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New Positions, Collaborations und Neumarkt auf der Art Cologne

Dem Nachwuchs eine Bresche!



am Stand der Galerie Clages aus Köln

am Stand der Galerie Clages aus Köln

Vor zehn Jahren übernahm Daniel Hug, ein Nachfahre aus der Familie Moholy-Nagy, die Art Cologne. Zehn Jahre bedeuten Neuerungen und Experimente. Ein geglücktes Unterfangen, das schon vor Hugs Zeiten erfolgreich war, sind die „New Positions“. Seit 1980 gehören sie zum festen Bestandteil der Kölner Kunstmesse und werden von der Bundesbeauftragten für Kultur, dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler, dem Land NRW und der Koelnmesse gefördert. Damit hat sich dieses erfolgreiche Konzept bei Sammlern festgesetzt, die auf der Suche nach junger Kunst sind. Das Bild, das sich bei der aktuellen Ausgabe der Art Cologne in Halle 11.3 zeigt, ist eine gekonnte Symbiose aus „Neumarkt“ und „Collaborations“, wobei die Sektion „Neumarkt“ sicherlich noch spannender ist, da die jungen Galerien – keine darf länger als zehn Jahre bestehen – höchstens drei Künstler aus ihrem Programm präsentieren oder aber eine Soloshow ausrichten.


Man geht von Koje zu Koje oder betrachtet von den großzügigen Ruheinseln aus das Angebot. Zum ersten Mal auf der Art Cologne ist die Galerie Crèvecoeur aus Paris und Marseille mit dem 1982 geborenen Künstler Renaud Jerez zugegen. Er hat seine aus verschiedenen Materialien konstruierte Menschenplastik, die als solche kaum zu erkennen ist, schon 2015 im Museum für zeitgenössische Kunst in Prag vorgestellt. 16.000 Euro kostet das Werk, obwohl Daniel Hug bei der Pressekonferenz noch vollmundig bekanntgab, dass in der Sektion „Neumarkt“ kein Werk über 5.000 Euro rangieren werde. Clages aus Köln tritt schon zum neunten Mal im „Neumarkt“ auf und steht damit vor dem Ende der Teilnahme am jungen Programm. Marietta Clages macht den Trockel-Schüler Christian Theiß und auf Claus Richter aufmerksam. Theiß arbeitet bei seinen ungewöhnlichen Kombinationen mit Keramik und Kunststoff, während Richters Figuren, die an Puppen aus der Augsburger Puppenkiste erinnern, mit Pappe und verwandten Materialien produziert sind.

Martin Wenzel, Frankfurter Künstler und Schüler von Tobias Rehberger an der Städelschule, macht den Schilderwald auf Deutschlands Straßen zum Kunstwerk. Am Stand der Frankfurter Galerie Philipp Pflug haben sie sich in abstrahierter Form und knalligen Farben zu einem künstlerischen Stell-Dich-Ein versammelt. Fotografie aus Spanish Harlem und Los Angeles von Joseph Rodriguez mit eindrucksvollen Szenen voller Trostlosigkeit und eingefrorenem Lächeln finden sich bei Bene Taschen aus Köln. Dem Affen die Kunst näherzubringen, zumal diese monochrom und grau mit leichten, kaum wahrnehmbaren Strukturen gemalt wurde, das versucht Philip Emde bei der Kölner Galerie Ruttkowski;68. Das Besondere: der Künstler sammelt Steiftiere. Und diese lange Affenreihe, fein säuberlich auf einer Art hängendem Regal drapiert, zeigt die Tiere bei der Kunstbetrachtung. Die Kunstbetrachtung im Kleinformat mit Affe, Maus und Co. gibt es auch noch mal als Einzelwerk. Sehr amüsant und gleichzeitig sehr menschlich.

Auch aus Polen und Riga sind Galerien in den Sektor „Neumarkt“ gekommen. Zuzanna Czebatul, vertreten von der Galerie Piktogram aus Warschau, hat im Eingangsbereich der Art Cologne einen bunten Teppichboden auslegen lassen, bedruckt mit Symbolen und Worten aus Spielcasinos, die dort zum Glückspiel anregen sollen. Ist das eine Aufforderung zum Glücksspiel mit der Kunst? Die Galerie Alma kommt aus Riga und ist stolz, dass ihre Bewerbung angenommen wurde. Hier erzählt Eriks Apalais in seinen zurückhaltenden, oft monochromen Ölgemälden die Geschichte von „Stolichnaya und dem Schneemann“.

Eine Etage tiefer geht es zu den „New Positions“, die sich bei den renommierten Ausstellern angedockt haben. Die Galerie Eigen + Art hat in diesem Jahr Martin Groß mitgebracht. Seit fünf Jahren lebt der 1984 in Plauen geborene Künstler in London, hat dort an der Royal Academy studiert und erzählt von der Veränderung in seinem Werk durch die quirlige Metropole. Seine kleinteiligen Zeichnungen und silbrig glänzenden Texte handeln von den sozialen Landschaften einer Stadt. Gefertigt sind sie alle mit einem fetten Ölstift, den man vorwiegend in der Industrie verwendet. Der Vorteil dieses Stiftes, so Groß, ist, dass man ihn jederzeit überarbeiten kann. Die Galerie Kleindienst aus Leipzig stellt Julius Hofmann vor. In einer Art Plastikzelt spielt sein Film, der aus Zeichentrickelementen besteht. Amüsant sind die eingebauten Zitate aus der jüngeren Kunst, etwa von Tom Wesselmann, und die Verarbeitung von Elementen aus der eigenen Malerei. Die Galerie Krobath aus Wien hat sich Theresa Eipeldauer eingeladen und ihre dreidimensional wirkenden Linienzeichnungen im Angebot, die architektonisch-geometrische Formen ausbilden und seriell vervielfältigt sind.

Den Art Cologne Award for New Positions hat heuer Lito Kattou erhalten. Die 1990 geborene Zypriotin, die von der Eleni Koroneou Gallery aus Athen vertreten wird, darf sich nun über ein Preisgeld von 10.000 Euro, finanziert von der Deutschen Telekom, freuen, das in eine Einzelausstellung in der Kölner Artothek fließt. Sie überzeugte die Jury durch ihre „eigene Bildsprache: einer Kombination aus mythologischen Referenzen und der digitalen Welt“. Die skulpturale Installation auf der Art Cologne entführe in eine irritierende, befremdliche, kafkaeske, aus Monstern bestehende Welt und erzeuge eine Spannung zwischen Fiktion und Realität, Fläche und Dreidimensionalität, heißt es in der Begründung weiter. Mit ihrem Gefühl für Materialität verwandle die Künstlerin gelaserte Metallplatten mit Schmuckelementen aus Edelsteinen in skurrile Ungeheuer. Die zehnte Art Cologne unter der Federführung von Daniel Hug ist niveauvoll und spannend, gut strukturiert und im neuen Design höchst augenfreundlich.

Die 52. Art Cologne findet auf dem Gelände der Messe Köln in den Hallen 11.1, 11.2 und 11.3 statt. Sie hat bis zum 21. April von 11 bis 19 Uhr, am 22. April von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 25 Euro, ermäßigt 20 Euro, die Abendkarte ab 16 Uhr ebenfalls 20 Euro. Die Zweitageskarte gibt es für 35 Euro.

Kontakt:

KölnMesse GmbH

Messeplatz 1

DE-50679 Köln

Telefax:+49 (0221) 821 2574

Telefon:+49 (0221) 8210

E-Mail: info@koelnmesse.de



21.04.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

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