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Edouardo Paolozzi in Berlin

Die Berlinische Galerie widmet ihre neue Schau dem Bildhauer und Grafiker Eduardo Paolozzi. Basierend auf der Retrospektive der Whitechapel Gallery in London aus dem vergangenen Jahr, beschränkt sich das Berliner Haus auf seine experimentelle Schaffensphase von den 1940er bis 1970er Jahren. Ergänzend zu dem eigenen Bestand unterstützen internationale Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen die Ausstellung. Paolozzi, 1924 in Edinburgh geboren, gilt als einer der innovativsten und provokantesten Künstler der britischen Nachkriegsmoderne. Als Mitbegründer der Londoner Independent Group brach er mit ästhetischen und akademischen Konventionen.

Begeistert Eduardo Paolozzi war von der Konsumkultur und Massenproduktion. Zuerst entstanden grellfarbige geklebte Bildwelten mit modernen Autos, Pin-Up-Girls, Außerirdische und Comicfiguren, anschließend beschäftigte er sich mit Druckgrafik und Skulptur. Dabei wendete er immer wieder die Collagetechnik an. Mensch und Maschine, Wissenschaft und Technik waren für ihn die zeitgemäße Formensprache der Industriegesellschaft, die in seinen Werken immer wieder Anklang fanden.

Die Schau „Lots of Pictures – Lots of Fun“ unterteilt sich in vier Kapitel. Der erste Teil thematisiert das Frühwerk des Künstlers. Dabei sind Paolozzis Zeichnungen der frühen 1950er Jahren vom Surrealismus inspiriert. Einflüsse von Pablo Picasso und Alberto Giacometti aber auch die Populärkultur und amerikanische Magazine verarbeitet er in seinen ersten Pop-Collagen. Im zweiten Kapitel der Schau werden die Abkehr von künstlerischen Traditionen und die Hinwendung zu neuen Materialen behandelt. Brutalistische Bronzeplastiken und Siebdruckarbeiten stehen in dieser Schaffensphase im Vordergrund.

1974/75 hielt sich der Künstler in Berlin auf. Inspiriert von dem Leben in Kreuzberg am Kottbusser Damm und der damaligen Musik entstanden unter anderem die Grafikserien „The Ravel Suite“ und „Calcium Light Night“. Aus grafischen und linearen Elemente entwickelte Paolozzi hierbei abstrakte Kompositionen, die an topografische Karten erinnern. Gleichzeitig fertigte er Reliefs, bei denen er die Formensprache der Siebdruckserien übernahm. Im letzten Kapitel der Schau wird Paolozzi als Pionier inszeniert. Für seine Collagen, frühen Formen des Samplings sowie Druck- und Präsentationstechniken wird der Pop Art-Künstler von vielen Artgenossen bis heute geschätzt.

Die Ausstellung „Eduardo Paolozzi. Lots of Pictures – Lots of Fun“ läuft vom 9. Februar bis zum 28. Mai. Die Berlinische Galerie hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Bis 18 Jahre ist er kostenlos. Der begleitende Ausstellungskatalog kostet 29,80 Euro.

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
D-10969 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 78 902 600
Telefax: +49 (0)30 – 78 902 700

Quelle: Kunstmarkt.com/Katja Hock

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09.02.2018, Eduardo Paolozzi. Lots of Pictures ‒ Lots of Fun

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Berlinische Galerie

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Eduardo Paolozzi








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