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Kohle im Ruhrpott: Zollverein fängt mit dem Aufhören an

in der Ausstellung „Das Zeitalter der Kohle“

In sieben Monaten endet der industrielle Steinkohlebergbau in Deutschland. Im Saarland, um Aachen und speziell an der Ruhr bestimme einst die Kohle samt der daraus erwachsenen Industrie den Alltag wie kein anderer Faktor. Zwingend erforderlicher Zusammenhalt sowie absolute Zuverlässigkeit unter Tage unabhängig von Herkunft und Religion formten einen ganz eigenen Menschenschlag. Zum Ende der rund 250 Jahre währenden Epoche erzählt die Ausstellung „Das Zeitalter der Kohle“ in der ehemaligen Kokerei des Essener Welterbes Zeche Zollverein die Geschichte der Kohle samt ihren Einflüssen auf Alltagskultur, Design und Bildende Kunst.

Der vielschichtige Reigen der rund 1200 international zusammengetragenen Exponate reicht von Gemälden und Büsten der Zechenbesitzer, Baurelikten oder Arbeitsgeräten bis hin zu historischen Plakaten, Fahnen, Filmen oder Fotografien. Auftakt bildet ein rund sieben Tonnen schwerer Kohleblock, das größte je geförderte Stück Kohle. Historische Gerätschaften vom Förderwagen bis zur Grubenlampe zeigen Methoden und Hilfsmittel des nach 1800 einsetzenden Kohleabbaus in bis zu 1500 Metern Tiefe. In Etappen löste die Kohle, die in über Jahrtausenden aus Pflanzenresten entstanden und über die Welt verteilt ist, das Holz als Energieträger ab.

In der mittleren Ausstellungsebene stellen gigantische fensterlose Betonhallen die Freisetzung von Kraftreserven der Kohle und deren Folgen vor. Rund um die vom walisischen Künstler Jonathan Anderson kreierte Kunstinstallation „Dark Star“ aus Fiberglas und Kohlenstaub verweisen Exponate auf Ergebnisse der Kohleveredlung: Historische Gaslaternen dokumentieren die Nutzung in der Kohle gebundener Gase für Beleuchtungszwecke ab 1900. Aus Steinkohleteer wurden nach 1850 Farben in bislang nie erreichter Leuchtkraft, Schönheit und Vielfalt produziert. Die Textilindustrie als Großabnehmer beförderte einen Teerfarbenboom, in dessen Folge viele Farbenfabriken entstanden, aus denen später chemische Betriebe hervorgingen. Neben der rasanten Entwicklung der Schwerindustrie wurde die Herstellung vieler anderer Produkte wie Arzneimittel oder Kunststoffe angestoßen.

Kunsthistorisches Highlight ist eine um 1840 gefertigte Panoramatapete aus Lyon, die eindrucksvoll und stolz den Beginn eines dank der Kohle eingeleiteten Eisenbahnzeitalters feiert. Porträtgemälde und Büsten von „Schlotbaronen“, Pokale, Tafelaufsätze, Fahnen und Präsente, darunter eine Bernsteinschatulle für Emil Kirdorf, führen Macht und Einfluss der führenden Akteure vor Augen. Die Lebenswirklichkeit mit all ihren Klassenkämpfen oder Wohnungsproblemen sowie die Alltagskultur mit Artefakten vom Kohleherd bis zum Bergarbeiterakkordeon kommen dann an die Reihe, begleitet von dem monumentalen Sandsteinrelief „Bergmann, Soldat, Hüttenmann“ Georg Friedrich Hartjes und Alois Pendls aus dem Jahr 1938. Die Gründung der Montanunion 1951 als Keimzelle der europäischen Union, der mit der ersten Zechenschließung im Jahr 1958 einsetzende Strukturwandel und bleibende Aspekte wie die massiven Umwelteingriffe bilden den Abschluss auf der unteren Ebene.

Die Ausstellung „Das Zeitalter der Kohle“ ist bis zum 11. November auf der Zeche Zollverein zu sehen. Sie hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenlos. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch für 24,95 Euro erschienen.

UNESCO-Welterbe Zollverein
Areal C (Kokerei), Mischanlage
Arendahls Wiese
D-45141 Essen


Infos: www.zeitalterderkohle.de

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Georg Friedrich Hartje und Alois Pendl, Bergmann, Soldat, Hüttenmann,
 1938
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