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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Van Ham trumpft in Köln bei der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts mit Günther Uecker auf

Metallene Millionen



Metalle lassen sich bekanntlich in kostbare Materialien wie Gold und Platin und in billigere Versionen wie Aluminium, Eisen und das berüchtigte Katzengold einteilen. Allerdings kann eine künstlerische Überarbeitung auch das geringste Material zur Kostbarkeit werden lassen. Dies erfuhr Aluminium zum Beispiel in der komplexen geometrischen Komposition von Heinz Macks „Relief“ aus dem Jahr 1975. Mit 130.000 Euro innerhalb der Schätzgrenzen verbleibend, nimmt die lichtreflektierende Oberflächenstruktur mit zentralem Dreieck den dritten Platz in der Zuschlagsliste der vergangenen Auktionsrunde bei Van Ham ein und verbliebt in Nordrhein-Westfalen. Den finanziellen Sieg trug aber ZERO-Kollege Günther Uecker mit ebenfalls erschwinglichem Ausgangsmaterial davon. Seine beiden sich überlappenden Strudel aus Eisennägeln von 2011 sind eine Hommage an den Künstlerfreund Roman Opalka und stammten aus dem persönlichen Besitz des verurteilten Kunstberaters Helge Achenbach. In zwei Prozessen hatten die Eheleute Achenbach vergeblich zu beweisen versucht, dass dieses energiereiche Werk zu ihrer privaten Sammlung und nicht in die Insolvenzmasse gehört. Um die einzige Doppelspirale, die bislang auf dem Auktionsmarkt ihren Auftritt hatte, wetteiferten neun internationale Bieter und vervierfachten beinahe die Wertvorstellungen von 600.000 bis 800.000 Euro. Ein deutscher Interessent zahlte die finalen 2,2 Millionen Euro und rückte das Nagelbild somit an die Spitze des deutschen Auktionsmarkts im Jahr 2017.


Die Führung bei den Gemälden beanspruchte am 29. November in Köln Alexej von Jawlenskys farbfrohe Komposition „Rêve d’or“ von 1918, die ihrem Namen Ehre machte und goldene 150.000 Euro bei einem heimischen Sammler erwirtschaftete (Taxe 150.000 bis 200.000 EUR). Die losbezogene Zuschlagsquote bei der Auktion der Moderne, Nachkriegs- und zeitgenössischer Kunst lag bei guten 70 Prozent und erhöhte sich mit dem Nachverkauf noch auf 75 Prozent. Dennoch gab es Arbeiten, die keinen Abnehmer fanden, darunter Gottfried Helnweins düster-dunkles „Selbstportrait“ von 1988 (Taxe 40.000 bis 60.000), Alex Katz’ elegante Zeichnung „Alice“ von 2007 (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR), Ernst Wilhelm Nays 1951 gemalte dynamische „Vibration“ (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR) oder auch Sigmar Polkes violett-schwarze „Farbprobe IV“ von 1986 (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Sie hätten das Gesamtergebnis von über 8,5 Millionen Euro – nach eigenen Angaben ist dies der Spitzenwert bei Van Ham in dieser Abteilung – noch etwa aufhübschen können.

Moderne

Einen Hagel der Gebote entfachte Karl Hofers stark flächige und mit einfachen Formen bestückte Landschaft „Die Brücke 2“. Das zentrale beigefarbene Motiv schwingt sich von einigen Häusern in Bildvordergrund über das stille Blau des Meeres und einen grünlichen Himmel mit rosafarbenen Wolken zu schwarzen Bergen auf. Das lyrische surreale Bild von 1946/47 erleichterte seinen neuen Herren um 100.000 Euro (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Hiervon war Hofers einfaches „Früchtestilleben“ aus der Zeit um 1922 mit finalen 48.000 Euro wenig beeindruckt (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR). Die Preisgrenze respektierte auch Max Liebermanns ruhiges „Selbstbildnis vor der Staffelei“ von 1932 mit 55.000 Euro (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Max Ernsts Bronze „Chéri Bibi“ mit abstrahierter Vogel-Gestalt von 1973 verdreifachte ihre untere Erwartung auf gute 24.000 Euro.

