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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Bücher, Druckgrafik, Karten und Kleinkunst des 20. Jahrhunderts bei Venator & Hanstein in Köln

Die Glockenblume läutet still, der Hase springt stets wie er will



Leander Anguissola, Statt und Schloß Sigeth, 1689

Leander Anguissola, Statt und Schloß Sigeth, 1689

Vor der Erfindung der Druckgrafik mussten Karten handschriftlich erstellt werden. Aber auch nach 1500 blieben gezeichnete und gemalte Karten in Gebrauch und übersteigen noch lange die Anzahl der gedruckten Pläne. Zu den renommierten Militärkartografen in Habsburger Diensten gehörte Leander Anguissola. Der Ingenieur und Oberstleutnant, der 1652 in Piacenza zur Welt kam, fertigte 1689 während des Großen Türkenkriegs eine Karte der näheren Umgebung von Szigetvár. Auf ihr ist der genaue Ort der Grabstätte des türkischen Sultans Süleyman des Prächtigen eingezeichnet, der im Jahr 1566 während der Belagerung und Schlacht um die Festung der südungarischen Stadt starb. Süleyman wurde an einem Ort bestattet, der später in Vergessenheit geriet und erst im Jahr 2015 nach aufwendiger Feldforschung ausgegraben werden konnte. Das macht das besondere dieser Karte aus. Denn ein bekanntes, fast gleichartiges Exemplar Anguissolas von Szigetvár, das im Wiener Kriegsarchiv liegt, zeigt im Gegensatz dazu das Grab Süleymans nicht. Anguissolas bisher unbekannte Darstellung „Statt und Schloß Sigeth“ ist nun eines der Highlights der Frühjahrsauktion bei Venator & Hanstein in Köln und will mit 45.000 Euro umworben werden.


Weitere Manuskriptkarten zwischen 1689 und 1739 aus dem Habsburgerreich führt der Katalog zur Versteigerung am 16. März an. Luigi Ferdinando Marsigli und Johann Christoph Müller haben auf ihrem Plan in akkurater Ausführung den Grenzverlauf markiert, der nach dem Friedensvertrag von Karlowitz 1699 festgelegt wurde, und zudem die noch 1703 zu vervollständigende Grenzziehung zwischen dem Habsburgischen und dem Osmanischen Reich (Taxe 40.000 EUR). Von dem für die Kartografie Ungarns bahnbrechenden Mathematiker und Ingenieur Sámuel Mikoviny stammt eine dekorative Gebietskarte in Feder und Aquarell des ungarischen Komitats Somogy, die er um 1726 laut Widmung für den Grafen Aloys Thomas Raimund von Harrach gezeichnet hat (Taxe 35.000 EUR). Bei den gedruckten Karten macht eine Sammlung an 17 kolorierten Holzschnitten von Europa, Asien und Afrika auf sich aufmerksam, die Lorenz Fries zwischen 1522 und 1541 für seine Ptolemaeus-Ausgabe erstellte (Taxe 2.400 EUR).

Bücher, Handschriften und Alte Grafik

Wer es pittoresker mag, dem seien in der Abteilung mit Reiseliteratur und Ansichtenwerken die bekannten Topografien von Matthäus Merian empfohlen. Ein Sammelband mit der „Abcontrafeitung der fürnembste Stätt und Plätz“ in Schwaben und Franken von 1655 liegt für 5.000 Euro vor, Niederlande und Westfalen gibt es für 4.000 Euro und Böhmen, Mähren sowie Schlesien für 2.500 Euro. Romantisch wird es dann mit der Schilderung des „Nahe-Thals“ von dem Ursprung bis zur Mündung in den Rhein, für die Caspar Scheuren 1834 zwanzig lithografische Ansichten beigesteuert hat (Taxe 1.800 EUR).

