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Galerist Georg Kargl verstorben

Der Wiener Galerist Georg Kargl ist am vergangen Dienstag nach langer schwerer Krankheit verstorben. Seit 1998 war „Georg Kargl Fine Arts“ ein Vorreiter für die Kunstszene im Wiener Schleifmühlviertel. Stationiert in einer ehemaligen Druckerei präsentierte er ein breites Programm mit Künstlern wie Raymond Pettibon, Rosemarie Trockel, Clegg & Guttmann, Markus Muntean und Adi Rosenblum, Nicole Wermers, Andreas Fogarasi, Marijke van Warmerdam und anderen. Auch seine Frau, die Künstlerin Inés Lombardi, stellte ihre Werke regelmäßig bei Kargl aus. Hans-Ulrich Obrist, Direktor der Londoner Serpentine Gallery, zählte 2005 Kargls Galerie „zu den wichtigsten für aktuelle Kunst in Europa“. Regemäßig nahm an bedeutenden internationalen Kunstmessen wie der Art Basel teil und stellte dort auf der „Art Unlimited“, dem für große exklusive Projekte reservierten Teil der Kunstmesse, aus.

Georg Kargl brachte wichtige Impulse in die zeitgenössische Kunst. Mit dem Projekt „Freizone Dorotheergasse“ zeigte er 1989 erstmals in Wien, dass sich Kunst durch eine Symbiose mit dem öffentlichen Raum neue Kanäle und Botschaften erschließen kann. Doch trotz seines Erfolges begann der stets offenherzige und direkte Kargl, seine eigene Rolle in der Welt der Kunst und die Mechanismen des Kunstmarktes zu hinterfragen. Er kritisierte die Gewinnorientierung, die regelrechte Hetzjagd von Schau zu Schau und von Messe zu Messe. Kunst war für ihn kein Konsumgut. Galerien sollten, wie Kargl es selbst ausdrückte, eine Plattform für „Information, Diskussion und Entwicklung von Utopien“ sein. Dieser darin ausgedrückte Respekt und sein Gespür für die Kunst, die über bloßes verkäuferisches Talent hinausgingen, spiegelten sich einerseits in den von ihm zusammengestellten Gruppenausstellungen, andererseits in seinem letzten großen Projekt, der „Gesellschaft für projektive Ästhetik“. In seiner Galerie sollten Entschleunigung, Reduzierung, Konzentration, Dialog, nicht Terminkalender und Umsatz regieren.

Georg Kargl wurde 1955 in Wien geboren. Mit Blick auf eine Karriere im elterlichen Baubetrieb absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Maurer und Zimmermann. Es folgte dann aber doch ein Studium an der Hochschule für angewandte Kunst. Da das Geld nicht reichte, brach er dieses ab und handelte mit Antiquitäten. In den 1980er Jahren gründete Kargl gemeinsam mit Christian Meyer die Galerie „Metropol“ in der Dorotheergasse. Der Schwerpunkt lag damals noch auf „Wien um 1900“. Der „Jugendstil“ verkaufte sich gut, und es gelang, eine Filiale in New York zu unterhalten. 1998 endete die Zusammenarbeit mit Meyer. In seiner eigenen Galerie widmete sich Georg Kargl mehr und mehr der zeitgenössischen Kunst. Die Vernetzung von Kunst und Umwelt blieb ihm dabei ein Anliegen. Seit 2006 ergänzte das ehemalige Ladenlokal „Permanent“ die Räumlichkeiten. Über einen längeren Zeitraum zeigte die Galerie dort installative Arbeiten. Durch die großflächige Verglasung wurden der Ausstellungsraum dabei zum Schaufenster und die Kunstwerke so zu einem Teil des öffentlichen Lebens.

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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