Einen langsamen Start legte dagegen Edward Cucuels „Abend Stimmung Positano“ hin: die mild-sonnige Landschaft des türkisfarbenen Mittelmeers mit fliederfarbenen Klippen verharrte scheu bei 10.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Mutiger betrat die bewegte See in Karl Hagemeisters „Meeresbrandung“ von 1909 bei 30.000 Euro das Parkett (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR). Mit einem deutlichen Abschlag um 10.000 Euro verabschiedete sich erst im Nachverkauf Otto Dix’ frühes Gemälde „Lastkahn mit Beiboot vor Lagerhalle im Dresdner Alberthafen“ um 1912 bei 20.000 Euro. Seine kubistisch beeinflusste Kohlezeichnung „Verteidigung eines Friedhofes“ von 1917 aus dem Ersten Weltkrieg positionierte sich mit 24.000 Euro vorteilhafter (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR). Bei den günstigeren Arbeiten auf Papier orientierte sich zudem George Grosz’ dunkel-gewittrige Interpretation des New Yorker Central Parks aus dem Jahr 1934 am unteren Schätzwert von 8.000 Euro, während sein zweites Aquarell aus Manhattan mit dicht gedrängter Häuserschlucht von 7.000 Euro auf 11.000 Euro stieg.

Fest im Sattel saß zudem Lyonel Feiningers Aquarell „Sonnenuntergang am Strande“ von 1934 mit prismatischen Strukturen bei 65.000 Euro (Taxe 60.000 bis 90.000 EUR). Eine gute Figur machte Conrad Felixmüllers „Sommerabend“ von 1923 aus der Sammlung Franz Goerger. Das farbfrohe Liebespaar mit Fensterausblick auf einen Kirchturm darf sich mit einträglichen 100.000 Euro schmücken (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Ernst Ludwig Kirchners locker und rasch erarbeitete aquarellierte Zeichnung „Gärtnerei in Königstein“ um 1916 spielt in einem Glashaus und präsentiert den Gärtner bei seiner Arbeit inmitten dichter Vegetation. 43.000 Euro waren ihr Lohn (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). 2.000 Euro mehr kamen für Paul Klees zackiges Aquarell „Verhext und eilig“ von 1933 zusammen (Taxe 45.000 bis 55.000 EUR). Otto Muellers ausdrucksstarke Kontur im Pastell „Akt“ eines Zigeunermädchens von etwa 1927 konnte den Preis auf 60.000 Euro verdoppeln. Denselben Wert erspielte sich auch Emil Noldes Aquarell flauschiger „Baumwollblüten und Kakteen“ von 1930/35 (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Pablo Picassos dick-behäbige Kröte auf der 1949 geschaffenen Lithografie „Le crapaud“ akzeptierte mit 16.000 Euro die Schätzgrenzen.

Nachkriegskunst

Hartmut Böhms „Quadratrelief 87“ von 1966/72 verzauberte mit dem Schattenspiel der weißen, auf dem Grund senkrecht befestigten kleinen Holzplättchen, die scheinbar von einem Windstoß bewegt werden, zu 9.000 Euro (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Das Quadrat spielt auch in Daniel Burens Wandinstallation „Unexpected Variable Configuration“ von 1998 die Hauptrolle. Die mintgrüne Version kletterte von 8.000 Euro auf 19.000 Euro, das lindgrüne, ebenfalls von schwarz-weiß gestreiften Quadraten durchbrochene Exemplar gar auf 28.000 Euro. Bernd Schwarzers Farbspachtelung „Deutscher Vulkan Gold-Rot-Schwarz“, die sich wiederum auf quadratischer Leinwand pastos ergießt, freute sich über 19.000 Euro (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). Eine weniger strenge Ordnung ist für Sam Francis charakteristisch. 1990 spritzte er für „Moss Farm“ rote, gelbe und blaue Farbe auf einen wässrig kolorierten Büttenkarton, was jetzt zu 44.000 Euro führte (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR).

In wolkige Sphären entführte Joe Goode mit seiner ungegenständlichen quadratischen Leinwand aus den „Cloud Series“ von etwa 1975 bei 80.000 Euro, in der die Farbe Blau in verschiedenen Abtönungen lediglich durch eine zweite aufgerissene Leinwand überlagert wird (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Eher ruhiger ging es mit 20.000 Euro auf Piero Dorazios horizontaler bunter Streifenstruktur „Khai Kis II“ von 1981 zu (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Einen regen Gebotswechsel evozierten dann wieder Jesús Rafael Sotos flirrendes Wandobjekt „Petite vibration brique et noir“ von 1964 mit 20.000 Euro und Pierre Soulages’ kraftvolle Farbradierung „Eau forte XX“ mit ockerbraunen Balken von 1972 bei 12.000 Euro (Taxe je 4.000 bis 6.000 EUR).

Bereits mit 9.000 Euro gab sich Karl Otto Götz’ wirbelnde schwarzrote Gouache „Pollux II“ über einem Prägedruck von 1996 zufrieden, wohingegen Dioskurenbruder „Castor IV“ verschmäht wurde (Taxe je 12.000 bis 15.000 EUR). Mehr Glück hatte da Götz’ frühe informelle Mischtechnik von 1955 bei 17.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Georges Mathieus kalligrafische Notation „Orphée“ von 1970 schritt der unteren Taxgrenze von 40.000 Euro mit einem Zuschlag von 38.000 Euro entgegen. ZERO-Kunst hatte dann nochmal mit Otto Pienes Feuergouache „Pfaueninsel“ über gelbem Grund von 1999/2002 bei 120.000 Euro ihren großen Auftritt (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR), ebenso mit seinem rot leuchtenden Zentralkreis auf schwarzem Grund in der Arbeit „Neon Crab“ von 1998/99 bei 33.000 Euro (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR) oder mit dem sich zu einer Blumenform ausbreitenden „Feuer“ von 1972 bei 24.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Aber auch die figurative Kunst fand ihre Anhänger, etwa Jörg Immendorffs Stillleben mit einer ockerfarbenen Vase samt roten Tulpen und gelben Blumen auf rötlichem Holzboden. Die 1992 geschaffene „Manzonivase II“ orientierte sich streng an der oberen Preisgrenze von 70.000 Euro. Etwa in der Mitte des Taxrahmens platzierte sich die weiße Ziege „Gyntiana“ aus seiner Café de Flore-Serie von 1993 bei 40.000 Euro. Andy Warhols berühmte Portraitgrafik „Marilyn Monroe“ von 1967 verteidigte in der hier vorliegenden Version in Türkisgrün ihren ikonenhaften Charakter mit 105.000 Euro und kehrte in ihre US-amerikanische Heimat zurück (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Auch Warhols 20 Jahre später in Bonn erschienenes Musikerbildnis „Beethoven“ schloss erfolgreich bei 66.000 Euro ab. Pop Art-Kollege Roy Lichtenstein gesellte sich mit Naturschilderungen hinzu, mit der fernöstlich anmutenden „Landscape with boats“ von 1996 bei 50.000 Euro (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR) und mit den ausschnitthaften „Les Nymphéas“ von 1993 bei 24.000 Euro (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR).

