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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Kauffreudige Kunden sorgten für einen erfolgreichen Auktionstag bei Irene Lehr in Berlin und übertrafen so manche Erwartung

Die goldene Tomatensuppe



Obwohl hierzulande kaum wer jemals „Campbell’s Tomato Soup“ gegessen hat, ist die rot-weiße Konservendose weithin bekannt. Andy Warhol erhob sie zu einem Symbol für die Massen- und Industrieproduktion seiner Zeit und schuf somit eine Ikone der jüngeren Kunstgeschichte. Dabei verwundert es nicht, dass er neben dem Motiv des Verkaufsschlagers sogar die serielle Technik des Siebdrucks übernahm, die sich in der Werbekultur der 1960er Jahre großer Beliebtheit erfreute. Ähnlich wie die maschinelle Massenproduktion reproduzierte er seine Kunst; nicht umsonst nannte er sein Atelier „Factory“. Die „Tomato Soup“ aus der Serie „Campbell’s Soup I“ entstand 1968 in einer Auflage von 250 Stück, von der Irene Lehr in ihrer Auktion moderner und zeitgenössischer Kunst die Nummer 85 im Angebot hatte. Die unscheinbare zeittypische Gestaltung der Dose hat heute eine charmant nostalgische Note, was neben dem Status als Klassiker sicherlich zu den bis heute tendenziell steigenden Preisen solcher Arbeiten führt. So waren die vorsichtig bezifferten 30.000 Euro schnell überboten, und der Hammer fiel erst bei 66.000 Euro.


Das Berliner Auktionshaus konnte am 28. April jedoch nicht nur mit der Tomatensuppe Erfolge vermelden. Eine Absatzquote von knapp 84 Prozent, die der Nachverkauf sogar auf fast 92 Prozent steigerte, spricht für sich. Der Nettoumsatz der Versteigerung lag bei erfreulichen 1,54 Millionen Euro. Mit 60.000 Euro für Karl Tratts „Die Hauptwache (Straßenszene mit Gepäckmann)“ stellte Irene Lehr zudem einen neuen Künstlerrekord auf. Das knapp einen Meter hohe Ölbild auf Karton aus der Zeit um 1930 zeigt eine dicht gedrängte Figurengruppe in einer Großstadt, deren Mitglieder jedoch in keinerlei Verbindung stehen, sondern ihrem Weg individuell und in verschiedene Richtungen blickend nachgehen. Gesellschaft und Urbanität, die Tratt hier vorführt, waren starke Themen der Kunst jener Zeit, die sich bis heute ihre Relevanz erhalten konnten. Die Taxe für das ausdrucksstarke Bild lag mit 30.000 Euro bei der Hälfte des Zuschlages.

Zugkräftige Kunst der 1930er Jahre

Nicht nur Karl Tratts Gemälde konnte die Bieter begeistern, sondern einiges Weitere an figürlicher Kunst der Vorkriegszeit. Lotte Laserstein schuf 1934 ihren „Alten Mann mit Mädchen auf der Treppe“, von denen ersterer vom Tagewerk gezeichnet und betrübt zu Boden schaut, während das Mädchen selbstbewusst zum Betrachter blickt. 4.000 Euro stieg dieses gesellschaftskritische Bild über seine kalkulierten 30.000 Euro und wurde somit zum dritt ertragreichsten Los der Versteigerung. In der männerdominierten Kunstwelt des frühen 20. Jahrhunderts konnte sich Elfriede Lohse-Wächtler durchsetzen und verkehrte beispielsweise mit Dix und der Dresdner Sezession Gruppe 1919. Für ihre Pastellkreidezeichnung „Knollige Frau“, ein eindrücklicher Charakterkopf als Brustbild mit einer expressiven Strichführung in Rot, Blau und Gelb, kamen 22.000 Euro zusammen (Taxe 25.000 EUR). Ihr neusachlicher Kollege Otto Dix zeichnete ungefähr sechs Jahre vorher seine ausdrucksstarke „Bettlerin“ in Tusche. Das sozialkritische Blatt sollte es auf 12.000 Euro bringen, war für den Höchstbietenden aber erst mit 14.000 Euro käuflich. Die Frau holte zudem Karl Hubbuch ins Bild. Sein „Liegender Akt“ der 1930er Jahre in Öl auf Malpappe setzt eine schlafende Dame nackt und direkt den Blicken des Betrachters aus, sodass sich dieser wie ein Voyeur fühlen muss. Die Expertise von 14.000 Euro war treffend veranschlagt, denn das Bild konnte 12.000 Euro einspielen.

