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Wien präsentiert grafisches Werk von Bruno Gironcoli

Eigenwillig ist das Werkschaffen Bruno Gironcolis. Berühmt wurde der 2010 verstorbene Österreicher insbesondere durch futuristische Großplastiken, die zwischen natürlicher und technoider Anmutung oszillieren. Das parallel zum plastischen Schaffen entstandene malerische und zeichnerische Werk des ausgebildeten Gold-, Silber- und Kupferschmieds ist weitaus weniger bekannt. Nun stellt das Wiener Museum Moderner Kunst in einer Retrospektive unter dem Titel „Bruno Gironcoli. In der Arbeit schüchtern bleiben“ diesen Teil seines Œuvres vor, der dialogisch mit ausgewählten Skulpturen verknüpft ist.

Bereits vor dem Museumseingang steht ein silberner, mit Blüten und weiteren trivialen Dekorationselementen besetzter Trapezbogen aus Aluminiumguss. Klischeehafte Sujets aus kitschiger Alpenwerbung verschmelzen zu einem ungewöhnlichen Gebilde. Innen wird dann am Beispiel überwiegend großformatiger Blätter deutlich, wie Bruno Gironcoli losgelöst von realen Größenverhältnissen, physikalischen Zwängen und körperlichen Grenzen schablonenhafte Figuren, Tiere, Symbole oder Apparaturen zu surrealen Szenerien fügt. Diese „Flächen von Überlegungen“, so der Künstler, dienten ihm zum Durchspielen bildhauerischer Optionen. Sie werden mit der Zeit immer malerischer und freier, scheinen sich beständig vom bildhauerischen Schaffen zu entfernen.

In den 1980er Jahren setzen sich kräftige Farben wie Pink, Violett oder Türkis verstärkt über grafische Begrenzungen hinweg. Fast flüssig erscheinende Metallfarben verleihen den Großformaten eine quasi plastische Anmutung. Gironcolis Themen sind das Verhältnis von Natur und Technik, individuelle und gesellschaftliche Zwänge wie Sexualität, Religion oder Politik sowie die fetischhafte Aufladung von Dingen und Waren, die er zu unvergleichlichen visuellen Lösungen geführt hat. Die Figuren und Dinge muten wie stillgelegt an und zu formelhaften Ketten verbunden. Nach Meinung des Künstlers überholte religiöse und politische Symbole durchsetzen die Illustrationen, die Gironcolis Faszination für technische Maschinen, Elektrizität und Kitsch offenbaren.

Die Zeichnungen sind Bühnen spannungsreicher Gedanken, über die sich dem Alltag entnommene disparate Versatzstücke in kuriosen Kombinationen aus Hakenkreuzen, Madonnen, Herzen, Toilettenschüsseln, Kehrschaufeln, Kämmen, Ähren, Glühbirnen, Totenschädeln, Hunden, Affen oder kauernden Männern verteilen. Gironcolis Schaffen kann als poppig-dandyhafte Alternative zum Wiener Aktionismus verstanden werden, das Anklänge an futuristisches Design, die Pop Art oder Techno-Utopien enthält. Assoziativ aufgeladene Arrangements aus sogenannten „schäbigen“ Werkstoffen wie Kunststoff, Gips, Pressspan oder Drähten rücken Gironcolis Installationen zudem in die Nähe magischer Dingarrangements eines Joseph Beuys.

Die Ausstellung „Bruno Gironcoli. In der Arbeit schüchtern bleiben“ ist bis zum 27. Mai zu besichtigen. Das Museum Moderner Kunst hat montags von 14 bis 19 Uhr, dienstags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 9 bzw. 8 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren ist er frei. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 38 Euro.

Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Museumsplatz 1
A-1070 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 525 00
Telefax: +43 (0)1 – 525 00 13 00

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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