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Carl Lohse in Dresden

Carl Lohse, Jazzsänger, 1919/21

Mit Carl Lohse rücken die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden derzeit einen Expressionisten ins Rampenlicht, der bisher in der öffentlichen Wahrnehmung eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Dabei habe er nach dem Ersten Weltkrieg zwischen 1919 und 1921 ein fulminantes expressionistisches Werk geschaffen, so die Kuratorin Birgit Dalbajewa. Für die Schau im Dresdner Albertinum hat sie 77 Gemälde, Zeichnungen und Plastiken des 1895 in Hamburg geborenen Künstlers ausgewählt. Entlassen aus Gefangenschaft und Kriegsdienst, kam Carl Lohse im Oktober 1919 aus Hamburg nach Bischofswerda in Sachsen, wo er finanzielle Unterstützung fand und einen wahren Schaffensrausch erlebte. Bis Frühjahr 1921 entstanden in dichter Folge starkfarbige Porträts, Landschaften und Stadtbilder.

Verglichen mit dem akademisch Üblichen, seien Lohses Farbkombinationen geradezu tollkühn, der Rhythmus seiner Bilder energiegeladen, so Dalbajewa. Seine Zeichnungen vereinfachte er radikal, die Formen der überlebensgroßen Bildnisköpfe, die Lohse aus Gips modellierte, verfremdete er wagemutig und verzerrte sie. Der Künstler experimentierte mit den unterschiedlichen Bildsprachen des Expressionismus, Kubismus und Futurismus bis hin zur reinen Abstraktion. Seine Bilder seien ein eindrucksvolles Zeugnis der Stimmungslage eines sensiblen Künstlers in der krisengeschüttelten Nachkriegszeit, so Dalbajewa weiter. Lohses intuitive und zutiefst emotionale Art zu Malen sei innerhalb des künstlerisch so wirkmächtigen Aufbruchs nach der Novemberrevolution eine der kompromisslosesten.

Im Jahr 1921 gab Carl Lohse das Malen zunächst auf und ging nach Hamburg. Auch aus den Jahren nach 1928, als er nach Bischofswerda zurückkehrte und wieder künstlerisch tätig wurde, sind Werke in der Dresdener Ausstellung zu sehen. Eine Auswahl aus den 1950er und 1960er Jahren verdeutlicht, wie wenig der eigensinnige Künstler den Vorgaben eines Sozialistischen Realismus entsprach. Darüber hinaus versammelt die Schau Arbeiten seiner Zeitgenossen und Künstlerfreunde, etwa von Marianne Britze, Hans Christoph, Erhard Hippold, Wilhelm Rudolph oder den Bildhauern Christoph Voll, Ludwig Godenschweg und Eugen Hoffmann, die gleichfalls in der künstlerisch wie politisch bewegten Zeit der Weimarer Republik entstanden.

Die Ausstellung „Carl Lohse. Expressionist“ läuft bis zum 15. April. Das Albertinum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt an Heiligabend sowie vom 15. bis zum 19. Januar. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7,50 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren ist er kostenlos. Der Ausstellungskatalog aus dem Sandstein Verlag kostet im Museum 25 Euro.

Albertinum – Galerie Neue Meister
Tzschirnerplatz 2
D-01067 Dresden

Telefon: +49 (0)351 – 49 14 2000
Telefax: +49 (0)351 – 49 14 2001

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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