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Ettal zeigt, wie Kunst den Mythos Bayern befördert hat

Kloster Ettal – Ort der Bayerischen Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum. Mythos Bayern“ 2018

Kurt Eisner rief am 7. November 1918 in Bayern die Republik aus. König Ludwig III. floh noch in der Nacht in das Schloss Anif bei Salzburg. 738 Jahre lang währte die Herrschaft der Wittelsbacher. Ihre nunmehr öffentlich zugänglichen Schlösser erwiesen sich als profitable Erfolgsgeschichte. Fast 1,5 Millionen Besucher verzeichnete im Jahr 2016 allein Schloss Neuschwanstein, das in Disneyparks weltweit als freie Kopie vom Mythos Bayern kündet. In welchem Maße bildende Künste die globale Vorstellung des wohl stolzesten deutschen Bundeslandes bis heute befördern, davon kündet die diesjährige Bayerische Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum. Mythos Bayern“ im Kloster Ettal.

Wohl kaum ein anderer Ort impliziert das weit gespannte Thema besser als die barocke Benediktinerabtei inmitten der Alpenwelt. Vom keltischen Einbaum aus den Jahren um 900 vor Christus, der aus dem Starnberger See geborgen wurde, bis hin zum 1950 vom Grafiker Eduard Ege gestalteten Entwurf des neuen Staatswappens spannt sich der Reigen der fast 200 Exponate. Im Innern des 13 Meter hohen, aus Nadelhölzern gezimmerten 20eckigen Pultdachpavillons entführt eine Multimediaprojektion in die Welt der Architekturprojekte von König Ludwig II. Neben Neuschwanstein, Linderhof, Herrenchiemsee oder dem Königshaus am Schachen geben weitere, nicht realisierte Paläste einen Eindruck vom gewaltigen Schlösserpark, der hier entstehen sollte. Dazu tritt eine Auswahl volkskundlicher Objekte aus den Bereichen Bierkultur, Tracht und Bauertheater.

Vor allem die von der Landschaftsmalerei ausgehenden Impulse verdienen Beachtung. Zu Ende des 18. Jahrhunderts wandten sich die Maler vom Barock und Klassizismus ab und der Natur zu. Johann Georg von Dillis gilt als einer der Begründer der stimmungsvollen Münchner Landschaftsmalerei. Doch während er noch wirklichkeitsgetreu illustrierte, bevorzugten Nachfolger den Duktus einer unrealistischen Idylle. Caspar David Friedrich verklärte im Gemälde „Der Watzmann“ von 1824/25 die Situation ebenso wie Carl Rottmann mit seinen ausdrucksstarken Lichtstimmungen aus der warmen Glut untergehender Abendsonne im Gebirge.

Heinrich Bürkel, Eduard Schleich, Lorenzo Quaglio d.J. und andere hielten Jäger, Sennerinnen, Hüterbuben oder Lastenträger in tadellos sitzenden Trachten fest. Deutlich kontrastierten sie mit der realen Feld- und Stallarbeit. Diese Motive der Münchener Schule verkauften sich ab 1830 bis nach Amerika und trugen zu einer florierenden Galerienszene mit Flaggschiffen wie Wimmer oder Heinemann bei. Aufträge des Hofes wie Ehrengeschenke aus Silber, Glas oder Porzellan förderten die hohe Qualität fränkischer Glashütten, der Porzellanmanufaktur Nymphenburg oder des Goldschmiedehandwerks, was exemplarisch ein silberner Sturzbecher in der Gestalt eines Gamsbockkopfes mit gekrümmten Hörnern zeigt.

Die Ausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum. Mythos Bayern“ läuft bis zum 4. November im Kloster Ettal bei Oberammergau. Geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro bzw. 2 Euro. Eine Kombikarte mit Schloss Linderhof kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet 24 Euro.

Kloster Ettal
Kaiser-Ludwig-Platz 1
D-82488 Ettal


Infos: www.landesausstellung-ettal.de

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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03.05.2018, Bayerische Landesausstellung 2018: Wald, Gebirg und Königstraum. Mythos Bayern

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Kloster Ettal – Ort der Bayerischen Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum. Mythos Bayern“ 2018
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