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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Fake News im Sprengel Museum Hannover

Seit Donald Trump 2016/17 den amerikanischen Präsidentenwahlkampf aufgemischt und die Wahl zur Überraschung Vieler schließlich auch gewonnen hat, sind „Fake News“ in aller Munde. Das Sprengel Museum Hannover setzt offenbar auf die Zugkraft dieses Begriffs, wenn es seiner vor wenigen Tagen eröffneten Ausstellung genau diesen Obertitel verleiht. Allerdings geht es nicht um politisch-gesellschaftliche Fragen, sondern um „Original + Fälschung + Kopie + …“ in der bildenden Kunst vor allem des 20. Jahrhunderts. Nahezu jede Sammlung, so die als Materialgrundlage dienende Feststellung des Hauses, verfüge über Werke, die aus verschiedenen Gründen gefälscht, kopiert, neu gegossen oder neu abgezogen worden seien. Besonders seit den Enthüllungen um die Machenschaften des Kunstfälschers Wolfgang Beltracchi habe dieses Thema wieder eine erhöhte Relevanz und auch Brisanz erhalten.

Gezeigt werden Werke, die das Etikett bekannter Künstler wie Giorgio de Chirico, Alberto Giacometti, Oskar Kokoschka, Max Beckmann und Wols tragen, nach bisheriger Einschätzung jedoch als Repliken, Fälschungen und Kopien zu bezeichnen sind. Ihnen gegenübergestellt werden Originale der jeweiligen Künstler. In einer begleitenden Broschüre wird zudem der aktuelle Forschungsstand dargelegt, insbesondere Ergebnisse kunsthistorischer Vergleichsuntersuchungen, Provenienzrecherchen und Erarbeitungen von Werkverzeichnissen. Exemplarisch ist der Fall des von Dirk Dietrich Hennig als Erfindung in die Welt gesetzten angeblichen Kurt Schwitters-Fälschers C.G. Rudolf. Damit freilich betritt die Ausstellung auch den Grenzbereich jenseits böswilliger Fälschung, indem die sogenannte Appropriation Art der 1980er Jahre genau das, was die klassische Kunstgeschichte verdammt, nämlich das Nachmachen von Kunst, zum künstlerischen Konzept erhob.

Die Ausstellung „Fake News – Original + Fälschung + Kopie + … aus der Sammlung des Sprengel Museum Hannover“ läuft bis zum 15. April. Das Haus hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr und dienstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. An Karfreitag bleibt das Haus geschlossen. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro; freitags ist er kostenlos.

Sprengel Museum Hannover
Kurt Schwitters Platz
D-30169 Hannover

Telefon: +49 (0)511 – 168 438 75
Telefax: +49 (0)511 – 168 450 93

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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20.02.2018, Fake News: Original + Fälschung + Kopie + … aus der Sammlung des Sprengel Museum Hannover

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