wurde. Sprache ist das zentrale Mittel, Medium und Thema der Arbeiten. Das Duo Kasia Korczak und Payam Sharifi widmet sich dabei besonders der Problematik beziehungsweise der Kunst des Übersetzens in eine andere Sprache. Lesungen und Publikationen sind die bevorzugte künstlerische Praxis der beiden. Ergänzt werden sie um Installationen aus unterschiedlichen Materialien, die nun in Dresden gezeigt werden. So wird beispielsweise in der Teppichserie „Love Letters“ eine Art Zeichnung mit schwarzer Wolle anstelle eines Striches geschaffen, das „Weeping Window“ besteht tatsächlich aus der beschrifteten Heckscheibe eines Autos.

Das 2006 in Berlin aus einer Lesegruppe entstandene Zweiergespann setzt sich in seinen Arbeiten mit Traditionen und Gebräuchen, Sprache, Geschichte, Anthropologie, Philosophie und Politik auseinander. Im Zentrum ihres künstlerischen wie diskursiven Werks steht dabei immer auch die Befragung von Glaube und interkultureller Verständigung. Am wiederkehrenden Beispiel der Phonem-Buchstabenkombination „dsch“ reflektieren Slavs and Tatars in ihren Installationen, Tonarbeiten, Skulpturen, Videos und Wandteppiche die Beziehung Deutschlands zum Orient und zum Islam. Aber nicht nur Sprache, sondern auch Seherfahrungen und Motive von Disney und Co spielen eine Rolle.

Die Ausstellung „Slavs & Tatars. Made in Dschermany“ läuft bis zum 14. Oktober. Die Kunsthalle im Lipsiusbau hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zur Ausstellung erscheint Ende Juni das Künstlerbuch „Wripped Scripped“ für 30 Euro im Hatje Cantz Verlag.

Kunsthalle im Lipsiusbau
Georg-Treu-Platz 1 / Brühlsche Terasse
D-01067 Dresden

Telefon: +49 (0)351 – 491 42 000

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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Veranstaltung vom:


02.06.2018, Slavs & Tatars. Made in Dschermany

Bei:


Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Künstler:

Slavs and Tatars








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