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Neu in Oldenburg: „Das Handtuch“ von Werner Berges

Werner Berges, Das Handtuch, 1969

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Oldenburg freut sich über einen wichtigen Sammlungszuwachs. Aus dem Nachlass des Ende Oktober 2017 verstorbenen Malers und Grafikers Werner Berges konnte es das Gemälde „Das Handtuch“ von 1969 erwerben. Der Ankauf gelang mit Mitteln des Nachlasses Heinz Liers und mit freundlicher Unterstützung der Familie Berges und der Oldenburgischen Museumsgesellschaft. Das von einem Streifenmuster, knalligen Farbflächen und der Silhouette einer Frauengestalt geprägte Gemälde gehöre zu den Schlüsselwerken des deutschen Pop Art-Künstlers, teilte das Museum mit. Es wird ab sofort in der Galerie Neue Meister im Prinzenpalais gezeigt und ergänzt dort die Abteilung mit Kunst nach 1945.

„Der in Cloppenburg geborene Werner Berges zählte zu den bedeutendsten deutschen Vertretern der internationalen Pop Art und zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern, die aus dem Oldenburger Land stammen“, so Rainer Stamm, Direktor des Landesmuseums. „Mir war es schon lange ein Anliegen, ein Gemälde aus seiner Pionierzeit, in der er die Bildformeln der Pop Art entwickelt hat, für unsere Sammlung zu erwerben. Noch kurz vor seinem Tod konnte ich diesen Wunsch mit dem Künstler diskutieren und er hat sich über den Ankaufswunsch sehr gefreut.“ In dieser Werkphase entstand „Das Handtuch“. Es ist mit vorwiegend pastelltonigen Acrylfarben auf Leinwand gemalt. Am linken Bildrand zeichnete Werner Berges die aus breiten Streifen definierten Umrisse einer Frau. Farbige Akzente setzte er in Pink und kräftigem Violett in der abstrakt-reduzierten Darstellung mehrerer Handtücher, die im flächigen Bildraum drapiert sind.

Nach seinem Studium der Gebrauchsgrafik in Bremen Anfang der 1960er Jahre entstanden Werner Berges’ erste Gemälde, die sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit bewegen. Ab 1963 studierte er in Berlin und schuf dort unter dem Eindruck der englischen und amerikanischen Pop Art die ersten figurativen Werke, die von grafischer Zweidimensionalität und abstrahierender Klarheit gekennzeichnet sind. Die Themen seiner Bilder entstammen meist der modernen Alltagskultur und nehmen Bezug auf Darstellungsformen der Werbung. Plakative Farbigkeit gepaart mit überdimensionierten Rasterpunkten und Streifen und klare Frauen-Silhouetten vor raumlosen Farbflächen dominieren viele seiner Werke.


28.03.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Werner Berges, Das Handtuch, 1969
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