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Henrike Naumann: Ein Rückblick auf die 1990er Jahre

Die Künstlerin Henrike Naumann nimmt im Museum Abteiberg in Mönchengladbach das Jahr 2000 als Ausgangspunkt eines Rückblicks auf die 1990er Jahre in Ost- und Westdeutschland. Dabei untersucht sie zeitgenössisches Design und dessen Einflüsse in einer Epoche der politischen, ästhetischen und gesellschaftlichen Wende. Mit ihren Installationen verwandelt Naumann die Sonderausstellungsräume des Hauses in einen „sonderbaren ‚Deutschen Pavillon‘, eine Grabungsstätte, in der die Trümmer der Postmoderne und der Deutschen Einheit versammelt sind“, wie das Museum meldet. Viele der Objekte und Möbel, die die Künstlerin nur selten neutral in Szene setzt, sind den Besuchern noch aus ihrer eigenen Lebenswelt vertraut. Die Expo 2000 und den Jahrtausendwechsel sieht sie als Höhe- und Endpunkte der untersuchten Entwicklungen.

Ihre Themen bezieht Naumann unter anderem aus der eigenen Jugend. Die raumgreifenden Arbeiten entstehen aus den Studieninhalten der Künstlerin über die Versprechungen und Relikte der Postmoderne. Auch der Rechtsextremismus tangierte Naumann im Spannungsfeld der Wiedervereinigung bis heute immer wieder, beispielsweise durch die Terrorgruppe NSU, die seit 1992 unerkannt in ihrer Heimatstadt lebte und erst 2011 aufflog. Naumann verarbeitete auch dieses Geschehen in mehreren Installationen.

Henrike Naumann wurde 1984 in Zwickau geboren. Sie studierte Bühnenbild an der Kunstakademie in Dresden und anschließend Szenenbild an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Ihren Übergang zur Bildenden Kunst begründete sie mit der Möglichkeit, das Publikum unmittelbarer in ihre Räume hinein versetzen zu können. Naumanns so auf Immersion beruhendes Konzept von Installationen stößt in Mönchengladbach auf die für die Künstlerin interessante postmoderne Architektur des Museumsbaus von Hans Hollein und tritt mit dieser in einen Dialog.

Die Ausstellung „Henrike Naumann. 2000“ läuft bis zum 10. Juni. Das Museum Abteiberg hat von Dienstag bis Freitag jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet, am Wochenende zusätzlich bis 18 Uhr. An jedem dritten Donnerstag im Monat ist das Haus zudem bis 22 Uhr zu besuchen. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Städtisches Museum Abteiberg
Abteistraße 27
D-41061 Mönchengladbach

Telefon: +49 (0)2161 – 25 26 31
Telefax: +49 (0)2161 – 25 26 59

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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Veranstaltung vom:


11.03.2018, Henrike Naumann - 2000

Bei:


Städtisches Museum Abteiberg

Künstler:

Henrike Naumann








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