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Marie-Luise Heller in Ingolstadt

Marie-Luise Heller, Dia-Objekt, 1970

Das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt gewährt in seiner aktuellen Ausstellung einen Blick auf das Werk von Marie-Luise Heller. Laut Museum stehe ihr Werdegang exemplarisch für Frauen der Kreativszene in der BRD bis in die 1970er Jahre, in der sich Künstlerinnen nur schwer auf dem Kunstmarkt behaupten konnten. Mit der Schau wollen die Kuratorinnen Simone Schimpf und Alexandra Liebherr auf der Schaffen der 2009 in Augsburg verstorbenen Künstlerin aufmerksam machen. Die 1918 in Worms geborene Heller begann ihre Karriere als figurative Malerin, bevor sie sich in den 1950er Jahren der abstrakten Kunst mit kräftigen Farben zuwandte. Der Bezug ihrer Arbeiten zur Konkreten Kunst, so die Mitteilung des Museums, liegt in einer „ungegenständlichen Variante“ der amerikanischen Pop Art, die mit Linien und Spiralen arbeitet. Die Exponate der Schau beinhalten neben den Arbeiten auf Plexiglas auch Leinwände der späten 1960er Jahre sowie Klebestreifenbilder der frühen 1970er Jahre.

1967 wählte Marie-Luise Heller Kunstsoff als Träger ihrer Bilder: Sie montierte transparentes Plexiglas in mehreren Scheiben hintereinander und erzielte damit überraschende optische Wirkungen, deren Wahrnehmung sich mit dem Standort des Betrachters ändert. Ihr „Dia-Objekt“ von 1970 vermittelt eine konstruktive Komponente. Massige dreidimensionale und eckige Schleifen vibrieren in einem endlos wirkenden ornamentalen Muster in leuchtendem Pink, Wein- sowie Orangerot. Ein weiteres, vier Jahre später geschaffenes „Dia-Objekt“ erinnert in der dekorativen Augentäuschung an Maurits Cornelis Eschers unmögliche Konstrukte. Heller verschränkt zwei Paar blaue und rote Polygone auf einer imaginären vertikalen Achse miteinander. Die intensiven Farben machen die irreale räumliche Anordnung beinahe vergessen.

Die Ausstellung „Marie-Luise Heller“ läuft bis zum 17. Juni. Das Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Museum für Konkrete Kunst
Tränktorstraße 6-8
D-85049 Ingolstadt

Telefon: +49 (0)841 – 30 51 871
Telefon: +49 (0)841 – 30 51 877

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


15.04.2018, Marie-Luise Heller

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Museum für Konkrete Kunst

Variabilder:

Marie-Luise Heller, Dia-Objekt, 1970
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Künstler:

Marie-Luise Heller








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