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Berlin restituiert Grabbeigaben an Alaska

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) wird neun Objekte an die Chugach Alaska Corporation zurückgeben. Das hat der Stiftungsrat gestern beschlossen. Dabei handelt es sich um Grabbeigaben von Native People aus dem Südwesten Alaskas, die sich heute im Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin befinden. Der selbsternannte „Kapitän“ und Draufgänger Johan Adrian Jacobsen, der zwischen 1882 und 1884 die amerikanische Nordwestküste und Alaska im Auftrag des ehemaligen Königlichen Museums für Völkerkunde bereiste, brachte am Ende des 19. Jahrhunderts rund 7.000 Artefakte von dort nach Berlin.

Hermann Parzinger, Präsident der SPK, sagte: „Die Objekte wurden damals ohne Zustimmung der Native People und damit unrechtmäßig aus Gräbern ihrer Verstorbenen entnommen, sie gehören deshalb nicht in unsere Museen. Wir werden Sie nun der Chugach Alaska Corporation zurückgeben, mit der wir seit 2015 an der Aufarbeitung unserer Sammlung zusammenarbeiten.“ Die Chugach Alaska Corporation, die seit 1972 existiert, vertritt die Interessen der Native People der Chugach Region in Alaska. Sie setzt sich unter anderem für die Bewahrung des kulturellen Erbes dieser Gruppen ein.

Die Grabbeigaben stammen aus Chenega Island und dem heute unbekannten Ort Sanradna. Darunter befinden sich zwei zerbrochene Masken und eine Kinderwiege sowie ein Holz-Idol. Masken wurden nach Gebrauch meist verbrannt oder in Gräber gelegt, weshalb heute nicht mehr viele Masken der Chugach existieren. Die rote Farbe auf ihnen verweist auf den Begräbniskontext. Bei dem Holz-Idol handelt es sich vermutlich um eine schamanische Figur, die Menschen vor Gefahren und dem Tod schützen sollte.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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