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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Messe-Nachbericht

Die Eurantica ist auf das Messegelände nach Brüssel zurückgekehrt, und die Aussteller freuen sich über den gewohnten Rahmen für ihre Kunststücke

Auf altem schönem Terrain



Gemeinschaftsarbeit der Aborigines-Künstlerinnen von Kaltjiti

Gemeinschaftsarbeit der Aborigines-Künstlerinnen von Kaltjiti

Bob Shimanovich hat wohl allen Händlern aus der Seele gesprochen, als er von der geglückten Rückkehr der „Eurantica“ auf das Brüsseler Messegelände am Atomium gesprochen hat. „Natürlich sind die Interessenten in diesen zwei Jahren nach Mechelen gekommen“, sagt er, „aber es gab kaum Publikumsverkehr, da wir doch sehr abgelegen waren.“ Verärgert ist er allerdings darüber, dass die Kunst- und Antiquitätenmesse heuer nur fünf Tage gedauert hat. „Zwei Wochenenden sollten bei dieser Messe drin sein, damit die Kunden aus den angrenzenden Ländern, wie Frankreich, den Niederlanden und Deutschland anreisen können.“ Mit 90 Ausstellern gab sich die Eurantica in diesem Jahr übersichtlich, aber auch in hohem Maße elegant in Halle 1 der Expo in Brüssel.


Der überwiegende Teil der Aussteller stammte aus Belgien, gefolgt von Frankreich, den Niederlanden, England, sogar Spanien und ganz zum Schluss Deutschland. Das alte Flair war wieder da, vom Restaurant bis zum Blumenschmuck und den schick hergerichteten Kojen mit Kunst für den großen und kleinen Geldbeutel. Das breit gefächerte und von Gutachtern bewertete Angebot auf der Eurantica lockte immer wieder Kunden und Neugierige an, die sich hier in Ruhe umsahen. Bob Shimanovich aus Berlin, der seit vielen Jahren an der Messe teilnimmt, war in diesem Jahr einer von zwei deutschen Ausstellern. Als Highlight präsentierte er an seinem Stand drei Figuren von Demetre Chiparus, der zu den bedeutendsten Art Déco-Bildhauern zählt. Der Rumäne stellt meist Tänzerinnen der „Ballets Russes“ dar, damals Sinnbild für die moderne Frau. Natürlich sind diese Grazien nicht preiswert, aber das, sagte Shimanovich, störe den wahren Sammler nicht. Ein kleines Philosophenpaar aus altem Elfenbein, Voltaire und Rousseau, entstanden im 18. Jahrhundert, lagen Shimanovich besonders am Herzen.

Der zweite deutsche Aussteller im Bunde war die Galerie Louis – Decorative Arts and Antiques aus Ingolstadt. Gleich am Eingang der Koje fielen zwei „Mazda“-Lampen auf, natürlich noch original aus den 1930er Jahren. Beginnend in den späten 1920er Jahren, wurden diese Lampen in Paris hergestellt und fanden Einzug in die Büros. Passend dazu gab es marktfrische Möbel aus den 1930er Jahren, zum Teil aus Privatbesitz. Auffallend im großen Angebot der Messe waren die zahlreichen Stände mit hochkarätigem Schmuck. Bei Sonja de Haulleville aus Brüssel glänzten Schmuckstücke aus allen Epochen von 650 Euro bis 10.000 Euro und nicht ausgezeichnete Pretiosen, die den Wert nur erahnen ließen. Mit Broschen aus Amerika offerierte The old Treasury aus den Niederlanden großartigen Modeschmuck. Die verführerischen Sammelobjekte, die gerne gekauft werden und so manches Revers eleganter Damen zieren, rangierten im mittleren Preissegment. Exklusives Geschirr von Hermès, ergänzt durch schwere Kristallgläser aus der Cristallerie Baccarat, und dazu die passende Leinentischwäsche hielt Dans de Beaux Draps aus Toulon bereit.

Die Eurantica ist auch dafür bekannt, dass hier Galerien ausstellen, die Nischen bedienen, wie historische Autogramme, Briefe und alte Noten. Preise zwischen 3.000 und 7.000 Euro waren bei La Tradition de l’Ecriture aus Paris keine Seltenheit. Die zeitgenössische Kunst hat schon seit Jahren ihren Stammplatz auf der Messe. Das Spektrum reicht von großen Gemälden der australischen Aborigines bei Aboriginal Signature Estrangin Gallery aus Brüssel bis hin zu Blättern von Bernar Venet, von dem man vor allem seine runden Metallskulpturen kennt. Auch seine Zeichnungen beruhen auf dem Prinzip der Linie. Es ist schön, dass die Eurantica wieder nach Brüssel zurückgekehrt ist. Alle Aussteller sind nach wie vor einer Meinung: Belgien ist das Land, in dem Messen für Kunst und Antiquitäten seriöse Sammler anziehen, vor allem diejenigen, die in Belgien noch „das alte Geld“ verkörpern. Bonne chance, Eurantica für 2019.

Die Eurantica, die 1981 gegründet wurde, hat am 25. März die Türen der Halle 1 auf dem Brüsseler Expo-Gelände geschlossen. Sie wird auch im März 2019 dort stattfinden.



27.03.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

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François Honoré Georges Jacob-Desmalter und Georges Jacob II, Schreibtisch, Paris um 1800

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