Zwei simple schwarze Strichmännchen bevölkern die nur mit orangefarbenen Kreisen und Polygonen grundierte weiße Leinwand in A.R. Penck titelloser Arbeit der 1990er Jahre, die stattliche 24.000 Euro errang. Noch deutlicher schlug das Pendel bei seiner wohl gleichaltrigen schwarzen männlichen Gestalt auf rot-blauen Formenspiel mit 38.000 Euro nach oben aus (Taxe je 14.000 bis 18.000 EUR). Eine kombinierte Hommage an Diego Velázquez und Pablo Picasso wusste der Brite Richard Hamilton 1973 in seiner Grafik „Picasso’s meninas“ zu vereinen. Kubismus, Alte Meister und frühe figurative Arbeiten wie Picassos Harlekin sicherten der Arbeit 20.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Yannis Gaïtis’ aus gesichtslosen Männersäulen gebildeter Parthenon-Tempel auf der Akropolis, der von einem unzähligen Heer gleichförmiger Besucher bestaunt wird, reüssierte bei 20.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR), Rainer Fettings schemenhaft im blauen Gegenlicht „Badende, Sylt“ von 2007 bei 22.000 Euro (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Bei den sechs schwarzweißen Fotografien von Industriebauten Bernd und Hilla Bechers war der Zuspruch verhalten. Nur der 1983 abgelichtete „Kühlturm Differdingen“ und der „Kühlturm Werk Rodingen“ von 1969 gingen für 9.000 Euro und 8.500 Euro weg (Taxe je 10.000 bis 15.000 EUR).

Zeitgenössische Kunst

Den Auftakt im Katalog „Contemporary“ machte der Designer Ron Arad mit seinem „Ping Pong Table“ aus poliertem Edelstahl von 1995 zu den erwarteten 30.000 Euro. An den angesetzten Preis hielt sich zudem Nobuyoshi Arakis schlüpfriges Foto einer Japanerin im Kimono mit einer geöffneten Wassermelone, die an eine Vagina erinnert, bei 15.000 Euro. Derselben Tendenz folgten mit jeweils 5.000 Euro auch Ralph Flecks dick mit Farbe aufgetragene „Schwertlilien 22/VI“ von 1990 und Frank Bauers fotorealistisches „Selbstbildnis“ mit unendlicher Spiegelung auf der Herrentoilette von 2002 (Taxe je 5.000 bis 7.000 EUR). Hans Christian Bergs zarte multifarbene Acrylglasarbeit „Visual vortex – Oily colours – Butterfly I“ von 2008 wechselte leicht unterhalb des erhofften Betrages bei 3.500 Euro in neue Hände (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR), ebenso Julia Rothmunds menschenleeres Interieur „Open Space“ von 2007 bei schüchternen 3.600 Euro (Taxe 4.500 bis 5.500 EUR).

Die untere Schätzung zog sich als Richtwert weiter durch die Auktion der zeitgenössischen Kunst, etwa bei Isa Genzkens mondartiger Landschaft „Basic Research“ aus dem Jahr 1989, die doch nur die braune Frottage ihres Atelierfußbodens ist, mit 33.000 Euro (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR), ihrer Betonskulptur eines „Weltempfängers“ von 2016 mit 25.000 Euro (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR) oder bei Karin Kneffels Ölbild der verschwommenen Spiegelung eines Tisches auf glattem Untergrund von 2005 mit 55.000 Euro (Taxe 60.000 bis 100.000 EUR). Jonathan Meeses provokante Leinwand „Die Laune der Natyr“ von 2004 orientierte sich mit 17.000 Euro wenigstens am oberen Schätzwert von 18.000 Euro. Hiervon gänzlich frei war aber Jeff Koons’ hochglänzende „Dom Pérignon Balloon Venus“ von 2013 in leuchtendem Magenta, die mit dem Champagner wohl ihre 26.000 Euro feiert (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Sammlung Rheingold

