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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Für die traditionell umsatzstarke Auktion zeitgenössischer Kunst wartet das Dorotheum mit großen Namen sowie hoher Qualität auf und setzt einen inhaltlichen Akzent auf Italien

Mit der Malerei in die dritte Dimension



Strahlend grün scheint dem Betrachter Lucio Fontanas „Concetto Spaziale“ von 1968 entgegen. Sein „Räumliches Konzept“ besteht aus einer mit Wasserfarben vollständig und gleichmäßig gefärbten Leinwand. Doch die nur auf die Fläche begrenzte Malerei war dem gebürtigen Argentinier zu wenig. Er suchte Wege, diese in die dritte Dimension zu erweitern. Das gelang Fontana durch Schnitte in den Bildträger. Vertikal durchzieht ein solcher die Leinwand und lässt die neu entstandenen Kanten leicht konvex hervortreten. Die Farbfläche greift in den Raum, und der Eingriff macht gleichzeitig den Blick durch das Werk möglich, wofür 400.000 bis 600.000 Euro gefordert sind. Eine kleinere aber frühere Version des selben Konzepts namens „Attesa“ in leuchtendem Pink aus der Zeit um 1964/65 soll sogar 480.000 bis 650.000 Euro einspielen.


Beide Lose sind am 16. Mai im Dorotheum bei der Auktion zeitgenössischer Kunst zu haben. Dort werden noch andere herausragende Werke von italienischen Künstlern offeriert, dem Land, in dem Lucio Fontana lebte und arbeitete. Er schuf nicht nur durchschnittene Leinwände, sondern versuchte die Malerei auch auf andere Weise plastisch wirken zu lassen. Einen Teller bemalte er schon 1950 so pastos, dass die dargestellten sich gegenüberstehenden Fechter als reliefartige Farbskulpturen zu sehen sind. Diese mit „Battaglia“ betitelte, weit weniger minimalistische Arbeit als seine bunten Klassiker soll laut Experten des Wiener Versteigerers 28.000 bis 46.000 Euro einbringen.

Starke Farben ließ Agostino Bonalumi außen vor. „Nero“ aus dem Jahr 1967 ist dem Titel folgend tief schwarz. Durch Prägungen in der Leinwand tritt zentral ein breiter Kreis mit eingedrücktem Mittelpunkt dreidimensional hervor, ein Minimalismus, der Freunde dezenter Kunst mit klarer Ordnung 45.000 bis 65.000 Euro entlocken soll. Günstiger ist für 34.000 bis 42.000 Euro eine weitere Version von „Nero“ aus dem Jahr 1998 zu haben. Den mit Silberpulver beschichteten Hintergrund lässt Bonalumi in edel dunklem Grau schimmern. Ein Gefüge aus sich überschneidenden und gegenseitig umschlingenden wohl komponierten Ausformungen, die wie Druckstellen von Drähten erscheinen, zeichnet die reliefartige Malerei aus. Enrico Castellani nutzte 1994 für „Superficie bianca“ eine ähnliche Technik. Mulden und Höhungen, die geometrisch angeordnet den runden Kanten einer weißen Leinwand folgen, erzeugen ein ansprechendes Licht- und Schattenspiel (Taxe 45.000 bis 65.000 EUR). Mit der Beleuchtung verändert sich auch bei Marcello Morandini der Anblick seines titellosen Quadratreliefs von 1971. Auf weißer Trägerplatte brachte er lackierte und emaillierte Stahlwinkel in verschiedenen Ausrichtungen an, die auf einer Seite schwarz gefärbt sind und optische Illusionen erzeugen (Taxe 13.000 bis 18.000 EUR).

