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Galerie Klüser feiert Jubiläum mit Beuys

40 Jahr wird die Galerie Klüser in München heuer alt. Den Auftakt des Jubiläumsjahres bestreitet Bernd Klüser von heute an mit dem Künstler, mit dem in den 1970er Jahren alles begann: Joseph Beuys. Bereits 1970 verlegte der damalige Jurastudent zusammen mit Jörg Schellmann erste Editionen des Kunstschamanen und gab preisgünstige Multiples heraus, mit denen der Rheinländer den Kunstmarkt demokratisieren wollte. Über Jahre hinweg bildete Beuys den Schwerpunkt der Galerie- und Editionstätigkeit. So verlegte Bernd Klüser gemeinsam mit Jörg Schellmann zwischen 1971 und 1985 den Catalogue Raisonné seiner Multiples, organisierte zahlreiche Ausstellungen, brachte diverse Kataloge heraus und vermittelte zentrale Werke in bedeutende Museen: „Zeige deine Wunde“ ins Münchner Lenbachhaus, „Terremoto“ ins New Yorker Guggenheim Museum, „Das Ende des 20. Jahrhunderts“ in die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen oder die zweite Version in die Tate Gallery nach London. Zudem überließ Bernd Klüser aus seiner privaten Sammlung wichtige Skulpturen und Objekte den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

Seine Bewunderung für Beuys beschreibt Klüser so: „Das Œuvre von Joseph Beuys entzieht sich bis heute aus nachvollziehbaren Gründen einem zunehmend spekulativen Kunstmarkt amerikanischer Prägung. Er hat die Kunst und ihr klassisches Selbstverständnis radikal verändert und ihr neue formale und geistige Möglichkeiten eröffnet. Sein Einsatz für die Wiederherstellung anthropologischer Ganzheit, um das Gleichgewicht von Ratio und Intuition, um Kreativität in jedem Lebensbereich und die Freiheit, selbstverantwortlich und selbstbestimmt Veränderungen zu bewirken, ist heute aktueller denn je.“ Als Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner und Kunsttheoretiker hinterließ Beuys ein großes Spektrum an gattungsübergreifenden Arbeiten, die sich mit den Kern- und Sinnfragen der Kunst und des Lebens auseinandersetzen. Das macht auch die Doppelausstellung deutlich, mit der Klüser seine beiden Münchner Standorte bespielt. Zu sehen sind Zeichnungen, Multiples und Skulpturen von Beuys, darunter die aus einem dreieckigen Filzstück und einer Metallklammer zusammengesetzte „Evolutionäre Schwelle“ von 1985, die Zeichnung „Minneapolis Fragment“ von 1977 oder die aus Bronze, Blei und Kupfer gegossene „Badewanne“ von 1961/87.

Die Ausstellung „Joseph Beuys – Objekte, Zeichnungen, Editionen“ läuft vom 18. Januar bis zum 24. Februar. Die Galerie Klüser hat dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, am Standort Türkenstraße erst ab 14 Uhr sowie samstags von 11 bis 14 Uhr geöffnet.

Galerie Bernd Klüser
Georgenstraße 15 + Türkenstraße 23
D-80799 München

Telefon: +49 (0)89 – 38 40 810
Telefax: +49 (0)89 – 38 40 81 20

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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