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Roman Ondák in Regensburg

Roman Ondák, Signature, 2014

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg eröffnet heute die Ausstellung „Roman Ondák. Based on True Events“. Die vom Künstler eigens für die Donaustadt konzipierte Schau mit 17 Arbeiten aus allen Werkphasen begleitet die Verleihung des Lovis Corinth-Preises 2018 an den slowakischen Künstler, darunter mit einigen bisher noch nicht gezeigten Installationen. Dazu zählt „Signature“ von 2014, mit der Ondák den 200 Quadratmeter große Hauptraum bespielt. Sie besteht aus den 50 einzelnen Teilen einer Schreibmaschine seines Großvaters, die jeweils auf einem unterschiedlichen Träger aus Holz, Platten oder Gestellen aufgebracht und über die ganze Fläche verteilt sind. Roman Ondák ist für seine oft auch interaktive Konzeptkunst bekannt, ebenso dafür, dass er seine Werke weiterentwickelt. Auf der Documenta 13 präsentierte er „Observations“. Dafür schnitt er aus einem alten Buch Fotografien aus, die er mit ihren Unterschriften jeweils einzeln gerahmt gegenüberstellte. In Regensburg zeigt er nun mit „New Observations“ eine Fortsetzung nach demselben Muster, die sich schwerpunktmäßig mit menschlichem Verhalten und zwischenmenschlicher Kommunikation auseinandersetzt.

Roman Ondák wurde 1966 in Zilina im Nordwesten der Slowakei geboren. Studiert hat er von 1988 bis 1994 Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in Bratislava. Ondák erhielt zahlreiche internationale Einzelausstellungen, unter anderem 2006 in der Tate Modern in London, 2007 in der Pinakothek der Moderne in München, 2011 bei Modern Art in Oxford, 2012 im Guggenheim Museum in Berlin und im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, 2013 im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Madrid, 2015 im Times Museum in Guangzhou sowie 2017 im Kunsten Museum of Modern Art in Aalborg. Außerdem war er seit 1999 regelmäßiger Gast der Biennale in Venedig und 2013 auf der Biennale in Moskau vertreten. Auch das war ein entscheidender Punkt in der Begründung der Jury für die jetzige Auszeichnung: „Roman Ondák ist einer der profundesten Konzeptkünstler unserer Zeit. Ausgehend von sehr persönlichen Eindrücken – Objekten wie Erlebnissen – schafft er Arbeiten, die universell verständlich und leicht zugänglich sind. Seine Werke sind klug und stecken voller Anspielungen, doch kommen sie niemals elitär daher. Ondáks Kunst wird international geschätzt und verstanden. Sie schlägt Brücken zwischen Menschen und ist darin einem humanistischen Ideal verpflichtet, das zeitlos und denkbar aktuell ist.“

Die Ausstellung „Roman Ondák. Based on True Events“ läuft vom 19. Mai bis zum 9. September. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Zur Ausstellung erscheint das Künstlerbuch „New Observations“ aus dem Kölner Verlag der Buchhandlung Walther König.

Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Straße 5
D-93049 Regensburg

Telefon: +49 (0)941 – 297 14 0
Telefax: +49 (0)941 – 297 14 33

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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