Junges Kunstschaffen aus Italien

Der Italienschwerpunkt zieht sich wie ein roter Faden durch die Auktion. Carla Accardis „Segni rosa“ von 1967 springen dem Betrachter allein schon durch ihre Farbgebung ins Auge. Übereinander liegende rosafarbene Wellen verlaufen senkrecht auf einer durchsichtigen Folie. Dieser transparente Bildträger ist auf einen Holzrahmen gespannt, der durchscheint und als grobes, handwerkliches sowie geometrisch strukturgebendes Element einen Kontrast zur poppigen Bemalung aufbaut (Taxe 50.000 bis 80.000 EUR). Ungegenständlich und mit Linien arbeitete beinahe zeitgleich der in Rom geborene Piero Dorazio. Auch er griff hochkant stehende Wellen auf, die sich überlagern, bei ihm aber eine geordnete Gitterstruktur vor orangefarbenem Grund schaffen. „Pilota 19“ von 1964 soll 20.000 bis 30.000 Euro kosten. Nach ähnlichem Prinzip gestaltete Dorazio ein Jahr früher das gleich taxierte Werk „Jeu flamand VI“, allerdings mit weißen, gelben und orangefarbenem Geraden auf brauner Leinwand. Ein Highlight ist Dorazios Streifenbild von 1967 namens „Fluted dancer“, das ohne eine Netzstruktur auskommt und bunte Farbfelder senkrecht nebeneinander stellt. 70.000 bis 100.000 Euro sind für die knapp über einen Meter hohe Arbeit gefordert.

Mehr auf Materialästhetik als auf Farben setzte der Bologneser Pier Paolo Calzolari. „Untitled“ von 1992 besteht unten zur Hälfte aus Blei, Acryl und geschmolzenem Wachs, das oben von einem braunrotem Netzgewebe überfangen wird. Für 30.000 bis 40.000 Euro steht dieses durch seine Unvollkommenheit charakterstarke Los zum Verkauf, zum gleichen Preis wie sein zwei Jahre jüngeres, irritierend wirkendes Werk, das zwischen natürlichem Material und industrieller Technik changiert. Die ebenfalls titellose Arbeit ist aus einer mit Salz überzogenen Platte und unten rechts einer Modellbahnschiene zusammengesetzt, auf der eine Walnuss liegt. Genauso schwer zu enträtseln ist Emilio Isgròs 2004 geschaffene Arbeit „Scilla e Cariddi“. Auf einer Holztafel sind aufgeklebte Fliegen zu sehen, die teils in Gruppen geballt um einen größtenteils geschwärzten Text gruppiert sind. Dieser ist an den noch sichtbaren Stellen in griechischen Buchstaben verfasst und eine Anspielung auf die Gestalten Skylla und Charybdis aus der griechischen Mythologie. Beide waren Seeungeheuer, die zwischen Italien und Sizilien, der Heimat des Vertreters der Konkreten Poesie, in einer Meerenge lebten und unter anderem in Homers Odyssee in Aktion treten (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR).

Ein harter Brocken ist zudem Tano Festas abstrakte „Teoria di specchi per bagno pubblico Teoria di specchi per un volto“ von 1962. Diese „Theorie der Spiegel für öffentliche Bäder Theorie der Spiegel für ein Angesicht“ manifestiert sich in einem Querformat, bei dem sich auf schwarzem Hintergrund links drei und rechts ein Streifen mit lebendig ausladender weißer Malerei befinden (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR). Dass Festa wenig später unter dem Einfluss der Pop Art stand, beweist sein Kopf des Adam von 1966. Dieser ist mit gelben und grauen Flächen beinahe im Profil nach links dargestellt und von schwarzen Balken vor weißer Wolke umstrahlt (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Vor solch starken Kontrasten schreckte auch Antonio Sanfilippo nicht zurück. Seine ausdrucksstarke feingliedrige Komposition in Schwarz, Weiß und Rot aus dem Jahr 1957 soll dem Titel „Numerosi Spazi 1“ nach „Zahlreiche Räume“ eröffnen und schafft dies unter anderem durch teils an Schriftzeichen erinnernde Binnenelemente (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Ähnlich gestisch malte Emilio Vedova. Der Klassiker italienischer Abstraktion nutzte eine reduzierte Farbpalette für „Per una protesta No. 6 – Dal ciclo della protesta“ von 1953. Die energiegeladene Farbschlacht ist ein Highlight der Versteigerung und soll 280.000 bis 380.000 Euro einspielen. Etwas preiswerter ist da mit 100.000 bis 150.000 Euro „Per la Spagna, n. 11“ von 1962. Das zwei Meter große Hochformat in monochromem Schwarz-Weiß wirkt durch die breiten Pinselstriche noch bewegter.