Höhepunkt der naturwissenschaftlichen Rubrik ist das seltene Hauptwerk „Regnum florae“ des Nürnbergers Georg Wolfgang Knorr von 1750/72. Der 298 kolorierte Kupferstiche umfassende Tafelteil zu seinem „Thesaurus rei herbariae hortensisque universalis“, in dem er ästhetisch ansprechend die beliebtesten Garten- und Feldblumen zu vereinen suchte, rangiert bei 30.000 Euro. In der Pflanzenwelt bleibt es mit dem „Florilegium renovatum et auctum“ von Matthäus Merian und Johann Theodor de Bry in einer Ausgabe von 1641 (Taxe 5.000 EUR) oder mit Benjamin Maunds „The Botanic Garden“ von 1825/36, das als komplette Reihe mit den Ergänzungsbänden vorliegt (Taxe 4.500 EUR). Für die exotische Fauna Südamerikas interessierte sich der Forschungsreisende Maximilian Prinz zu Wied-Neuwied, der zu seinen wissenschaftlichen Resultaten zwischen 1822 und 1831 die „Abbildungen zur Naturgeschichte Brasiliens“ veröffentlichte (Taxe 10.000 EUR).

Illustre Briefeschreiber

Aus einem interessanten wissenschaftlichen Briefwechsel stammt ein Konvolut mit 16 Briefen von Charles Darwin und seinem Umfeld an den deutschen Botaniker Friedrich Hildebrand aus den Jahren 1862 bis 1879 (Taxe 30.000 EUR). In der Handschriften-Abteilung liegt zudem ein eigenhändiger dreiseitiger Brief des berühmten venezianischen Schriftstellers und Abenteurers Giacomo Casanova vor, den er 1791 im böhmischen Schloss Dux in italienischer Sprache an den Grafen Antonio Ottavio Collalto verfasste (Taxe 9.000 EUR).

Aus der Kunstabteilung mit Altmeistergrafik ragen die 32 Holzschnitte – von insgesamt 135 – zum Triumphzug Kaiser Maximilians I. heraus. Die Folge enthält Wiener Ducke aus dem Jahr 1796 nach den Originalstöcken von Albrecht Altdorfer, Leonhard Beck, Hans Burgkmair d.Ä., Hans Schäufelein und Hans Springinklee (Taxe 5.000 EUR). Als groteske Allegorie schuf Pieter van der Heyden den Kupferstich „Schlacht der Geldsäcke und Schatztruhen“ nach einer Idee Pieter Bruegels d. Ä. (Taxe 2.400 EUR). Umfangreich ist das Angebot an Albrecht Dürer mit 14 Blättern aus der „Kleinen Holzschnitt-Passion“ bei 2.000 Euro an der Spitze. Selten ist seine Eisenradierung „Der sogenannte Verzweifelnde“ um 1515 anzutreffen. Die nicht einfach zu ergründende Figurenkomposition liegt bei Venator & Hanstein in einem etwas uneinheitlichen Druck für 1.500 Euro vor.

Als zweiter Großmeister der Druckgrafik tritt Rembrandt in Erscheinung. 18 Positionen stammen aus seiner Hand, darunter die biblischen Themen „Joseph und Potiphars Weib“ von 1634 (Taxe 2.400 EUR), der „Engel verlässt die Familie des Tobias“ von 1641 (Taxe 2.700 EUR) oder die „Kreuzabnahme bei Fackelschein“ von 1654 (Taxe 3.000 EUR). Ins Portraitfach wechselt Rembrandt dann bei der Radierung seiner „Mutter mit der Hand auf der Brust“ von 1631 (Taxe 2.000 EUR) und für die Darstellung eines Berufstands hat er sich 1655 den „Goldschmied“ ausgesucht und liebevoll auf kleinem Format niedergelegt (Taxe 3.000 EUR). Mit Giovanni Battista Piranesi und seinen beiden unterschiedlichen Ansichten des Neptun-Tempels in Paestum von 1778 ist die italienische Vedutenkunst des 18. Jahrhunderts zugegen (Taxe je 1.500 EUR).

