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Kunstmuseum Bonn erhält Macke-Zeichnungen

August Macke, Studienblatt: Helmuth Macke und allerlei Szenen, 1909/10

Das Kunstmuseum Bonn erhält dank Til Macke Zuwachs in seiner Sammlung. Bereits seit Jahren als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt, entschloss sich nun der Enkel August Mackes 24 Zeichnungen seines Großvaters dem Bonner Haus zu schenken. Die Arbeiten, die Macke zwischen 1904 und 1913 schuf, umfassen unter anderem Studienblätter, Plakatentwürfe, Akte, Landschaften und abstrakte Darstellungen. Die Blätter dokumentieren seinen künstlerischen Arbeitsprozess und verdeutlichen, wie seine Bilder aus dem unmittelbaren Erlebnis der sichtbaren Wirklichkeit entstanden.

Eines der 1909 entstandenen Blätter trägt den Titel „Helmuth Macke und allerlei Szenen“. Es zeigt mehrere einzelne in Kreide skizzierte Gesichter und angefangene Körperstudien. Besonders detailliert ausgearbeitet, schwebt in der oberen linken Ecke eine Pfeife, deren Lichtreflexe und Schattenwurf Macke genau beobachtet hat. „Die Reiter“ zeichnete der Expressionist 1912. Im Querformat angelegt, skizziert August Macke in groben Zügen ausschnitthaft eine Szene mit drei Reitern und einer voranstehenden nackten Figur. Mit ihren angedeutet wehenden Umhängen und den mit Feder geschmückten Helmen erinnern sie an antike Soldaten.

August Macke lebte von 1887 bis 1914 und gilt als einer der bekanntesten deutschen Maler des Expressionismus. Seine Schaffenszeit war geprägt von vielen Kunstströmungen und stetiger Auseinandersetzung mit reiner Farbe und Lichtwirkung. So lernte er um 1907 den französischen Impressionismus kennen, ab 1910 beschäftigte er sich vermehrt mit den Fauves und den deutschen Expressionisten. Das Zeichnen begleitete den Künstler sein ganzes Leben. So schrieb er bereits 1904 an seine Eltern: „Fast immer habe ich auf der Straße das Skizzenbuch zur Hand, um Bewegungen von Menschen und Tieren allmählich voll beherrschen zu können, denn das lehrt einen kein Professor.“ Macke hinterließ rund 6.000 Skizzenbuch- und circa 3.000 Einzelzeichnungen. Zuerst war das Zeichnen eine Hilfestellung für das Erlernen der Malerei, später verwendete er es zur Vorbereitung seiner Gemälde.

Quelle: Kunstmarkt.com/Katja Hock

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August Macke, Studienblatt: Helmuth Macke und allerlei Szenen,
 1909/10
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Variabilder:

August Macke, Komposition Nr. 16: Reiter, 1912
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Künstler:


August Macke








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