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Historische Münzen für Regensburg

Hieronymus Federer, 2/3-Taler mit Titel Leopolds I., Regensburg 1659

Die numismatische Sammlung der Museen der Stadt Regensburg darf sich über den Erwerb von zehn neuzeitlichen Medaillen und Münzen freuen. Finanzielle Unterstützung für acht Gepräge des 16. bis 18. Jahrhunderts bot die Kulturstiftung der Länder. Historische Bedeutung besitzen die zwei durch die Ernst von Siemens Kunststiftung geförderten Gepräge, hier vor allem der Schautaler, der im Zuge des Westfälischen Friedens von 1648 im Jahr 1649 in Regensburg entstand. Die Ankäufe verweisen auf die einstige Bedeutung Regensburgs als Münzstätte.

Wohl eine einzigartige Arbeit ist der 2/3-Silbertaler mit dem Titel Leopolds I., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs von 1658 bis 1705. Das Besondere ist die im Rund angeordnete Prägung mit Verweis auf Regensburg: „Moneta Reipublica Ratisponen * 1659“. In der mittigen Kartusche verweisen die zwei überkreuzten Stadtschlüssel auf den Schutzpatron Regensburgs, den heiligen Petrus, hin. Die Rückseite ziert der Reichsadler des Heiligen Römischen Reiches. Neben dieser Rarität wurden neun weitere teils seltene Gold- und Silbermünzen erworben.

Münzen konnten sich sukzessive seit dem Mittelalter durchsetzen und waren seit der Neuzeit ein etabliertes Zahlungsmittel und Massenmedium. Entsprechend nutzten Bischöfe, Kaiser und Könige ihre Bildnisse auf Medaillen und Münzen. Die wertvollen Gepräge sollten auf die politische und wirtschaftliche Macht der Herrscher verweisen. Regensburg ist die älteste bekannte Münzstätte auf bayerischem Boden und prägte schon zur Zeit der Karolinger im 9. Jahrhundert Münzen. Zudem besaß die Stadt das Münzrecht von 1508/10 bis 1810. Das älteste Stück der Neuerwerbung ist ein Guldentaler aus dem Jahr 1574 mit dem Titel Kaiser Maximilians II.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Hieronymus Federer, 2/3-Taler mit Titel Leopolds I., Regensburg 1659
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