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Berliner Realismus im Bröhan-Museum

Das Bröhan-Museum in Berlin präsentiert ab heute Berliner Vertreter des Realismus. Künstler in der Hauptstadt wandten sich um 1900 gezielt den sozialen Themen zu und verarbeiteten sie in Gemälden, die Kaiser Wilhelm II. als „Rinnsteinkunst“ bezeichnete. Die Schau beginnt mit Werken um 1890 und endet bei Arbeiten aus den 1930er Jahren. Die etwa 200 Exponate beinhalten Gemälde, Grafiken und Fotografien von Künstlern wie George Grosz oder John Heartfield. Als Beispiele des proletarischen Films sind der Stummfilm „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“ von Phil Jutzi und „Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?“ des Bulgaren Slatan Dudow unter Mitarbeit von Bertolt Brecht zu sehen.

Armut, Hunger und soziales Elend der Arbeiterschaft bilden zentrale Themen in den Werken von Hans Baluschek, Käthe Kollwitz und Heinrich Zille. Käthe Kollwitz zeigt in ihrer Gouache „Arbeiter vom Bahnhof kommend“ um 1899 ausgemergelte Gestalten in einfacher dunkler Kleidung mit tief liegenden müden Augen und teils scharf herausstechenden Wangenknochen. Eine Zäsur setzt der Erste Weltkrieg. Hier beginnt die zweite Generation der Berliner Realisten mit Otto Dix, Conrad Felixmüller oder Otto Nagel. Sie setzen sich weniger mit dem „kleinen Mann“ auseinander, sondern kritisieren vor allem die umspannenden gesellschaftlichen Missstände der Weimarer Republik. Die neue Technik der Fotomontage und der Collage findet Verwendung, um mit Text und Bild vor politischen Entwicklungen zu warnen. Die wiederkehrenden Sujets sind Krieg, Revolution, Kapitalismuskritik, soziale Ungleichheit und Prostitution.

Otto Dix’ abstraktes Gemälde „Schützengraben“ von etwa 1918 präsentiert in einem wilden wellenartigen Reigen angeschossene Gestalten, aus deren Wunden Blut spritzt. Geschwungene Pinselstriche in Olivgrün, Weiß oder Blau fragmentieren den Strudel der Figuren. Wie eine übermächtige politische Drohung wirkt Bruno Böttger-Steglitz’ Federarbeit „Aufruhr Bild I“ von 1924. Über den eng aneinandergepressten Stadthäusern, die bald zu den Essen und Fabrikbauten übergehen, erhebt sich die drohende, alles überragende Figur eines Arbeiters in Ketten mit weit aufgerissenen Augen. Seine Größe und die zu Fäusten geballten Hände verdeutlichen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er sich losreißt und ein Arbeiteraufstand beginnt. Ab Mitte der 1920er Jahre illustrieren Fotografen die Lebensumstände der Arbeiter, so etwa August Sander im „Berliner Kohleträger“ von 1928, der mit seinem Korb gerade aus einer Kellertür schreitet.

Die Ausstellung „Berliner Realismus. Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix“ läuft vom 22. März bis zum 17. Juni. Das Bröhan-Museum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet; am Pfingstmontag bleibt das Haus geschlossen. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro; jeden ersten Mittwoch im Monat ist er frei. Der begleitende Katalog kostet im Museum 22 Euro.

Bröhan-Museum
Schlossstraße 1a
D-14059 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 326 906 00
Telefax: +49 (0)30 – 326 906 26

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


22.03.2018, Berliner Realismus. Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix

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Bröhan-Museum

Variabilder:

Käthe Kollwitz, Arbeiter vom Bahnhof
 kommend (Prenzlauer Allee), um 1899
Käthe Kollwitz, Arbeiter vom Bahnhof kommend (Prenzlauer Allee), um 1899

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Bruno Böttger-Steglitz, Aufruhr Bild I, 1924
Bruno Böttger-Steglitz, Aufruhr Bild I, 1924

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Hans Baluschek, Feierabend, 1910
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