Aquarellkunst aus England

Im 19. Jahrhundert wird es mit einigen englischen Aquarellisten bei Venator & Hanstein etwas Malerisch. William Callow reiste 1851 nach Deutschland und brachte eine Stadtansicht von Frankfurt mit dem Main im Vordergrund mit (Taxe 2.000 EUR). Etwas günstiger ist für 1.800 Euro seine Rhein-Vedute „Ehrenbreitstein distant view“ von 1890 zu haben. Ihm fuhr 1857 Thomas Charles Leeson Rowbotham voraus und nahm pittoresk das Rheintal bei Sankt Goarshausen auf (Taxe 400 EUR). Bei Thomas Rowlandson wird alles ein wenig karikaturhafter und überzeichneter, sei es bei seinen „Passengers alighting from a ferry“ von 1803 (Taxe 3.000 EUR), „The Fishsellers“ von 1823 (Taxe 2.000 EUR) und vor allem beim „Tumbling Huntsman“: Einer von ihnen steckt schon kopfüber im Teich (Taxe 1.000 EUR). Zur Sammlung Alfred Boeddinghaus gehörte auch ein wildes Seestück mit einem Schiffsbruch, das Clarkson Frederick Stanfield zugeschrieben wird (Taxe 1.500 EUR).

Als Druckgrafiker treten Odilon Redon mit seinem geheimnisvollen Frauenkopf „Au réveil j’aperçus la Déesse de l’Intelligible“ von 1885 (Taxe 1.500 EUR), Camille Pissarro mit der realistischen „Paysanne à la fourche“ von 1889 (Taxe 800 EUR) und Henri de Toulouse-Lautrec in Erscheinung, der neben den beiden Lithografien „Ducarre aux Ambassadeurs“ und „Une Spectatrice“ aus der Serie „Le Café-Concert“ von 1893 für 2.000 Euro auch eine flotte Entwurfsskizze zur Zeitschrift „La vache enragée“ von 1896 für 3.000 Euro beisteuert. Den Übergang zum zweiten Auktionstag gestalten die illustrierten Bücher aus dem frühen 20. Jahrhundert, darunter etwa Londa und Conrad Felixmüllers in insgesamt 350 Exemplaren ab 1925 erschienenes ABC-Buch „Ein geschütteltes, geknütteltes Alphabet in Bildern und Versen“ mit so sinnfreien Sprüchen wie „Die Glockenblume läutet still – Der Hase springt stet wie er will“ (Taxe 1.500 EUR).

Moderne und zeitgenössische Graphik

Am 17. März schließt sich hier im Katalog „Moderne und zeitgenössische Graphik – Moderne Bücher“ Ernst Ludwig Kirchners Lithografie eines markanten „Negerkopfs“ von 1909 an. Von den nur fünf bekannten Exemplaren befinden sich zwei in öffentlichem Besitz, was die Taxe von 15.000 Euro erklärt. Expressionistisch geht es mit einigen Blättern Hermann Max Pechsteins weiter, darunter seiner seltenen Lithografie „Mutter und Kind“ von 1913 (Taxe 3.000 EUR), mit Christian Rohlfs’ Holzschnitt „Die Heiligen Drei Könige“ um 1910 aus der ersten Mappe der „Schaffenden“ (Taxe 1.200 EUR) oder mit Eberhard Viegeners eindrucksvollem Selbstbildnis auf der Kohlezeichnung „Der Seher“ (Taxe 500 EUR). Albert Aereboe stellt sich uns 1920 auf seinem aquarellierten Holzschnitt selbst als Maschinenmensch vor (Taxe 500 EUR).

Einen Abstecher in den Impressionismus unternimmt das Angebot mit Max Slevogts schwarze Kreidezeichnung „Hektors Abschied von Andromache“ aus dem Jahr 1919 (Taxe 1.000 EUR) und mit einigen grafischen Werken Lovis Corinths, die häufig ebenfalls in der antiken Mythologie spielen, wie seine Kaltnadelradierung „Odysseus und die Freier“ von 1914 (Taxe 400 EUR). Auf eine dunkle Seite der Sagenwelt verweist Willi Geiger 1907 in einem Tuschblatt mit dem Gott Saturn, der auf seinem Planeten sitzt und eben eines seiner Kinder verspeist (Taxe 400 EUR). Dagegen geht es auf Ernst Geitlingers stilisierter antiker Trinkszene von 1947 recht heiter zu (Taxe 450 EUR). Aus der französischen Moderne haben sich unter anderem Georges Braque mit seiner braunen Lithografie „L’oiseau et son nid“ von 1956 (Taxe 3.000 EUR) und Marc Chagall mit der leuchtend bunten Grafik „Temple et Histoire de Bacchus“ aus „Daphnis et Chloé“ von 1961 nach Köln aufgemacht (Taxe 5.000 EUR).

Der Großteil der rund 700 Katalognummern datiert in die Zeit seit den 1950er Jahren und damit in die Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Von Hubert Berke und Eugen Batz, beides Schüler von Paul Klee, sind jeweils kleine Konvolute an Papierarbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen im Angebot. Bei den neun Arbeiten Batz’ überzeugt vor allem die zarte abstrakte Stimmung „Tunesien“ von 1976 (Taxe 500 EUR). Bei Berke reichen die Blätter mit dem sympathischen „Waldgötzen“, einem Aquarell von 1937 (Taxe 800 EUR), noch in die Vorkriegszeit zurück, greifen mit den abstrakten Farbinseln „Kreta“ von 1974 aber auch bis zu seinem Lebensende aus (Taxe 500 EUR). Gestische Abstraktion liegt mit Francis Botts blauem Ölgemälde „Composition au centre rouge“ von 1959 (Taxe 3.000 EUR), Serge Poliakoffs vergleichbarer Farblithografie „Komposition in Burgunderrot, Gelb und Schwarz“ von 1961 (Taxe 4.500 EUR) oder Hans Hartungs schwarzweißer Strichbündelradierung „R 23“ von 1953 vor (Taxe 900 EUR).

Freie Haltung

Da hat Georg Baselitz schon wieder begonnen, figurativ zu arbeiten, was seine Radierung mit einen ungelenken „Rebell“ von 1965 zeigt (Taxe 2.500 EUR). Frei vom Gegensatz zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit hat sich Gerhard Richter gemacht. Sein Schaffen changiert zwischen diesen beiden Polen, so auch bei seiner Grafikfolge „Schweizer Alpen“. Die drei weiß-grau-schwarzen Exemplare „A2“, „B2“ und „B3“, die bis vor einigen Jahren noch zwischen 2.000 Euro und 4.000 Euro kosteten, haben Venator & Hanstein jetzt anspruchsvoll mit jeweils 9.000 Euro bewertet. Auch Sigmar Polke hielt sich nicht an die Kategorien „ungegenständlich“ und „figruativ“, was seine in 66 unterschiedlichen Fassungen gestaltete humorige Farbserigrafie „S.H. – oder wann zählen die Punkte?“ auf Dekostoff von 2002 deutlich macht (Taxe 18.000 EUR).

Auch die Pop Art amerikanischer Prägung tut sich hervor, etwa mit Roy Lichtensteins markantem „Shipboard Girl“ von 1965 (Taxe 15.000 EUR), seiner etwas ungewöhnlicheren Lithografie „Real Estate“ mit einem modernistischen Haus von 1969 (Taxe 6.000 EUR) oder mit Andy Warhols signiertem Siebdruck „Cologne Cathedral“ samt Diamantstaub von 1985 (Taxe 20.000 EUR). In den USA ließ sich 1961 der gebürtige Kölner Dieterich Spahn nieder und von der Pop Art beeinflussen. Die amerikanische Flagge, reitende Cowboys und Indianer sowie Zielscheiben sind das Motivrepertoire seiner drei bunten Aquarelle aus dem Jahr 2017 (Taxe je 600 EUR). Farbenfroh geht es gleichfalls auf Nancy Graves’ Aquarell „Sea Crustaceans“ von 1971 zu; allerdings erfreut sie sich hier an der Natur von kleinen Krebstieren. Ursula Schultze-Bluhm folgt ihr in ihren surrealen Buntstiftblättern „Ist das animalisch“ von 1987 (Taxe je 1.200 EUR) und „Waldgeschäst“ von 1989 (Taxe 400 EUR). Fantasievoll ist zudem ihr Ölgemälde „Mummenschanz bei Nacht“ von 1997 (Taxe 2.000 EUR), wie auch Friedensreich Hundertwassers Grafikfolge „Look at it on an rainy day“ von 1971/72, bei der aber eines der zehn Blätter fehlt (Taxe 8.000 EUR).

