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Baselitz-Diebe verurteilt

Urteile im Prozess um gestohlene Bilder von Georg Baselitz gefällt

Gestern fiel der Schiedsspruch im Prozess um den Raub mehrerer Kunstwerke aus dem Besitz des deutschen Malers und Bildhauers Georg Baselitz. Das Landgericht München I verurteilte die beiden Hauptangeklagten wegen Diebstahls und gewerbsmäßiger Hehlerei zu je drei Jahren Haft. Ein Komplize erhielt zudem für seine nachgewiesene Beihilfe zur Tat eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Den Wert der Diebesbeute, unter der sich neben Baselitz’ eigenen Arbeiten auch eine Skulptur von Tony Cragg und ein Gemälde von Christa Dichgans befanden, bezifferte das Gericht mit 1,8 Millionen Euro.

Zwischen Juni 2015 und März 2016 hatte ein aus Düsseldorf stammender Mitarbeiter eines Speditionsunternehmens in Aschheim bei München insgesamt 19 dort eingelagerte Kunstgüter Baselitz’ entwendet. Anschließend übergab er sie einem Leverkusener Bekannten, der sie gemeinsam mit seinem Sohn veräußern sollte. Die von der Anklage für alle drei Männer geforderten Strafen von vier und viereinhalb Jahren fielen aufgrund umfangreicher Geständnisse gleich zu Prozessbeginn geringer aus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Fehlen der Werke im „Archiv Georg Baselitz“ wurde erst bemerkt, als die Hehler das Gemälde „Bruno II“ im Herbst 2016 einer Münchner Galerie für rund 130.000 Euro anboten, obwohl es normalerweise auf knapp 450.000 Euro taxiert wird. Die Galeriemitarbeiter wurden daraufhin misstrauisch und setzten eine Überprüfung in Gang. Den Tätern war bis dahin letztlich nur ein Verkauf gelungen. Das Bild „Stürzender Adler“, das für 22.000 Euro veräußert wurde, darf nach Absprache mit Baselitz beim Käufer verbleiben. Drei Objekte sind bisher nicht wieder aufgetaucht. Die Papierarbeit „Akt Elke“, geschätzter Wert zwischen 40.000 und 45.000 Euro, wurde von den Angeklagten unwiederbringlich zerstört. Die übrigen Werke wurden zurückgegeben.

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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