Der Name Helge Achenbach zog dann wieder beim Verkauf seines Anteils an der „Sammlung Rheingold“, der nun ebenfalls in die Insolvenzmasse wanderte. 64 Werke junger Gegenwartskunst standen dafür am 6. Dezember in einem golden gefassten Katalog bereit. Fast alle konnte Van Ham an den Mann bringen konnte, nur zwei blieben bei diesem Ausverkauf übrig. Die höchsten Preise konzentrierten sich auf zwei abstrakte Fotoarbeiten von Wolfgang Tillmans. Sein C-Print grünschwarzer zarter Farbstränge, die sich in „Freischwimmer 46“ von 2004 zu einem lockeren Schleiermuster vereinen, errang mit 300.000 Euro den dreifachen Schätzwert. Eng hierauf folgte der ein Jahr früher entstandene „Freischwimmer 33“ in Grasgrün, der wie sein teurerer Kollege im Medium der Fotografie den Eindruck einer ungegenständlichen Malerei erzeugt, in der das Material flüssiger Farbe in dünnen Fäden und zufälligen Mustern eingefangen wird. Auch die ältere Arbeit emigrierte zu dem selben Sammler nach Übersee, der dafür 220.000 Euro spendierte (Taxe je 100.000 bis 150.000 EUR).

Mit 55.000 Euro nimmt André Butzers Ölbild von 2008 die dritte Position ein. Vor grauem Grund beleben weiße Linien, Farbflecken, orange- sowie ockerfarbene und rote Zeichnungen wie auch Vierecke die Komposition, die den Werkprozess zu evozieren weiß (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR). Kaum ein Ort mag ein Symbol von Ruhe und Wissen sein, wie eine Bibliothek. Candida Höfer verewigte 2003 fotografisch einen Teil der „Biblioteca Seminario Patriarcale Venezia III“, die starkes Interesse entfachte. 50.000 Euro zahlte ein Nordrhein-Westfale für den menschenleeren Raum mit seinen drei mächtigen Globen (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Das Preisschild von 50.000 Euro wurde weitere zwei Mal vergeben. Es ziert nun das Gemeinschaftswerk „Insel“ von Jonathan Meese und Albert Oehlen aus dem Jahr 2004, das von bizarr deformierten Wesen und einem Schiff bevölkert wird (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR), und Tal Rs bunte dynamische Rennstrecke „Riders in the Sky“ von 2001/02, unter der sich ein Wald von Grabsteinen auftut (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR).

Ein zart orangefarbenes Rechteck fügte Imi Knoebel 2001 ähnlich einer Tür in das pastellgelbe Rechteck seiner geometrischen Abstraktion „Pure Freude“ ein, die den Wert auf 42.000 Euro verdoppelte. 1.000 Euro mehr erzielte Jörg Immendorffs über blauem Grund auf zwei Kugeln mit Krückstöcken balancierenden Akt von 2000, der an Allegorien der Fortuna aus der Renaissance erinnert. Ein mehrlagiges fragmentiertes Farbgitter in Grün, Gelb, Rot, Weiß und Schwarz definiert Markus Lüpertz’ Leinwand „Schwarze Wolke“ von 1998, die gute 33.000 Euro einspielte. Thomas Struths grüne Wand aus Blättern und filigranen Pflanzen mit dem Titel „Paradise 22. São Francisco de Xavier/Brasil“ aus der gleichnamigen Fotoserie sicherte sich 40.000 Euro (Taxe je 20.000 bis 30.000 EUR). Als Fotograf kam noch der studierte Biologe Jochen Lempert mit seinen an der Wissenschaftsfotografie orientierten, schwarzweißen Typologien zum Zug, der mit der 26teiligen Stiefmütterchen-Serie „Physiognomische Versuche IV“ von 1999/2002 bei 6.500 Euro und dann vor allem mit der neunteiligen Serie „Oiseaux – Vögel“ von 1997/99 bei 15.000 Euro überzeugte.

Alle Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Van Ham Kunstauktionen

Hitzelerstraße 2

DE-50968 Köln

Telefon:+49 (0221) 925 86 20

Telefax:+49 (0221) 925 86 24

E-Mail: info@van-ham.com



08.01.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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