Um 1957/58 malte Renato Birolli die „Landa invernale“. Diese ungegenständliche Winterlandschaft vereint kalte Farbtöne in ihrem Zentrum zu einer geballten lebensfremden Masse (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Auch bei seiner Leinwand „Il verde delle Cinque Terre“ aus dem Jahr 1958 ließ sich Birolli von der italienischen Landschaft inspirieren und schuf eine ähnliche Komposition, die aber durch ein kräftiges Frühlingsgrün mit abstrahierten Blumenmotive besticht (Taxe 75.000 bis 110.000 EUR). Bunt geht es ebenso bei Tancredi zu. Sich überschneidende Flächen füllen „A proposito della luce norvegese“ von 1958. Die Farben des auf 50.000 bis 70.000 Euro geschätzten Bildes erinnern an Abstufungen von Polarlichtern, die der Künstler vielleicht in Gedanken hatte, wie der Titel „Über norwegisches Licht“ verrät. Genauso mit Himmelsphänomenen beschäftigte sich im Jahr 1981 Alighiero Boetti. Seine „Cieli ad alta quota“, also „Himmel in großer Höhe“, zeigen, was der Titel verspricht. Der Hintergrund ist mit hellblauen Wasserfarben grundiert, die stark verdünnt sowie unterschiedlich kräftig aufgetragen sind und dadurch in verschiedenen Abstufungen der Farbintensität ineinander verlaufen. In diesem Himmel tummeln sich ungleich ausgerichtete Flugzeuge, die als Binnenzeichnungen umrisshaft mit Bleistift ausgeführt sind. Das Dorotheum erwartet für diese luftige Arbeit 70.000 bis 100.000 Euro.

Deutsche und österreichische Kunst nach 1945

Neben den Italienern sind bei der Versteigerung deutsche Nachkriegskünstler zahlreich zugegen. Eine wichtige Strömung nach 1945 war die ungegenständliche Malerei des Informel. Als einer deren Hauptvertreter kann Karl Otto Götz gesehen werden, dessen schwungvoller Pinselarbeit eine Dynamik innewohnt, die bis heute fasziniert. In Schwarz ziehen sich bei „Scouge“ aus dem Jahr 1958 seine breiten Schwünge in ihren Kurven sowie Überlagerungen über den braunen Hintergrund (Taxe 24.000 bis 32.000 EUR). Tiefer in die Tasche greifen müssen Freunde von Hans Hartung. Sein beinahe gleich großes Bild „T 1963 K43“ von 1963 im Querformat ist mit 80.000 bis 120.000 Euro veranschlagt. Geboten wird Interessenten dafür eine Konstruktion aus spitz zulaufenden nadelartigen Elementen in Grünstufen, die sich rechts gitterartig vor tief schwarzem Grund ballen. Lichterfüllter ist sein späteres Werk „T 1970 H21“. Das helle Gelbgrün der informellen Komposition aus wie geschabt wirkenden Linien tritt durch den Kontrast zum dunkelblauen Grund stark hervor (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR).

