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Der Meister von Meßkirch in Stuttgart

Meister von Meßkirch, Die Anbetung der Heiligen Drei Könige, um 1535/40

Die Staatsgalerie Stuttgart gibt in ihrer derzeitigen Schau einen umfassenden Überblick über das Schaffen des Meisters von Meßkirch. In der Großen Landesausstellung Baden-Württemberg mit insgesamt 188 Exponaten aus dem eigenen Bestand und Leihgaben weltweiter Museen und Privatsammlungen stehen seine Werken denen der reformatorischen Konkurrenten wie Albrecht Altdorfer, Hans Baldung Grien, Lucas Cranach d.Ä. und Albrecht Dürer gegenüber. Von über 90 noch existierenden Tafelbildern des zwischen 1515 und 1540 im südwestdeutschen Raum tätigen Malers sind in der Staatsgalerie der „Wildensteiner Altar“, der „Falkensteiner Altar“ und der Altarzyklus für die Stiftskirche von St. Martin in Meßkirch zu sehen.

Vom namensgebenden Meßkirch-Zyklus sind nur noch fünf Flügel der Nebenaltäre erhalten. Im Auftrag des Grafen Gottfried Werner von Zimmern und seiner Familie entstand zwischen 1535 und 1540 der einst umfangreiche Zyklus. Das Adelshaus, das nicht zur Reformation übertrat, hatte seinen Herrschaftsmittelpunkt im oberen Neckar- und Donauraum und machte die kleine Stadt Meßkirch bei Sigmaringen zu seiner Renaissanceresidenz. Im 18. Jahrhundert ersetzte man den Großauftrag von Hauptaltar und elf Nebenaltären durch eine Neuausstattung und verkaufte die einzelnen Teile. Der „Wildensteiner Altar“, ebenfalls auf Anweisung der Familie von Zimmern gefertigt, ist vollständig erhalten geblieben und zeigt die Eheleute als Stifterpaar. Ein Charakteristikum der Figuren des Meisters von Meßkirch sind die ausdrucksvollen Gesichtszüge mit markanten individuellen Kennzeichen. Oftmals kleidet der Künstler seine Figuren in prunkvolle, farbenprächtige Renaissancegewänder und bettet seine Figurenkompositionen in eine Landschafts- oder Architekturkulisse.

Die Ausstellung will die Umbrüche der Zeit greifbar machen und stellt das altgläubige Gedankengut dem reformatorischen gegenüber. Ein Schlüsselwerk ist hierbei der „Gothaer Tafelaltar“ von 1538. Das monumentale Werk ist mit 162 detailreichen Darstellungen bestückt und entstand für den damaligen württembergischen Regenten Herzog Ulrich in der Werkstatt Heinrich Füllmaurers. Typisch für die Kunst der Reformation ist die Betonung der Schrift in Kartuschen mit Erzählungen aus der Bibel. Bei genaueren Hinsehen fällt außerdem auf, dass die Heiligen keinen Nimbus tragen. Das reformatorische Kunstwerk spiegelt die konfessionelle Auseinandersetzung der Zeit wider. Bei allen Tafelbildern sind die Vorder- und Rückseiten zu sehen und ermöglichen somit eine Auseinandersetzung mit der Kunst des Meisters von Meßkirch im Sinne der römisch-katholischen Kirche.

Die Ausstellung „Der Meister von Meßkirch. Katholische Pracht in der Reformationszeit“ läuft bis zum 2. April. Die Staatsgalerie Stuttgart hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Der Katalog zur Ausstellung ist für 39,90 Euro im Museumsshop erhältlich.

Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Straße 30-32
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)711 – 470 40 250
Telefax: +49 (0)711 – 236 99 83

Quelle: Kunstmarkt.com/Katja Hock

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Veranstaltung vom:


08.12.2017, Der Meister von Meßkirch - Katholische Pracht in der Reformationszeit

Bei:


Staatsgalerie Stuttgart

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Meister von Meßkirch, Die Anbetung der
 Heiligen Drei Könige, um 1535/40
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Hans Baldung Grien, Die heilige Anna mit
 dem Christusknaben, der heiligen Jungfrau und dem heiligen Johannes dem Täufer, um 1511
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Heinrich Füllmaurer und Umkreis, Gothaer Tafelaltar, um 1538
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Meister von Meßkirch, Entwurf für das
 Rahmenwerk des ehemaligen Hochaltars von St. Martin in Meßkirch, um 1535
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Meister von Meßkirch, Die Verspottung Christi, um 1535/40
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Künstler:

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