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Alex Da Cortes Eminem in Köln

Der Kölnische Kunstverein vereint in seiner aktuellen Schau „The Superman“ vier Filmarbeiten von Alex Da Corte zu einer Installation. Hierbei handelt es sich um das 2013 geschaffene Werk „True Life“ und die dreiteilige Arbeit „Bad Land“ von 2017. Sie alle eint derselbe Ausgangspunkt einer persönlichen Erfahrung des Künstlers: Ein Freund sandte Da Corte ein Foto zu, das ihn angeblich vor Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ im Louvre zeige. In Wirklichkeit war es eine Aufnahme des US-amerikanischen Rappers Eminem. Aufgrund der Ähnlichkeit bewegte die Verwechslung Alex Da Corte dazu, sich mit Eminem und dessen Alter Ego Slim Shady auseinanderzusetzen. Hierbei konzentrierte sich Da Corte auf die Frage, was die Person Eminem ausmache, welche Psychologie sich mit ihr verbinde und wie sie sich wohl in einem privaten Umfeld gebärden würde. Das Resultat bildet „True Life“, wo der Künstler den Musiker mit entsprechender Frisur, Kleidung und Habitus imitiert. Der „falsche“ Eminem verzehrt seine Frühstückscerealien. Damit bezieht sich Da Corte auf die Dokumentation „66 Scenes From America“ des Dänen Jørgen Leth, in der Andy Warhol einen Hamburger isst. Da Corte setzt mit dieser simplen Tätigkeit des Menschen Eminem einen Kontrast zu Glanz, Ruhm sowie Drang und Drastik, die der Rapper verkörpert.

Die drei „Bad Land“-Filme sind als zusammenhängendes Werk konzipiert. Der Titel spielt auf das gleichnamige Problemviertel in Philadelphia an, wo sich das Atelier von Alex Da Corte befindet. Auch hier ist Eminem die Hauptperson, der im ersten Film einen Haufen älterer Playstation-Controller entknotet und ordnet. Dies sei laut Kunstverein ein Sinnbild für Angst, Macht und Kontrolle. Näher am echten Rapper Eminem ist der zweite Film: Begleitet von atmosphärischen Klängen raucht der Musiker Cannabis in selbstgebauten Pfeifen aus Alltagsgegenständen. Das letzte Werk präsentiert Eminem beim Färben seiner Haare mit Senf. Danach setzt er die Papierkrone eines Schnellrestaurants auf, die er konsequent mit Würzpaste beschmiert. Das in der Hip-Hop-Kultur beliebte Machtsymbol der Krone wird von Alex Da Corte nicht nur mit der Konsumgesellschaft verbunden, sondern auch humorvoll in Frage gestellt. Es wundert daher kaum, dass Eminem zum Ende hin immer mehr den Verstand verliert.

Das Schaffen des 1980 in Camden im Bundesstaat New Jersey geborenen Künstlers, der an der School of Visual Arts in New York, The University of the Arts in Philadelphia und an der Yale University studierte, umfasst neben Film auch Malerei, Skulptur und Installation. Seine Arbeiten waren unter anderem in der Secession in Wien, dem Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam und dem New Museum in New York zu sehen. Das Thema in seinen Kunstwerken sind die Bedingungen sowie die Verworrenheit menschlicher Wahrnehmung und die damit verbundenen Reaktionen. Ein besonderes Augenmerk legt Alex Da Corte dabei auf die Komplexität der heutigen Konsumwelt und deren Verflechtungen mit sozialen, kulturellen und politischen Sphären. Den Ausgangspunkt seiner Arbeiten bilden meist Objekte und Szenerien aus seinem persönlichen wie auch aus dem allgemeinen gesellschaftlichen Umfeld, die er durch Modifikationen, Perspektivwechsel oder kontrastreiche Gegenüberstellungen transformiert.

Die Ausstellung „Alex Da Corte. The Superman“ läuft bis zum 17. Juni. Der Kölnische Kunstverein hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Kölnischer Kunstverein
Hahnenstraße 6
D-50667 Köln

Telefon: +49 (0)221 – 21 70 21
Telefax: +49 (0)221 – 21 06 51

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


20.04.2018, Alex Da Corte - The Superman

Bei:


Kölnischer Kunstverein

Künstler:

Alex Da Corte








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