Josef Mangold ließ in seinem Stillleben „Anemonen in Vase“, ebenfalls aus den 1930er Jahren, keine solche Intimität aufkommen. Die Pflanzen vor tiefschwarzem Vorhang entfalten schöne Kontraste, aber erscheinen zugleich fast steril. Nur der Fensterausschnitt links gibt den Blick in eine lebenswirklichere Landschaft frei. Das kleine Gemälde auf Holz sollte 12.000 Euro einbringen, konnte diese Erwartung im Bietergefecht mit 26.000 Euro aber schnell hinter sich lassen, was laut Artprice.com ebenfalls neuem Spitzenwert bei Auktionen entspricht. Die einzelne Vegetation ist bei Georg Schrimpfs „Landschaft bei Aibling“ von 1931 weniger auszumachen. Baumreihen ziehen sich entlang des Horizonts und verschmelzen teils zu einer grünen Masse. Besonders machen das Bild, für das sich Irene Lehr 25.000 Euro erhoffte, seine leuchtenden vielfältigen Farben. Für 19.000 Euro fand es einen neuen Besitzer. Abstrahierender ging Hermann Glöckner 1934 in „Wünschendorf im Tal, mit zwei Masten und hellem Dach rechts“ vor. In dem nun 8.500 Euro teuren Aquarell reduziert er ein Dorf zwischen Feldern auf die wesentlichen Farbflächen (Taxe 9.000 EUR). Um 1926 malte Ernest Neuschul die „Boote auf der Elbe“ an einem verhangenen Tag und führte sie ebenfalls in reduzierter Weise mit breitem Pinsel aus. 11.000 Euro waren sein Lohn (Taxe 7.000 EUR). Jakob Bräckle richtete 1935 den Blick auf einen „Garten“ und widmete sich darin mehr den Details der Naturdarstellung. Freunde preiswerterer Kunst trieben den Preis dafür von 2.000 Euro auf ein Endergebnis von 3.400 Euro. Noch näher rückte Robert Breyer 1912 an die rot blühenden Malven heran und ließ erst bei 5.000 Euro wieder von ihnen ab (Taxe 3.800 EUR).

Raumgreifendes Kunstschaffen

Obwohl Irene Lehr, rein nach Anzahl, weit weniger Skulptur als Malerei verzeichnet hatte, waren die plastischen Arbeiten von hoher Qualität und überzeugten so die Kundschaft. Für eine Überraschung sorgte ein Kopffragment von Wilhelm Lehmbrucks „Mutter und Kind“. Das Spätwerk des Künstlers, das Leid genauso wie Frieden und Geborgenheit verband, gehörte einem westfälischen Privatmann. Dessen Sammlung fiel zwar den Einwirkungen des Zweiten Weltkriegs zum Opfer, Trümmer der Kunst konnten jedoch geborgen werden. Der Kopf des Steingusses von 1918 war in dieser Situation schwer zu bewerten und vorsichtig auf 6.000 Euro geschätzt. Der Zustand schreckte die Liebhaber aber nicht ab, letztlich fiel der Hammer erst bei 30.000 Euro. Von Kriegserfahrungen ebenso geprägt war Gustav Seitz, dessen Schaffen von der NS-Diktatur behindert wurde. Er beschäftigte sich ab 1950 mit dem Dichter François Villon, den er 1952/54 in der Bronzeplastik „Schreitender Villon“ auf dem Weg in die Verbannung zeigt. Aus 7.000 Euro wurden hier 8.500 Euro. Lebensfroher gestaltete Waldemar Grzimek 1968 seinen „Tänzer“ in Bronze. Die bewegte, dickliche Männerfigur in komplizierter Pose drehte sich erst bei 16.000 Euro davon (Taxe 12.000 EUR).

Zwischen Figuration und Abstraktion schwankte die Münchner Bildhauerschule. Von Lothar Fischer, Schüler des prägenden Professors Toni Stadler, war der „Kleine Stier-Torso“ für 1.000 Euro im Angebot. Die Bronze von 1989 mit schwarzbrauner Patina konnte 900 Euro mehr erreichen. Sein „Kleiner liegender Flügeltorso I“ von 1981, ein Frauenkörper aus ockerfarbenem Ton legte leicht um 100 Euro auf 1.300 Euro zu. Michael Croissant verschrieb sich stärker der Abstraktion. Sein „Kopf“ von 1991, geschweißt aus Bronze, gleicht einem Keil. Die für den Künstler typische Plastik kletterte im Bieterwettkampf von 3.500 Euro bis auf angemessene 6.000 Euro. Erfreuliche Ergebnisse konnte zudem Klaus Hack erzielen. Die Lose „o.T. (Sitzende Figur)“ von 2004/06 und „o.T. (Figur mit Rock)“, beide aus weiß bemaltem Holz in Hacks typisch grobem Stil, waren jeweils auf 1.200 Euro geschätzt und konnten 1.000 Euro mehr erwirtschaften. Auf 3.800 Euro kam sein kleiner, 2007 geschaffener „Kleidaltar“ aus fünf klappbaren Teilen (Taxe 1.500 EUR).

Die menschliche Figur beschäftigte ebenso A.R. Penck. Beinahe wie eine umrisshafte Kinderzeichnung mutet seine Edelstahlskulptur „Standart“ an und fügt sich so in die einfache archaische Bildsprache des Künstlers. Mit 7.000 Euro konnte die Plastik ihre Erwartung von 3.000 Euro mehr als verdoppeln. Gertraud Möhwald reüssierte mit ihrer glasierten Keramik „Halbliegender Kopf“ um 1990 dann bei 8.000 Euro (Taxe 4.000 EUR). Ganz von der Figur trennte sich in seinem späterem Œuvre Hermann Glöckner. Die kleine Messingskulptur „Geöffnetes Quadrat“ aus den Jahren 1983/85 ist ein Beispiel seines radikalen Stilwechsels nach dem Zweiten Weltkrieg hin zur Abstraktion und kann der Konkreten Kunst zugerechnet werden. 5.000 Euro waren da zu niedrig angesetzt, erst bei 9.000 Euro kamen die Gebote zum Erliegen. Denselben Preis erzielte das Ehepaar Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff mit seinem „Windschatten“ aus dem Jahr 1989, der aus einer massiven Messingstütze und einem filigranen Bündel an Zinndrähten besteht (Taxe 12.000 EUR). Für die gebürtige Argentinierin und Wahlfranzösin Alicia Penalba konnten sich hingegen weniger Bieter erwärmen. Ihr ungegenständlicher „Eclat no. 1 (Petit éclat)“ mit goldbraunen Bronzebögen überzeugte für 6.000 Euro nicht. Erst im Nachverkauf fand sich noch ein Interessent für 3.600 Euro.

Klassiker des letzten Jahrhunderts

Auf dem Markt und bei Ausstellungen sind die Expressionisten beinahe Erfolgsgaranten. Einer ihrer bekanntesten Vertreter ist Ernst Ludwig Kirchner. 1918 zeichnete er ein „Waldinneres“ flott mit schwarzer Kreide auf Karton. Die grob schraffierten Bäume sollten 10.000 Euro einbringen, erreichten letztlich sogar 16.000 Euro. Kirchners postkartengroße skizzenhafte „Szene mit Brücke schlagendem Parterre Akrobaten“ aus der Zeit um 1910 verbesserte sich von 2.000 Euro auf 3.600 Euro. Otto Muellers exotische zweifarbige Lithografie „Zwei Badende im Bach“ um 1922 kam auf 9.000 Euro und war damit beinahe treffend eingeordnet. Denselben Preis konnten Erich Heckels monochrom und expressiv-grob dargestellten „Stiere“ von 1908 erzielen, allerdings waren sie auf 12.000 Euro veranschlagt. Ganz so tief mussten nicht alle Freunde dieser Kunstrichtung in die Tasche greifen. Emil Noldes flächig ausgeführtes Gesicht des „Sängers“, ein schönes kleines Blatt von 1911, das noch einmal 1915 für den Schleswig-Holsteinischen Kunstkalender aufgelegt wurde, sollte 500 Euro kosten. Für 700 Euro war der Holzschnitt schließlich zu haben.

1953 bemalte Pablo Picasso eine bauchige Keramikvase mit Symbolen und einem Gesichtsprofil. Die Edition mit einer Auflage von 150 Stück gefiel den Sammlern und ging erst bei 16.000 Euro weg (Taxe 9.000 EUR). Seine zwei Jahre jüngere Aquatintaradierung „Göttliche Besucher im Atelier“ mit der Nummer 29 von 50 war einem Bieter dann 11.000 Euro anstatt der geforderten 8.000 Euro wert. Der starke Drang zur Abstraktion in der Nachkriegszeit ist in Josef Scharls „Stillleben mit Gefäßen“ von 1953 zu spüren. Seine angenommenen 10.000 Euro verfehlte das hauptsächlich blaue Ölgemälde um 1.000 Euro. Exemplarisch für die ungegenständlichen Strömungen dieser Zeit gilt Ernst Wilhelm Nay. Sein titelloses wohl komponiertes Aquarell mit Scheibenfarbflächen in Blau-, Gelb- und Grüntönen vor weißem Grund von 1955 ging für seinen Schätzwert von 20.000 Euro weg. In selber Technik entstand 1978 Pierre Alechinskys bunt umrahmtes Blatt mit Farbkompositionen vor dunkler Umgebung, die bei 8.500 Euro reüssierte (Taxe 3.000 EUR).

Geometrie oder Figur als Ideal

Konstruktivistischer ging Günter Fruhtrunk vor. Ein Highlight der Auktion waren dessen „Steigende Rhythmen in Gelb“ aus der Zeit um 1959/60. Geometrische Formen bilden eine dynamische vertikale Staffelung, die den Blick des Betrachters in verschiedene Richtungen lenkt. Das starke Hochformat überstieg schnell seine Schätzung von 20.000 Euro und platzierte sich letztlich bei 30.000 Euro. Geometrisch beeinflusst ist ebenso Ad Dekkers’ „Beginn der Mittelteilung in zwei Quadrate“ aus zwei Aluminiumplatten, die zusammen ein eben solches Quadrat bilden, getrennt aber ein weißes und ein eloxiertes Rechteck bilden. Die Arbeit des Jahres 1969 war mit 8.000 Euro preislich niedrig eingeordnet und brachte im Wettstreit der Interessenten 22.000 Euro ein. Zeitgleich gestaltete Georg Karl Pfahler seine Hard Edge-Malerei „B-SB I“, eine Leinwand mit einem rot-braunen Quadrat samt abgerundeten Ecken. Die angepeilten 12.000 Euro wurden um 2.000 Euro verfehlt. Bernard Aubertins gleich geformtes und ebenfalls rotes „o.T. (Tableau clous)“ mit gleichmäßig abstehenden Nagelspitzen auf Holz von 1970 brachte 10.400 Euro ein (Taxe 9.000 EUR). Mit „Rund Vibration Rot-Grün“ widmete sich Kuno Gonschior um 1968/69 dem Kreis und der Qualität des vibrierenden Kolorits in grünen Punkten auf rotem Grund in Acryl-Leuchtfarbe. 19.000 Euro spendierten die Bieter für das Werk in strahlenden Farbkraft (Taxe 10.000 EUR).

Gerhard Richter blieb da 1966 lieber beim Figürlichen. Die seltene „Augenklinik“ wirkt wie eine unscharfe Fotografie des titelgebenden Gebäudes mit einem Arzt in weißem Kittel. Unübersehbar prangt mit scharfen Konturen der Name des Künstlers auf der Fassade der Institution. Die anvisierten 10.000 Euro reichten für das Blatt, von dem es nur zwei weitere signierte Exemplare geben soll, bei weitem nicht aus. 24.000 Euro hieß das Schlussgebot. Das widerfuhr auch Albert Eberts „Im Wald“. Das nur 8,2 Zentimeter hohe und 6,4 Zentimeter breite Ölgemälde von 1962, auf dem links eine Frau im Profil vor einer Waldlandschaft zu sehen ist, war auf 3.000 Euro geschätzt. Ein Liebhaber konnte sich das Bildchen erst für 13.000 Euro sichern. Doch auch später ließ sich das Gegenständliche nicht vom Abstrakten verdrängen. Das beweist unter anderem Stefan Plenkers’ düsteres Interieur „Stillleben mit Kanne und Zitronen“ von 1977 bei 22.000 Euro (Taxe 20.000 EUR). Gleich beziffert waren Theodor Rosenhauers „Kirche am Meer, Paros“ von 1982 und „Genadion, Rhodos“ aus dem Folgejahr. Ersteres ging für 24.000 Euro weg, das Zweite verpasste diesen Preis mit 18.000 Euro knapp. Deutsche Pop Art gab es mit Werner Berges’ beiden in ein Streifenmuster zerlegten Frauengestalteten auf der Ölkreide- und Farbstiftezeichnung „Auch mal so“ von 1973 für 3.400 Euro (Taxe 1.500 EUR).

In seinem neoexpressivem „Männerbildnis“ arbeitete Max Uhlig einiges wilder. Das großformatige Porträt besteht lediglich aus kurzen Pinselstrichen in dunklen Farbtönen und spielte 8.500 Euro ein (Taxe 5.000 EUR). Bernhard Heisigs Gemälde „Als ich versuchte Puppen zu malen“ von 1998 stellt ebenfalls spezielle Gesichter vor. Malerisch griff er die Köpfe der Puppen auf, deren Proportionen er teils karikaturhaft überzog. Die Bieter folgten der Einschätzung von 18.000 Euro. Erst 2006 bildete sich Clemens Gröszer ab. Das eigensinnige Porträt „Selbst mit Glaskugel“ präsentiert ihn mit schräg nach hinten gehaltenem Kopf, die Kugel auf den Fingern balancierend. Sein Blick ist beinahe melancholisch zum Betrachter gerichtet, die Kleidung wirkt nicht zeitgemäß und gibt ihm den Anschein eines Magiers. Für das Bild zahlte ein Liebhaber 8.500 Euro (Taxe 5.000 EUR). Aus der jüngeren Künstlerriege waren Isa Melsheimer mit ihrem patchworkartigen Gewebebild „Tuch 3“ von 2005 samt fliegender Menschenkette für 3.800 Euro (Taxe 1.000 EUR), Volkert Tannert mit seiner selbstironischen Mischtechnik „Künstler ernähren sich von Mythen (No. 5)“ von 1982 für 3.600 Euro (Taxe 3.000 EUR) oder Wolfgang Tillmans mit seiner Sicht auf Objekte der „Glyptothek München“ von 2007 in einer hunderter Auflage für 1.150 Euro zugegen (Taxe 600 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Dr. Irene Lehr Kunstauktionen

Sybelstraße 68

DE-10629 Berlin

Telefon:+49 (030) 881 89 79

Telefax:+49 (030) 881 89 95



25.05.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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