Ungebrochener Beliebtheit erfreut sich Kunst der Gruppe ZERO. Dies schlägt sich allerdings in deren Preisniveau nieder. In einer ritualartigen Performance namens „Raum zerteilter Vorstellung“ spaltete Günther Uecker 1982 in der Münchner Galerie Walter Storms eine seiner Nagelarbeiten in ungefähr zehn Zentimeter breite Teilstücke, die später die Ausstellung füllten. Eines dieser Elemente ist nun für 50.000 bis 70.000 Euro zu haben. Mitglied des Künstlerkollektivs war zudem Heinz Mack. Seine auf optische Effekte angelegte Arbeit von 1967, die aus verschieden grauen quadratischen Aluminiumtäfelchen ein gezacktes Muster ergibt, führt das Dorotheum für 20.000 bis 30.000 Euro. Mehr in Richtung Op-Art tendiert Ludwig Wilding. Sowohl sein „Original Stereoskopisches Bild PSR 8538“ von 1982, als auch sein „Objekt mit Scheinbewegung“ von 1989, die beide jeweils 30.000 bis 40.000 Euro wert sein sollen, sind aus Kästen gearbeitet, die halbdurchsichtig und in verschiedenen Tiefenstaffelungen beim Betrachten Illusionen von Form und Bewegung hervorrufen. Adolf Luther steigerte 1990 solche Op-Art-Prinzipien im „Sphärischen Spiegelobjekt“ noch weiter, indem er den Beobachter durch runde nebeneinander angereihte Spiegel direkt ins Werk holt. Die Erwartung liegt bei 100.000 bis 150.000 Euro, für eine ähnliche, aber kleinere Arbeit aus den Jahren 1973/74 mit sechs beleuchteten konkaven Spiegeln bei 50.000 bis 60.000 Euro.

Die Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg ist jedoch auch figürlich geprägt. In der frühen Zeichnung „Zur Psychologie des Eroberers“ von 1948 setzt sich Arnulf Rainer deutlich mit dem Schrecken des erlebten Krieges auseinander (Taxe 40.000 bis 55.000 EUR). Günstiger sind seine mit Farbe übergangenen Fotografien, beispielsweise ein frontales Selbstporträt in ängstlichem Ausdruck von 1969 für 12.000 bis 18.000 Euro oder der tänzerische aber doch verschlossen zurückhaltende „Schwung“ für 8.000 bis 14.000 Euro. Anselm Kiefers „Floß der Medusa“ basiert als Collage ebenso auf Fotografien. Die kalte Darstellung von 2003 mit metallischer Ästhetik, Wasser und einer Betontreppe ist auf 80.000 bis 140.000 Euro taxiert. Den Menschen setzte Stephan Balkenhol in Szene. Die Kombination aus einem Holzrelief und einer vollplastischen Figur namens „Sächsische Schweiz & Akt mit Schürze“ von 2007 stellt eine beinahe nackte Frau vor eine idyllische Landschaft mit Brücke (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Ähnlich grob gearbeitet ist Markus Lüpertz’ „David“ von 2013 für denselben Preis. Das einarmige, bunt bemalte Unikat aus lackiertem Gips diente als Vorlage für seine Bronzeedition. Georg Baselitz’ „Mond“ aus den Jahren 1989/2014 ist abstrakter gehalten. Die in einer Auflage von neun Stück gefertigte Plastik wirkt wie ein grob behauener dunkler Holzklumpen (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Nochmal 20.000 Euro höher rangiert Gerhard Richters unbetitelte Ölmalerei mit verwischten Farben auf einem technischen Plan des Jahres 2008.