Kunst ist eine Sackgasse

Von der Poesie ist Marcel Broodthaers’ Schaffen geprägt. Wörter und Sprache sind bestimmende Faktoren seiner Kunst, etwa in beiden zusammengehörigen, nicht zu entschlüsselnden Serigrafien „Gedicht / Poem / Poeme“ und „Change / Exchange / Wechsel“ von 1973 (Taxe 8.000 EUR) und in der Filzschreiberzeichnung „Rotschild“ (Taxe 5.000 EUR). Abstrakte und konzeptuelle Tendenzen verfolgte zudem Sol LeWitt, über dessen drei Farbholzschnitte „Wavy Lines on Grey“ von 1998 die bunten Linien frei schwingen (Taxe 6.000 EUR). Bei Blinky Palermo wird es noch reduzierter. Über seinem Siebdruck von 1970 liegt mittig nur ein vertikaler roter Strich, der in der linken Blatthälfte von einer graubraunen Pinselspur begleitet wird (Taxe 3.000 EUR). Minimalist ist auch Charles Hinman, wenn er auf einer titellosen Collage drei wulstige Farbflächen miteinander verbindet (Taxe 400 EUR). Und Ben Vautier stellt uns ein Verkehrsschild mit Sackgassensymbol vor, das er ironisch mit „Kunst ist eine Sackgasse“ beschriftet hat (Taxe 700 EUR).

Dagegen hätte sich wohl Wolf Vostell gewehrt, der mit seiner Kunst Politik und Gesellschaft verändern wollte. Immerhin 14 seiner Objektkästen, Zeichnungen und Grafiken listet der Katalog, darunter „Die Psychologie beginnt beim Frühstück“, eine Collage aus 13 Küchenschälmessern und eingedrücktem Kunststoffball über einem Gruppenfoto von 1978 (Taxe 2.000 EUR), die Holzkiste „Einen Bogen um Köln machen“ samt Straßenkarte der Gegend und darauf appliziertem Stahlsägeblatt von 1972 (Taxe 1.500 EUR) oder das 1994 entstandene Multiple „Berliner Brot“, in dessen Laib ein kleines Fernsehgerät steckt (Taxe 1.200 EUR). Der Wiener Curt Stenvert freute sich ebenfalls am Zusammenfügen diverser Gegenstände und hat 1979 für „Opus 702 - Raumpoesie 12“ Porzellanschweine und ein Messer in einer Glasvitrine montiert (Taxe 900 EUR). Eine ungewöhnliche Materialkombination sind auch die abgenutzten Schrauben und Dübel, die Georg Herold 1987 mit Fäden auf einer weißen Leinwand befestigt hat (Taxe 3.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 16. März um 10 Uhr mit den Büchern, der alten Grafik und Autografen und wird am 17. März ab 10 Uhr mit dem Angebot an Kunst des 20. Jahrhunderts fortgeführt. Die Besichtigung ist bis zum 15. März täglich von 10 bis 17:30 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.venator-hanstein.de.

Kontakt:

Venator & Hanstein KG

Cäcillienstraße 48

DE-50667 Köln

Telefax:+49 (0221) 257 55 26

Telefon:+49 (0221) 257 54 19



14.03.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Venator & Hanstein

Kunstwerk:

Leander Anguissola, Statt und Schloß Sigeth, 1689
Leander Anguissola, Statt und Schloß Sigeth, 1689

Veranstaltung vom:


16.03.2018, Frühjahrsauktionen 2018

Kunstwerk:

P. Bruegel d.Ä. Schlacht der Geldsäcke und Schatztruhen.
 Kupferstich
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Kunstwerk:

aus: Kaiser Maximilians I. Triumph. Le triomphe de l'empereur Maximilien I.
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Kunstwerk:

Rembrandt Harmensz. van Rijn. Der Goldschmied. 1655. Radierung.
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Kunstwerk:

Thomas Rowlandson. Passengers alighting
 from a Ferry. 1803. Aquarell und Feder. Signiert.
Thomas Rowlandson. Passengers alighting from a Ferry. 1803. Aquarell und Feder. Signiert.

