Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 28.04.2018 Auktion 48

© Auktionshaus Lehr

Anzeige

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Düsseldorf gibt sich „Black & White“

Jean-Auguste-Dominique Ingres und Werkstatt, Odalisque in Grisaille, um 1824/34

Was wäre die Welt ohne Farbe? Doch schon seit Jahrhunderten entscheiden sich Künstler, Bilder ausschließlich in Schwarz und Weiß zu malen. Der Verzicht auf jedwede Farbe kann verschiedene Beweggründe haben. Sie reichen von rein funktional-ästhetischen Aspekten bis hin zu moralischen oder philosophischen Intentionen. Nun widmet sich eine Ausstellung der Geschichte der Schwarz-Weiß-Malerei. Die erste Station war in der National Gallery in London, wo sie unter dem Titel „Monochrome. Painting in Black and White“ gezeigt wurde. Nun macht die Präsentation im Düsseldorfer Museum Kunst Palast unter der Bezeichnung „Black & White. Von Dürer bis Eliasson“ in einer etwas erweiterten Form halt. Neun Kapitel gliedern die 96 Exponate von 75 Künstlern aus über 700 Jahren. In Referenz an die Fotostadt Düsseldorf wurde die Auswahl um Arbeiten des erst knapp 200 Jahre jungen Mediums der Fotografie erweitert.

Die ältesten schwarz-weiß gestalteten Kunstwerke besaßen eine religiöse Funktion und standen für eine Abwendung von den Zerstreuungen der bunten Welt. Die streng enthaltsamen Zisterzienser hielten sogar die gestalterische Askese in ihren Regularien fest. So bauten sie in ihren Kirchen keine Buntglasfenster ein. Abstrakte pflanzliche Ornamente wie Rankenmotive bestimmen ihre graumonochromen Grisaillemalereien, deren Bezeichnung sich vom französischen „gris“ ableitet. In der Folge reduzierten Maler ihre Palette, um den Fokus auf ein bestimmtes Sujet, eine Entwurfsidee oder eine Technik zu lenken. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden erste monochrome Bilder, die weder vorbereitenden noch religiösen Charakter besaßen. Zu den Höhepunkten der Schau zählt Jean-Auguste-Dominique Ingres’ berühmter Frauenakt „Odalisque in Grisaille“, bei der sich der Künstler um 1824/34 auf das Spiel von Licht und Schatten und deren Nuancen konzentriert hat.

Ein anderer Meister des Farbeinsatzes, Edgar Degas, ist mit seinem einzigen bekannten Grisaillegemälde vertreten. Seine „Ballettprobe auf der Bühne“ von 1874 entstand als Vorläufer zweier Farbfassungen. Andrea Mantegna ahmt in seinem faszinierenden Graugemälde „Einführung des Kultes der Kybele in Rom“ antike Figurenreliefs täuschend echt nach, wobei eine Buntmarmorwand im Hintergrund die Licht- und Schattenspiele noch verstärkt. Auch Giovanni Domenico Tiepolo übt sich in der Augentäuschung, wie sein effektvoll in grauem Ton modelliertes Figurenfresko „Jacopo Porto wird 1022 zum Gouverneur von Vicenza ernannt“ darlegt, dessen goldene Rückwand die skulpturale Anmutung noch verstärkt. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts fand die monochrome Malerei in der abstrakten Kunst zunehmend Verbreitung, etwa in den USA durch Jackson Pollock oder Josef Albers. Heute arbeitet beispielsweise Gerhard Richter mit monochromen Grau. Der Parcours endet mit der jede Farbe unterdrückenden Lichtinstallation „Room for one Colour“ von Olafur Eliasson.

Die Ausstellung „Black & White. Von Dürer bis Eliasson“ ist bis zum 15. Juli zu besichtigen. Das Museum Kunst Palast hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 9,50 Euro. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museumsshop 39,90 Euro kostet.

Stiftung Museum Kunst Palast
Ehrenhof 4-5
D-40479 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 566 42 100
Telefax: +49 (0)211 – 566 42 906


27.03.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


22.03.2018, Black & White. Von Dürer bis Eliasson

Bei:


Museum Kunst Palast

Variabilder:

Jean-Auguste-Dominique Ingres und Werkstatt,
 Odalisque in Grisaille, um 1824/34
Jean-Auguste-Dominique Ingres und Werkstatt, Odalisque in Grisaille, um 1824/34

Variabilder:

Edgar Degas, Ballettprobe auf der Bühne, 1874
Edgar Degas, Ballettprobe auf der Bühne, 1874

Variabilder:

Olafur Eliasson, Room for one Colour, 1997
Olafur Eliasson, Room for one Colour, 1997

Variabilder:

Frauenkopf umgeben von Laubwerk und Lilien, um 1320/24
Frauenkopf umgeben von Laubwerk und Lilien, um 1320/24

Variabilder:

Hans Op de Beeck, The Collector’s House, 2016
Hans Op de Beeck, The Collector’s House, 2016

Variabilder:

Gerhard Richter, Helga Matura mit Verlobtem, 1966
Gerhard Richter, Helga Matura mit Verlobtem, 1966

Variabilder:

Giovanni Domenico Tiepolo, Jacopo Porto
 wird 1022 zum Gouverneur von Vicenza ernannt, um 1760
Giovanni Domenico Tiepolo, Jacopo Porto wird 1022 zum Gouverneur von Vicenza ernannt, um 1760








News vom 23.04.2018

Harald Krejci neuer Chefkurator im Belvedere

Harald Krejci neuer Chefkurator im Belvedere

Helmuth Macke ist in Bonn angekommen

Helmuth Macke ist in Bonn angekommen

Johannes Post erhält neuen Fotopreis

Johannes Post erhält neuen Fotopreis

Marie-Luise Heller in Ingolstadt

Marie-Luise Heller in Ingolstadt

Hodler und Giacometti in Winterthur

Hodler und Giacometti in Winterthur

News vom 20.04.2018

Art-Kuratorenpreis für Yilmaz Dziewior und Stephan Diederich

Art-Kuratorenpreis für Yilmaz Dziewior und Stephan Diederich

Zwei Zick-Bilder für Koblenz

Zwei Zick-Bilder für Koblenz

News vom 19.04.2018

Joseph Beuys bei Ropac in London

Joseph Beuys bei Ropac in London

Stippvisite von Friedrich Gräsel bei Van Ham in Köln

Stippvisite von Friedrich Gräsel bei Van Ham in Köln

Ronaldo Schemidt erhält Photo of the Year Award

Ronaldo Schemidt erhält Photo of the Year Award

Matthias Wollgast in Bonn

Matthias Wollgast in Bonn

Haegue Yang in Köln

Haegue Yang in Köln

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Kunsthandel Hubertus Hoffschild - Stillleben , 2001

Hans Laabs bei Kunsthandel Hubertus Hoffschild
Kunsthandel Hubertus Hoffschild

Galerie Frank Fluegel - Katz - Laura

Sommeraccrochage - Kunstmarkt 2018
Galerie Frank Fluegel





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce