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Gewinner des Prix Meret Oppenheim

Das Schweizer Bundesamt für Kultur (BAK) zeichnet zum 18. Mal herausragende Kunstschaffende mit dem Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim aus. Die Gewinner, die sich über je 40.000 Franken freuen dürfen, sind die Künstlerin Sylvie Fleury, der Installationskünstler Thomas Hirschhorn sowie der Architekt Luigi Snozzi. Sie werden zusammen mit den diesjährigen Trägern der Schweizer Kunstpreise am 11. Juni in Basel geehrt.

Die 1961 geborene Sylvie Fleury ist bekannt für ihre Inszenierungen von Glamour, Mode und Luxusprodukten. Sie verwandelt Luxusartikel, wie Schuhe oder Handtaschen, mittels kleiner Veränderungen zu Kunstwerken im Sinne von Marcel Duchamps Readymades und erschafft Installationen, die an Andy Warhols glitzernde Pop Art denken lassen. So zierte beispielsweise eine orangefarbene Neonreklame mit dem Schriftbild „Yes to all“ den Eingang des Museums Villa Stuck in München während Fleurys Ausstellung „My Life on the Road“ im Jahr 2016. Ihre Arbeiten verstünden sich als subtile Kommentare auf den Kommerz und die Warenwelt, womit die gebürtige Genferin nicht nur eine einzigartige Position seit den 1990er Jahren besetze, sondern auch eine feministische Rolle geprägt habe, so das BAK.

Thomas Hirschhorn ist für seine gesellschaftspolitischen Arbeiten, wie dem „Gramsci Monument“ von 2013 in der New Yorker Bronx bekannt. Die Installation soll an den marxistischen Philosophen Antonio Gramsci erinnern und funktioniert als Gemeinschaftszentrum inmitten von Sozialbauten. Wie bei all seinen monumentalen Raumcollagen verwendet Hirschhorn alltägliche Materialien, darunter Klebeband, Karton und Alufolie oder Sperrholz. Der Architekt und ehemalige Professor Luigi Snozzi gilt als führender Vertreter und Theoretiker der Tessiner Schule. Er nahm 1975 an der Ausstellung „Tendenzen – Neuere Architektur im Tessin“ in Zürich teil, die folgende Generationen von Architekten beeinflusste. Charakteristisch für Snozzi sind die Sichtbetonarchitektur und städteplanerische Eingriffe, wie er sie schon vor 40 Jahren in Monte Carasso umgesetzt hat. Damit leistet er einen bis heute ausschlaggebenden Beitrag für die Planungsstrategie und die qualitative Nutzung des Gebiets. Seine Bauwerke seien Sinnbild einer Architektur, die sich nicht unterordnet, sondern ihre Wirkung vielmehr durch positive Konfrontation entfaltet, um so einen neuen Ort zu erschaffen, so das BAK.

Der Prix Meret Oppenheim wird seit 2001 auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission verliehen. Er richtet sich an Persönlichkeiten in den Bereichen Kunst, Kunstvermittlung und Architektur, deren international beachtete Arbeit für die Aktualität und Relevanz der schweizerischen Kunst­ und Architekturpraxis steht. Die Teilnehmenden der zweiten Runde des Schweizer Kunstwettbewerbs werden in der Ausstellung Swiss Art Awards bei der Art Basel zu sehen sein.

Quelle: Kunstmarkt.com/Anja Schmidbauer

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