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Museum Tinguely stellt Sofia Hultén aus

Das in Basel beheimatete Museum Tinguely zeigt ab heute Skulpturen, Installationen und Videos der Berlinerin Sofia Hultén. Die 1972 in Stockholm geborene Künstlerin arbeitet in ihrem Werk mit unscheinbaren Gebrauchsgegenständen, Fundstücken oder Materialien aus Werkstätten und Baumärkten. Diese Gegenstände überarbeitet, manipuliert oder arrangiert sie neu und streift damit Fragen der Stabilität der materiellen Welt sowie deren Verhaftung in Raum und Zeit. Eine gewisse Ironie kommt dabei aufgrund der so alltäglich wirkenden Objekte auf, die die Künstlerin einsetzt.

Die Installation „History in Imaginary Time“ aus dem Jahr 2012 besteht beispielsweise aus je fünf Zaunelementen, Kapuzensweatshirts und Tennisbällen. Verschieden angeordnet, ergeben sich so fünf Blickwinkel auf dieselbe Situation eines Tennisspiels. Sofia Hultén stellt Zeit und Materialität dieser hypothetischen Gegebenheit in Frage. Form und Stabilität unserer Umwelt führt sie unter anderem bei Skulpturen ad absurdum, die aus weggeworfenen Presspanplatten bestehen. Die Platten nimmt sie erst auseinander und setzt sie anschließend in genau gleicher Form wieder zusammen. Von außen entsteht kaum der Eindruck eines Eingriffs in die Gebrauchsstoffe. Im Video „Mutual Annihiliation“ aus dem Jahr 2008 spürt die Künstlerin den „Lebensphasen“ und Abnutzungserscheinungen einer Kommode nach, manipuliert diese aber in ihrem zeitlichen Ablauf so, dass kaum eine Einordnung dieser Vorgänge mehr möglich ist.

Sofia Hultén absolvierte ein Studium der Bildhauerei an der Sheffield Hallam University. 1998 kam sie über ein DAAD-Stipendium an die Hochschule der Künste Berlin. Nach Projekten und Förderungen in der Hauptstadt folgte 2005 ein weiteres einjähriges DAAD-Stipendium, diesmal für die Akademie der Künste Berlin. Neben Einzel- und Gruppenschauen vor Ort, wurden ihre Werke international unter anderem in Galerien ihrer Geburtsstadt Stockholm, Reykjavík, Paris und New York gezeigt. Die Galerie „Ikon“ in Birmingham präsentierte Hultén bereits 2007 und ist Kooperationspartner der Baseler Schau.

Die Ausstellung „Sofia Hultén – Here’s the Answer, What’s the Question?“ ist ab heute bis zum 1. Mai sehen. Das Museum Tinguely hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet und bleibt nur am Karfreitag geschlossen. Der Eintritt beträgt 18 Franken, ermäßigt 12 Franken. Kinder und Jugendlich bis 16 Jahre sind frei.

Museum Tinguely
Paul Sacher-Anlage 2
CH-4002 Basel

Telefon: +41 (0)61 – 681 93 20
Telefax: +41 (0)61 – 681 93 21

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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24.01.2018, Sofia Hultén - Here’s the Answer, What’s the Question?

Bei:


Museum Tinguely

Künstler:

Sofia Hultén








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