Kunstwerk:

Henri de Toulouse-Lautrec. La Vache Enragée 1896. Entwurfskizze.
Henri de Toulouse-Lautrec. La Vache Enragée 1896. Entwurfskizze.

Kunstwerk:

G. W. Knorr, Thesaurus rei herbariae hortensisque universalis. Tafelband.
 1750-72.
G. W. Knorr, Thesaurus rei herbariae hortensisque universalis. Tafelband. 1750-72.







Thomas Rowlandson. Passengers alighting from a Ferry. 1803. Aquarell und Feder. Signiert.

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Taxe: 3.000,- 

Losnummer: 453

Roy Lichtenstein. Shipboard Girl. 1965. Farboffsetlithographie.

Roy Lichtenstein. Shipboard Girl. 1965. Farboffsetlithographie.

Taxe: 15.000,- 

Losnummer: 1168

Henri de Toulouse-Lautrec. La Vache Enragée 1896. Entwurfskizze.

Henri de Toulouse-Lautrec. La Vache Enragée 1896. Entwurfskizze.

Taxe: 3.000,- 

Losnummer: 464

Marc Chagall. Temple et Histoire de Bacchus (aus: Daphnis et Chloé). 1961. Farblithographie.

Marc Chagall. Temple et Histoire de Bacchus (aus: Daphnis et Chloé). 1961. Farblithographie.

Taxe: 5.000,- 

Losnummer: 934

P. Bruegel d.Ä. Schlacht der Geldsäcke und Schatztruhen. Kupferstich

P. Bruegel d.Ä. Schlacht der Geldsäcke und Schatztruhen. Kupferstich

Taxe: 2.400,- 

Losnummer: 318

Serge Poliakoff. Komposition in Burgunderrot, Gelb und Schwarz. 1961. Farblithographie.

Serge Poliakoff. Komposition in Burgunderrot, Gelb und Schwarz. 1961. Farblithographie.

Taxe: 4.500,- 

Losnummer: 1287

Andy Warhol. Cologne Cathedral. 1985. Farbserigraphie mit Diamantstaub.

Andy Warhol. Cologne Cathedral. 1985. Farbserigraphie mit Diamantstaub.

Taxe: 20.000,- EURO

Losnummer: 1418

G. W. Knorr, Thesaurus rei herbariae hortensisque universalis. Tafelband. 1750-72.

G. W. Knorr, Thesaurus rei herbariae hortensisque universalis. Tafelband. 1750-72.

Taxe: 30.000,- EURO

Losnummer: 481

S. Mikoviny. Manuskriptkarte des Komitats Somogy, um 1726.

S. Mikoviny. Manuskriptkarte des Komitats Somogy, um 1726.

Taxe: 35.000,- 

Losnummer: 52

Rembrandt Harmensz. van Rijn. Der Goldschmied. 1655. Radierung.

Rembrandt Harmensz. van Rijn. Der Goldschmied. 1655. Radierung.

Taxe: 3.600,- 

Losnummer: 390

Ernst Ludwig Kirchner. Negerkopf. 1909. Lithographie.

Ernst Ludwig Kirchner. Negerkopf. 1909. Lithographie.

Taxe: 15.000,- 

Losnummer: 1118

aus: Kaiser Maximilians I. Triumph. Le triomphe de l'empereur Maximilien I.

aus: Kaiser Maximilians I. Triumph. Le triomphe de l"empereur Maximilien I.

Taxe: 5.000,- EURO

Losnummer: 319

Sigmar Polke. S.H. - oder wann zählen die Punkte? 2002. Farbserigraphie auf Dekostoff.

Sigmar Polke. S.H. - oder wann zählen die Punkte? 2002. Farbserigraphie auf Dekostoff.

Taxe: 18.000,- 

Losnummer: 1288




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