Internationale Offerten

Auch international hat das Dorotheum bekannte Namen zu bieten. Ein breites Ölgemälde des dänischen Klassikers Asger Jorn namens „Liebeslächeln“ von 1958 besticht für 80.000 bis 120.000 Euro durch seine starke Farbigkeit, gestische Ausdruckskraft und die gekonnte Abstraktion. Fünf Jahre später beschäftigte sich der Niederländer Karel Appel ebenso mit der Darstellung von Emotionen. Seine „Bon Homme de la Lune“ haben überproportional große Gesichter und starren dem Betrachter in all ihrer knalligen Farbigkeit geradezu entgegen (Taxe 100.000 bis 120.000 EUR). Die 1960er Jahre waren auch das erste Jahrzehnt der Pop Art, die sich mit eben solcher Farbfülle auszeichnet. Großmeister Andy Warhol ist jedoch mit einem ungewohnt monochromen späteren Werk beim Dorotheum vertreten. Seine Arbeit „Two Diane Keaton“ von 1984 zeigt die trauernde Schauspielerin im Halbprofil nach links blickend und doppelt nebeneinander gestellt, einmal vor weißem, einmal vor schwarzem Grund (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR).

Jedoch schon für weniger Geld ist gute Pop Art zu haben, deren Merkmal unter anderem das Zitieren bekannter Motive ist. So griff der gebürtige Franzose Alain Jacquet 1964 Manets Hauptwerk „Frühstück im Grünen“ auf, transferierte es durch Figuren am Schwimmbadbecken in seine Lebenswelt und stellte es im pixeligen Vierfarbendruck auf zwei Leinwänden dar (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Das Doppelte ist von dem gefordert, der eine gestische Abstraktion von Jean-Paul Riopelle aus dem Jahr 1959 besitzen möchte. Verwischte kleine Flächen mit verlaufenden Übergängen füllen das unruhige aber in sich schlüssige Bild, das mehr durch seine Farben als durch Formen zusammengehalten wird. 1971/74 malte der Wahlpariser Victor Vasarely „Biond-W“, eine optische Illusion aus Kreisen in verschiedenfarbigen Quadraten, die durch Verzerrungen eine nicht vorhandene Tiefe suggerieren (Taxe 45.000 bis 65.000 EUR).

Auch der amerikanische Kontinent ist mit einigen Highlights vertreten. Dazu zählt Philip Gustons 1957 entstandene Komposition. Mit Öl auf Papier schuf er im Stil des Abstrakten Expressionismus ein ungestümes Bild in gedeckten Farben, dessen Provenienz bis auf die legendäre Galerie von Leo Castelli in New York zurückgeht (Taxe 300.000 bis 400.000 EUR). Der Süden des Erdteils kann da qualitativ gut mithalten. Der gebürtige Venezolaner Jesús Rafael Soto setzt in der Arbeit „Ohne Titel (Escritura)“ von 1974 eine Malerei mit dichten grauen Streifen hinter eine tänzerisch wirkende Drahtkonstruktion, die an beinahe unsichtbaren Nylonfäden zu schweben scheint (Taxe 240.000 bis 320.000 EUR). Wie Soto hat ist auch der Kroate Julije Knifer in seiner Wahlheimat Paris gestorben. Radikal konzentrierte er sich seit den 1960er auf ein einziges formales Element: den Mäander, den er 1969 auch auf einer golden-schwarzen Leinwand in seine Einzelteile zerlegt hat (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Weit entfernt lebt die Japanerin Yayoi Kusama. Mit „Nets 21“ von 1997 bietet sie ein Beispiel für die asiatische zeitgenössische Kunst und spannt ein Netz aus kleinteiligen weißen Bögen auf türkisfarbenem Grund (Taxe 100.000 bis 140.000 EUR). Noch wilder geht es bei ihrem Landsmann Shozo Shimamoto zu, dessen „Palazzo Ducale 19“ aus einer Performance mit Bechern und Flaschen im Jahr 2008 in Genua entstand. Für 60.000 bis 80.000 Euro ist damit ein Bild im Angebot, das diese mit ihren exzessiven Farbspritzern nachvollziehen lässt.

Die Auktion „Zeitgenössische Kunst“ beginnt am 16. Mai um 18 Uhr. Eine Vorbesichtigung der Werke ist bis zum Versteigerungstermin täglich von 10 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr möglich. Der Katalog ist online unter www.dorotheum.com abrufbar.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



13.05.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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