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John Portman gestorben

John Portmans erstes Atriumhotel: Das Hyatt Regency Atlanta von 1967

John Portman ist tot. Der US-amerikanische Architekt starb am 29. Dezember in Atlanta im Alter von 93 Jahren. International bekannt wurde er als Erfinder des mehrstöckigen Atriumhotels. Portman selbst sagte: „Ein normales Haus bauen und mit Zimmern befüllen, das kann jeder. Aber das interessiert mich nicht. Ich möchte in den Menschen Enthusiasmus, ein gewisses Feuer entfachen.“ Der am 4. Dezember 1924 in Walhalla im US-Bundesstaat South Carolina geborene Architekt prägte mehrere amerikanische und asiatische Städte, darunter Atlanta mit dem Marriott Marquis Hotel, Singapur mit dem Mandarin Oriental Singapore Hotel, Detroit mit dem Renaissance Center und mit dem Shanghai Centre in der gleichnamigen chinesischen Stadt. Kennzeichnend für den Stil John Portmans, der seine Ausbildung am Georgia Institute of Technology in Atlanta 1950 abschloss und 1953 in derselben Stadt sein Architekturbüro eröffnete, ist der große Maßstab und das Überdimensionierte. In seinen Plänen bevorzugte er die Symmetrie und geometrische Grundformen, wie beim Tomorrow Square in Shanghai. Dieser 55 Stockwerke und 285 Meter hohe Wolkenkratzer ist von vier schmalen und kürzeren quadratischen Türmen flankiert. Der zentrale Turm ragt weiter in die Höhe und endet in einer Art Pyramide mit offener Mitte.

John Portmans umstrittene Bauwerke haben in Fachkreises auch Kritiker, etwa den Architekten der Louvre-Pyramide Ieoh Ming Pei. Sie bezeichnen seine Gebäude als Betonbunker oder Festungen. Den finanziellen Durchbruch erlangte Portman mit der Gründung der Kaufhauskette Americas Mart. Diese erfolgreiche Idee erweiterte er um das Finanz- und Immobilienwesen. In dieser Kombination agierte Portman nicht nur als Architekt, sondern auch als sein eigener Bauherr und Entwickler. In den 1980er Jahren häufte der Amerikaner jedoch hohe Schulden mit seinen Projekten und konzentrierte sich vermehrt auf den asiatischen Markt. Sein Architekturbüro leitete er bis 1998 und übergab es dann an seinen Sohn Jack. An seinem Wohnort Atlanta hat er die meisten Gebäude und Plätze entworfen. So wurde er bereits zu Lebzeiten mit dem John Portman Boulevard in der Hauptstadt Georgias geehrt. Weitere Auszeichnungen umfassen etwa 1978 die Medal for Innovations in Hotel Design des American Institute of Architects und 1984 den Award for Excellence des Urban Land Institute für das Embarcadero Center in San Francisco. Zudem trat Portman auch als Designer von Möbeln, als Bildhauer und Maler hervor.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Künstler:

John Portman








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