Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 27.10.2018 Auktion 49

© Auktionshaus Lehr

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Speer-Ausstellung in Nürnberg

Unter allen Sparten der Künste gibt es keine zweite, die in der Öffentlichkeit eine so große Präsenz entfaltet wie die Architektur. Nur allzu gerne versuchen daher politische Systeme, ihre Macht über dieses Medium subtil zu untermauern. Systemaffinen, politisch klar verorteten Architekten eröffnet sich somit die Chance, in ihren künstlerischen Vorstellungen voll aufzugehen. Zu den schillerndsten Figuren dieser Spezies gehörte im letzten Jahrhundert Albert Speer. Der enge Vertraute Adolf Hitlers besaß in seiner Funktion als Generalbauinspektor beherrschenden Einfluss auf die architektonische Staatsrepräsentation. Ab 1942 war er zudem als Reichsminister für die Bewaffnung und Kriegswirtschaft zuständig. Am 1. Oktober 1946 wurde er zu 20 Jahren Haft verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe am 1. Oktober 1966 entlassen, startete der damals 61jährige eine zweite Karriere als scheinbar geläuterter Exponent des Nationalsozialismus. Diese steht im Fokus der Nürnberger Schau „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit Deutscher Vergangenheit“. Kernanliegen der Kuratoren ist die Untersuchung der Frage, warum der Schöpfer architektonischer Großprojekte so lange eine derart breite Resonanz in einer unkritischen Öffentlichkeit fand.

Drei Kapitel gliedern die Präsentation im unvollendeten Torso der Kongresshalle auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände. Hörstationen, Videos und Großfotos untermauern Speers öffentlich gesteuerte Inszenierung durch präzis organisierte Rechtfertigungen und Argumentationsstrategien. Im zweiten Teil wird Speers Vermarktung vorgestellt. Sie gelang besonders über Publikationen, allen voran die Bücher „Erinnerungen“ und die „Spandauer Tagebücher“. Deren Erfolg mit Millionenauflagen gelang nur wegen des großen Interesses an Hitler. Überraschend ist die Analyse seines breiten Unterstützerkreises aus renommierten Verlegern wie Joachim Fest oder Wolf Jobst Siedler, die Speers Werke redigierten und zu Bestsellern katapultierten. Exzellent honorierte Exklusiv-Interviews, Vorabdruck- und Filmrechte machten Albert Speer zum Millionär. Sein charismatisches Auftreten als Zeitzeuge trug dazu bei, die Agitation zu steuern und zu manipulieren.

Im dritten Ausstellungsteil zeigen Wissenschaftler das wahre Bild eines Täters im Zentrum der Macht. Frappant legen Dokumente Speers Beteiligung bei der Ausbeutung von Häftlingen für Großbauten, an der Judenverfolgung und baulichen Konzeption von Konzentrationslagern offen. Bis zu seinem Tod 1981 führte er das Leben eines reichen Mannes. Kurz danach setzte mit intensiven Forschungen, grundlegenden Veränderungen der Medienlandschaft, dem Aufkommen der „Geschichtsbewegung“ und vermehrten Hearings von Opfern ein Wandel ein, der zu einer kritischen Bewertung von Speers Rollen führte.

Die Ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“ ist noch bis zum 6. Januar 2018 zu besichtigen. Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände hat täglich von 9 bis 18 Uhr, samstags und sonntags ab 10 Uhr geöffnet. An Heiligabend und 1. Weihnachtstag bleibt das Zentrum geschlossen. Der Eintritt in die Sonderausstellung ist frei. Zur Ausstellung ist ein Katalog zu 9,80 Euro erschienen.

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Bayernstraße 110
D-90478 Nürnberg

Telefon: +49 (0)911 – 231 75 38
Telefax: +49 (0)911 – 231 84 10

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


28.04.2017, Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit

Bei:


Museen der Stadt Nürnberg

Künstler:

Albert Speer








News vom 18.10.2018

Cologne Fine Art-Preis für Horst Antes

Cologne Fine Art-Preis für Horst Antes

George Grosz in Berlin

George Grosz in Berlin

Ara Güler gestorben

Ara Güler gestorben

News vom 17.10.2018

Thomas Meier-Castel in den Kunstsammlungen Chemnitz

Thomas Meier-Castel in den Kunstsammlungen Chemnitz

Zweimal Szeemann in Düsseldorf

Zweimal Szeemann in Düsseldorf

Sigrid Neubert ist tot

Sigrid Neubert ist tot

Balderers Szenario in Luzern

Balderers Szenario in Luzern

News vom 16.10.2018

Lovis Corinth-Preis für Peter Weibel

Lovis Corinth-Preis für Peter Weibel

Mel Ramos gestorben

Mel Ramos gestorben

Mammen-Aquarell für Berlinische Galerie

Mammen-Aquarell für Berlinische Galerie

Chinas Farben in Düsseldorf

Chinas Farben in Düsseldorf

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn - -	Lot 1267: Bedeutendes Objekt „Oscillating Echo Cipher“, Michael Glancy, 2002, Erlös: 33.000 Euro

Nachbericht Auktion 266 'Bedeutende Privatsammlung' und 'Europäisches Glas und Studioglas'
Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn - Lot 122: Teller aus dem Militärservice, St. Petersburg, Kaiserliche Porzellanmanufaktur, Periode Nikolaus I (1825-1855), D. 24 cm

Vorbericht Auktion 267 'Russian Art & Icons'
Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

Galerie Frank Fluegel - Mel Ramos - Martini Miss.

Mel Ramos verstorben
Galerie Frank Fluegel





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce