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Extreme Nomaden in Frankfurt

Von heute an zeigt das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main die Ausstellung „Extreme Nomads“. Sie ist Teil der RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain 2018. Mit Werken von Cao Fei, Richard Mosse und Paulo Nazareth nimmt die Schau zeitgenössische Formen nomadischer Existenz in den Blick und setzt sich mit der Entgrenzung von Politik, Ökonomie, Gesellschaft und Kultur im digitalen Zeitalter auseinander. Passend zum Inhalt hinterfragen auch die künstlerischen Herangehensweisen der Teilnehmer die Technik und Rolle der Fotografie.

Die Chinesin Cao Fei präsentiert in „Haze and Fog“, einer kombinierten Arbeit aus Film und Fotografie, eine Art Zombieapokalypse, in der sie die unter Identitätsverlust leidende Dienstleistungsgesellschaft ihres Heimatlandes porträtiert. Der aus Irland stammende Fotograf Richard Mosse dokumentiert in seinen beiden Werken „Incoming“ und „The Castle“ die derzeitigen Flüchtlingsströme aus dem Nahen Osten und Afrika. Dabei nutzt er militärische Überwachungstechnik, die die Aufnahmen aus Wärmestrahlung generiert. Die Menschen in seinen Bildern werden so zu gespenstischen und seelenlos wirkenden Gestalten. Zu Fuß durchquert der Brasilianer Paulo Nazareth die Welt. Dabei filmt und fotografiert, schreibt und sammelt er und verarbeitet all dies anschließend in seiner Kunst. In Arbeiten wie „Produtos do Genocidio“ erzählt er dann die Randgeschichten seiner Reisen, von Verständigung und Widerständen, kolonialer Geschichte und globaler Gegenwart.

Das Thema der Foto-Triennale 2018 lautet „Extreme“. Über 60 Künstlerinnen und Künstler, 15 Partnerinstitutionen, zehn Ausstellungsorte und sechs Städte im Rhein-Main-Gebiet haben sich zusammengeschlossen und setzen sich in Ausstellungen, Events und einem viertägigen Festival auf unterschiedliche Weise mit dieser Thematik auseinander. Die Künstlerinnen und Künstler reflektieren dabei die globalen sozioökonomischen Themen ebenso wie die Rolle und Funktion einer Fotografie, die nicht den Normal-, sondern den Grenzfall zum Gegenstand der Wahrnehmung macht.

Die Ausstellung „RAY 2018 – Extreme.Nomads“ läuft vom 24. Mai bis zum 9. September. Das Museum für Moderne Kunst hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ist der Eintritt frei.

MMK Museum für Moderne Kunst – MMK 1
Domstraße 10
D-60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 – 212 30 447
Telefax: +49 (0)69 – 212 37 882

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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Veranstaltung vom:


24.05.2018, RAY 2018 – Extreme.Nomads

Bei:


Museum für Moderne Kunst

Künstler:

Richard Mosse

Künstler:

Fei Cao

Künstler:

Paulo Nazareth








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